Kuzmin vs. Mansour ohne Sieger – Troyanovsky macht kurzen Prozess

kuzmin-mansourAm Montagabend kam es in der russischen Hauptstadt zu gleich mehreren interessanten Duellen.

Unabsichtlicher Kopstoß beendet Schwergewichtsgefecht

Die Erwartungen an das Aufeinandertreffen von Sergey Kuzmin und Amir Mansour waren nicht gerade niedrig. Der ungeschlagene Russe traf auf den auch mit 45 Jahren noch extrem austrainierten US-Amerikaner – wegweisend für weitere Entwicklungen im Schwergewicht. Und so sah es in den ersten zwei Runden auch danach aus, als ob uns noch einiges an Spannung und Dramatik bevorstehen würde. Dramatisch wurde es dann in der Tat, da beide Boxer im dritten Durchgang im Volltempo mit den Köpfen zusammen stießen. Resultat: Cut bei Mansour direkt über dem rechten Auge und eine noch fürchterlicher anzusehende Wunde auf Kuzmins Stirn.

Nach kurzem Check durch den Ringarzt brach Referee Massimo Barrovecchio das Ganze ab, womit der Kampf als technisches Unentschieden in die Geschichtsbücher eingeht. In Anbetracht dieser unglücklichen Umstände, kann man nur auf einen möglichst bald erfolgenden Rückkampf hoffen, der für klare Verhältnisse sorgt. Ob Mansour dafür aber nochmal nach Russland reist, erscheint zum jetzigen Zeitpunkt ungewiss.

Eduard Troyanovsky ohne Probleme

troyanovsky-portilloNicht einmal 12 Monate sind vergangen, seitdem sich „The Eagle“ in nur 40 Sekunden völlig überraschend dem Namibianer Julius Indongo geschlagen geben musste. Ein schockierender Knockout, der das russische Publikum sprachlos zurück ließ. Troyanovsky konnte sich seither mit einem vorzeitigen Sieg über den Italiener Michele DiRoco zurückmelden und war auch am gestrigen Montagabend nur kurz angebunden, als er den bis dato unbesiegten Carlos Manuel Portillo (21-0-0, 16 KOs) im Rückwärtsgang mit einer platzierten rechten Hand auf die Bretter schickte, wonach sich der 24-jährigen Mann aus Paraguay nicht mehr aufraffen konnte und folgerichtig ausgezählt wurde. Ob Troyanovsky weiterhin zu den Spitzenmännern im Halb-Weltergewicht zählt, lässt sich anhand des Gesehenen allerdings nur schwer einschätzen. Bessere Gegnerschaft wird erwartet.

KO-Siege für Papin und Egorov

Zu überzeugen wussten auch die einheimischen Talente Alexsei Papin und Alexej Egorov. Letzterer konnte seinen zähen Kontrahenten Andrei Kniazev Stück für Stück zermürben und dann in der vierten Runde mit einer Rechten runter schicken und anschließend nach einer Schlagsalve stoppen. Die aktuelle Nr.1 im Cruisergewicht Oleksandr Usyk benötigte dafür seinerzeit 4 Runden mehr. Noch kürzer war der Abend für den ebenfalls in der Gewichtsklasse bis 90,8 kg agierenden Papin, der Ex-Kovalev-Gegner Ismayl Sillah nach einer äußerst brutalen Schlagserie an den Ringseilen bewusstlos schlug, sodass dieser mit dem Gesicht zu erst auf die Matte sank.

Weitere Resultate der Undercard:

Svetlana Kulakova besiegte Judy Waguthii durch geteilte Punkteentscheidung

Sergey Lubovich besiegte Viktor Plotnikov durch Aufgabe nach der 8. Runde

Evgeny Smirnov besiegte Jhon Gemino durch einstimmige Punkteentscheidung

Georgi Chelokhsaev besiegte Evgeny Pavko durch TKO in der 10. Runde

Andrey Afonin besiegte Viktar Chvarkou durch einstimmige Punkteentscheidung

Valery Tretyakov verlor gegen Arnold Khegai durch TKO in der 10. Runde