Maidana bestraft Broner

Thurman, Santa Cruz, Shumenov behalten Titel in San Antonio

Ein Bericht von Ebby Thust

In einem Kampf der ganz sicher in die nähere Auswahl zum Kampf des Jahres kommen wird, schlug der Argentinier Marcos „El Chino“ Maidana (34-4, 31 KOs) den Weltmeister im Weltergewicht Adrien „The Problem“ Broner (27-1, 22 KOs) zweimal zu Boden und nahm diesem seinen WBA-Gürtel, mit einem nach zwölf Runden einstimmigen Urteil am Samstagabend im Alamodome in San Antonio, Texas, ab. 
Maidana traft Broner schon in der ersten Runde mit einem rechten Haken und Broner verhinderte nur durch klinschen eine Bodenberührung. Maidana setzte seine Aggression in Runde zwei fort und ließ Broner erst gar keine Entwicklungsmöglichkeit, indem er weiter auf Broner einprügelte und ihn mit einem brutalen linken Aufwärtshaken traf und ihn so erstmals zu Boden schickte. In Runde drei und Runde vier war ähnlich, es dominierte Maidana. Broner landete in den Runden fünf und sechs einige klare Treffer und gewann somit diese beiden Runden. Ab der siebten Runde aber erhöhte Maidana wieder den Druck und ging bedingungslos nach vorne. In Runde acht musste Broner zum zweiten mal zu Boden und wurde bis acht angezählt, aber Madaira wurde in dieser Rund ein Punkt wegen einem vorsätzlichen Kopfstoß abgezogen. Maidana hatte dann eine ganz starke Runde neun und er bestrafe Broner mit beidhändigem Schlagwirbel. Auch die zehnte Runde gin wieder an Maidana. In der elften Runde sagte die Ecke Broners, dass er diesen Kampf nur noch durch KO gewinnen könne und so war dies Runde wieder eine ganz starke Runde, Broner versuchte alles und brachte Maidana auch am Ende dieser Runde stark in Bedrängnis, aber die Glocke verhinderte Schlimmeres.  In der zwölften Runde suchte Broner noch einmal verzweifelt den KO, doch da ging aufgrund der Cleverness von Maidara nichts mehr. Die drei Punktrichter werteten den Kampf einstimmig mit 115-110, 116-109, 117-109 für den neuen Weltmeister Marcos Maidana.

„Es war unser Plan, egal auf welche Art auch immer, zu kämpfen und zu fighten, einfach um alles zu tun um diesen Kampf zu gewinnen und ich habe gewonnen“, sagte Maidana nach dem Kampf.  Auf die Frage, ob er für einen Rückkampf offen sei, erklärte der neue Champion „Ja, ich habe kein Problem mit einem Rückkampff mit Broner.“

Broner verließ nach dem Kampf sofort ohne Kommentar den Ring. Es wird vermutet, dass er wohl möglich einen Kieferbruch erlitten hat, aber das ist bisher noch nicht bestätigt.

Der unbesiegt WBA-Champion im Weltergewicht Keith „One Time“ Thurman (22-0, 20 KOs) hat im Rahmen der gleichen Veranstaltung durch einen beeindruckenden KO in der neunten Runde über Jesus „Renuente“ Soto Karass (32-13-4, 19 KOs), seinen Gürtel erfolgreich verteidigt.

Auch der WBC-Super-Champion im Bantamgewicht Leo „Terremoto“ Santa Cruz (26-0-1, 15 KOs) behielt nach zwölf Runden, durch ein einstimmiges Punkturteil gegen dessen Herausforderer Cesar Seda (25-2, 17 KOs) seinen Titel. Die Puntrichter werteten diesen Kampf mit 116-111, 115-112, 117-110.

In der zweiten WBA-WM-Kampf dieses Abends, verteidigte der WBA Super-Champion Beibut Shumenov (14-1, 9 KOs)  seinen Titel durch einen KO Sieg in der dritten Runde gegen den  zuvor ungeschlagenen tschechischen Herausforderer Tamas Kovacs (23-1, 14 KOs ). Das Ende kam in Runde nach 2;55 Minuten in Runde drei, als Shumenov  Kovacs zum dritten Mal niederschlug. Allerdings war der Gegner Shumanovs eher ein zweitklassiger Gegner der nicht einmal unter den Top 100 bei Boxrec gelistet ist. Shumanov selbst, der seit ein und einem halbem Jahr nicht mehr im Ring stand ist bei Boxrec nur als Nr. 32 gelistet und wahrscheinlich hätte Shumanov gegen die beiden Kontrahenten aus dem gestrigen Titelkampf in Neubrandenburg keine Chance. Es dürfte nun das Anliegen unseres neuen WBA Weltmeisters Jürgen Brähmer sein, ein Kampf gegen Shumanov zu bekommen und so den Thron des WBA Super-Champions zu besteigen.

Der Bruder des Ex-Weltmeister und letztem Mayweather-Gegners Rigoberto Canelo „El Espanol“ Alvarez, der 32-jährige Ricardo „Dinamita“ Alvarez (27-4, 20 KOs) gewann durch ein umstrittenes Urteil nach 10 Runden durch einen 2:1 Entscheidung über „Lightning“ Rod Salka (18-3 , 3 KO) einen Kampf im Juniorwelterweight. Salka war klar der bessere Boxer, aber zwei der Punktrichter hatten wohl zu große Erfurcht vor dem hohen Stellenwert und dem Namen seines Bruders Canelo und punkteten völlig unverständlich  95-95, 96-94 und völlig merkwürdig 98-92 für Alvarez.

Der 35-jährige ehemalige Mittelgewichts-Weltmeister Jermain „Bad Intentions“ Taylor (32-4-1, 20 KOs) setzte sein Comeback mit einem  KO in der siebten Runde über 39-jährigen JC Candelo (32-13-4, 21 KOs ) in einem Super-Mittelgewichts-Kampf fort.

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