
Lawrence Okolie hat sich mit einem einstimmigen Punktsieg über Kevin Lerena seinen bislang bedeutendsten Sieg im Schwergewicht gesichert.
Lawrence Okolie siegt glanzlos in Wembley gegen Kevin Lerena
Trotz der Dominanz hinterließ der Brite Lawrence Okolie dabei keinen bleibenden Eindruck. In einem ereignisarmen Zehnrunder in Wembley lauteten die Punktwertungen im Kampf gegen einen nur sehr wenig arbeitenden Kevin Lerena 100-90 (zweimal) und 99-91. Es war ein klares Urteil zugunsten Okolies, der nun bei 22-1 (16 KOs) steht.

Okolies Größen-, Reichweiten- und Gewichtsvorteile machten es Lerena, einem ehemaligen Cruiser- und Bridgergewichtler aus Südafrika, schwer, überhaupt in den Kampf zu finden. Der 30-Jährige aus Hackney kontrollierte das Geschehen mit seinem Jab aus der Distanz und ließ Lerena kaum eine Lücke. Doch seine Aktionen waren meist berechenbar und selten durchschlagskräftig. Echte Highlight-Momente blieben aus – auf beiden Seiten.
Southpaw Lerena, der in der Vergangenheit Daniel Dubois dreimal zu Boden geschickt und Justis Huni am Rande einer Niederlage hatte, versuchte immer wieder, mit linken Kontern durchzukommen, jedoch meist vergeblich. In Runde sechs landete er immerhin einen sauberen linken Haken, der Okolie kurzzeitig beeindruckte, jedoch nichts am Verlauf des Kampfes änderte.

Als Co-Main-Event des Abends von Usyk vs. Dubois II sollte das Duell eigentlich die Stimmung im Stadion anheizen. Doch je länger der Kampf dauerte, desto verhaltener reagierte das Publikum. Selbst als Lerena in Runde zehn versuchte, Okolie zu einem offenen Schlagabtausch zu bewegen, blieb der Brite bei seinem disziplinierten Ansatz und sicherte sich so souverän den Sieg.














