
Kurzen Prozess machte jetzt Supermittelgewichtler Kevin Boakye-Schumann (3 Siege) bei seinem Amerika-Debüt (wir berichteten über seine Pläne in Übersee).
In Guadalajara (Zentral-Mexiko) musste der jetzt in Tampa (Florida) lebende Profiboxer sich im Hauptkampf der 14 Fights umfassenden Fightcard dem Lokalmatadoren Josè Guadalupe Macías (5 Siege-7 Niederlagen-1 Unentschieden) stellen.
Das Gefecht im Seilgeviert war auf 8 Runden angesetzt. So lange wollte sich der Hamburger keine Zeit lassen. Trotz des boxfanatischen mexikanischen Publikums behielt der frühere erfolgreiche Amateurboxer (5 Nationalmannschaftseinsätze) kühlen Kopf. Gleich im ersten Durchgang hielt sich der Deutsche den stürmisch angreifenden 35jährigen Gegner mit langen Führhänden von Leib. In der zweiten Runde setzte der vielversprechende Supermittelgewichtler den taktischen Masterplan von Coach Jessy Ross Thompson dann weiter souverän um.
Immer wieder gelang es Boakye-Schumann den Mexikaner, der deutlich langsamer auf den Beinen war, an den Seilen zu stellen. Harte Treffer beeindruckten den Mittelamerikaner zusehends. Nach einer Kombination zum Kopf und anschließenden Leberhaken ging dann Macías zu Boden und der Ringrichter zählte den Lokalmatadoren aus.

Mit großen Applaus zollte das mexikanischen Publikum dem KO-Sieger, ob der überzeugenden Leistung, seine Anerkennung. Dem schloss sich Ryan Rickey, Manager von Boakye-Schumann, an: „Im Hauptkampf von Promotor Osvaldo Chavez hat Kevin klar seinen Kontrahenten dominiert. Das ist der Beginn einer großen Boxkarriere. Wir sind stolz einen Hamburger Jungen auf seinen Weg zum WM-Titel zu begleiten.“
Natürlich freute sich Kevin Boakye-Schumann mit seiner anwesenden Familie und Verlobten über seine Performance: „Die Stimmung in der Halle war bombastisch. Das frenetische Publikum und auch mein Gegner haben mich jedoch wenig beeindruckt. Durch meine Explosivität und die Reichweitenvorteile war ich eindeutig im Vorteil.“
Ende September oder Anfang Oktober wird dann das Amerika-Engagement mit einem Fight fortgesetzt. Ob es zu einem Abschiedskampf in Deutschland kommt steht noch nicht fest.














