
Es war vorgestern, am Sonntag, es war früher Nachmittag – ich war in der National Portrait Gallery, als mich die SMS der Lufthansa erreichte… Mein Flug für Sonntagabend war gecancelt worden! Ich war nun auf einen frühen Flieger am Montag um 6.45 Uhr umgebucht worden…
Bitte fragt mich nicht, wann ich gestern aufgestanden bin. Wahnsinn Lufthansa.


Boxen war schon immer richtig groß in England!
Und jetzt finden die Kämpfe sogar im Wembley-Stadion statt!
Bevor es für mich am Samstag ins Wembley-Stadion ging, war ich noch im Boxpark auf Wembley, wo Goldstar Promotions vor dem großen Kampfabend für die Box-Fans noch eine Meet and Greet-Veranstaltung durchführte. Agit Kabayel war hier auch, Joseph Parker, Hamzah Sheeraz und viele andere. An dieser Stelle auch noch einmal vielen Dank an Agit, der unser Treffen in seinen Vlog aufgenommen hat, Timecode 11:06, wirklich lustig!
Hier wollte ich das Bild von Tyson Fury unterzeichnen lassen. Die Veranstaltung war ausverkauft und ich hatte keine Karte. Ich habe es aber doch hineingeschafft…
Es hat alles geklappt – auch mit der Unterschrift von Tyson Fury, aber es war alles andere als einfach… der Freund, mit dem ich da war, meinte nur, „you really had to work for the signature“…

Mit Usyk hat es an diesem Wochenende leider nicht geklappt. Es wird aber zu einem späteren Zeitpunkt klappen. „Geduld“ meinte mein guter Freund Max Michailew, der mit Usyk eng zusammenarbeitet und auch die Trainingspartner für sein Camp organisiert. Michailew managt auch Daniel Lapin, den Bruder von Usyks Sportdirektor. Folgt ihm doch auf Instagram, dann seid ihr immer uptodate.
Nach der Unterschrift von Tyson Fury habe ich das unterzeichnete Bild zunächst wieder in mein Hotelzimmer gebracht – und bin dann wieder zum Wembley-Stadion. Ich war als Presse akkreditiert und musste zum Presseeingang. Gegen 20 Uhr war ich dann endlich im Wembley-Stadion und bekam mein Pressearmband…
Bucketlist… akkreditierte Presse, Wembley-Stadion, Undisputed Heavyweight Fight…
Wahrscheinlich der Traum eines jeden Journalisten. Das Glas Champagner trinke ich dann heute beim Mittagessen.

Um mich herum viele bekannte Gesichter, die ich noch von meinen beiden Trips nach Riad, Saudi-Arabien, für Fury – Usyk I und II kannte. Das war ein großes „Hello“. Ich habe mich zu meinem Freund Cormac O’Donnell gesetzt. Er schreibt für The Ring, auch für Boxing News und andere Medien. Er hat mir erzählt, dass er ein oder zwei Artikel im Ring Magazine im Oktober veröffentlichen wird. Er ist Ire, lebt in Dubai und deckt den Boxsport im Nahen Osten ab.
Langsam wurde es dunkel und die Atmosphäre war wieder einmalig. Die vielen Lichter, die Stimmung, einfach unglaublich. Beim Einmarsch von Usyk und Dubois wurde ein Feuerwerk entzündet.
Am Tisch neben uns saß eine ukrainische Journalistin mit ukrainischer Flagge… ich habe mir einen Spaß erlaubt und ihr gesagt, dass ein Journalist eigentlich neutral sein sollte. Sie hat mich völlig irritiert angeschaut… Es waren viele ukrainische Journalisten vor Ort und im Stadion auch sehr viele Ukrainer. Usyk ist für die Menschen dort ein Volksheld, anders kann man es nicht sagen.
Über den Kampf muss ich nicht viel schreiben, ihr habt ihn alle gesehen. Mein Tip war Uysk, aber dass er das so klar und so dominant gewinnt – unglaublich! Usyk ist wirklich ein All-Time-Great, vielleicht sogar der beste Schwergewichtler aller Zeiten!

Nach Frank Warren kam dann Oleksandr Uysk zusammen mit Egis Klimas und etwas später auch Serge Lapin. Es ging dann auch viel um den Glauben von Oleksandr Usyk in der Pressekonferenz. Was mich am meisten beeindruckte, war die Frage nach seiner immer noch währenden Motivation für die Kämpfe auch nach so vielen Erfolgen. Usyk sagte sinngemäß, es sei nicht Motivation, es sei vielmehr nur Disziplin, wie er die Trainingslager überstehe. Wenn er sehr früh aufstehe, sei es nicht die Motivation, die ihn aufstehen lasse, sondern vielmehr seine Disziplin…
Hiervon können wir uns alle eine Scheibe abschneiden.














