
Trilogie abgeschlossen – Taylor bleibt unangefochten
Die Irin gewann per Mehrheitsentscheidung und verteidigte damit zum dritten Mal erfolgreich ihre unumstrittene Superleichtgewichtskrone. Während ein Punktrichter das Duell ausgeglichen wertete (95-95), sahen die beiden anderen Kampfrichter Taylor mit 97-93 klar vorn. Es war Taylors vielleicht kompletterer Sieg in der Trilogie, die mit den spektakulären Kämpfen 2022 und 2024 begonnen hatte. Beide Male siegte Katie Taylor mit engen und teils umstrittenen Entscheidungen.
Taylors Plan ging von Beginn an auf: Sie nahm die Ringmitte ein, bewegte sich viel, und zwang Serrano dazu, ihr Tempo zu übernehmen. Schon in den ersten Runden wurde deutlich, dass Taylor auf Konstanz und Präzision setzte. Beide agierten weniger spektakulär als in den Vorgängerduellen.
Serrano, die mit 36 Jahren ihre physische Stärke ausspielen wollte, kam kaum zu den Kombinationen, für die sie bekannt ist. Immer wieder ließ Taylor ihre Gegnerin ins Leere laufen und konterte geschickt. Im sechsten Durchgang schien Serrano erstmals Oberwasser zu gewinnen, als sie Taylor in die Ecke drängte, doch die Irin antwortete sofort mit einem sauberen Schlagfeuerwerk, um sich aus der Bedrängnis zu befreien.
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Auch in den späteren Runden blieb das Muster bestehen: Serrano marschierte nach vorne, doch Taylor blieb flink, variabel und diszipliniert. Während das Publikum jeden Treffer der Puerto Ricanerin frenetisch bejubelte, war es Taylor, die die Kontrolle behielt, auch wenn sie sich nicht auf einen offenen Schlagabtausch einließ. Im letzten Drittel des Kampfes setzte Taylor dann noch Akzente. Sie erhöhte das Tempo im neunten Durchgang und blieb bis zur Schlussglocke die cleverere und variablere Boxerin.
Mit diesem Sieg führt Katie Taylor die Rivalität gegen Amanda Serrano nun mit 3:0 an. Ihr Profirekord verbessert sich auf 25-1 (6 K.o.). Die einzige Niederlage ihrer Karriere – gegen Chantelle Cameron – hatte sie im Rückkampf erfolgreich revidiert.
Amanda Serrano, nun 47-4-1 (31 KOs), zeigte erneut Herz und Willen, fand aber an diesem Abend kein Mittel gegen Taylors Taktik und Ringintelligenz. Ob dies das letzte Kapitel zwischen den beiden ist, bleibt offen – sportlich hat Taylor mit dieser Leistung allerdings ein klares Zeichen gesetzt.














