Karo Murat will in Hollywood seine ganz eigene „Rocky“-Geschichte schreiben

Erol Ceylan und Karo Murat / Foto: EC Boxing
Erol Ceylan und Karo Murat / Foto: EC Boxing

Der Halbschwergewichtler der Hamburger EC-Box-Promotion trifft am Samstag im Civic Auditorium von Glendale (nur zehn Minuten entfern vom legendären Hollywood Boulevard) in einem IBF-WM-Ausscheidungskampf auf Sullivan Barrera.

Karo Murat / Foto: EC Boxing
Karo Murat / Foto: EC Boxing

Murats Geschichte ist mit ihren Höhepunkten und Rückschlägen in jedem Fall filmreif. Für den Berliner Sauerland-Stall wurde der gebürtige Armenier 2008 Europameister im Supermittelgewicht. 2013 boxte er in Atlantic City gegen den legendären Bernard Hopkins um die Weltmeisterschaft, unterlag über 12 Runden aber klar nach Punkten.

Sauerland hatte danach keine Verwendung mehr für ihn, Murat wechselte nach Hamburg zu Promoter Erol Ceylan.
„Karo gehört in seiner Gewichtsklasse ohne Frage zu den Besten der Welt“, sagt Ceylan. „Dass er jetzt wieder in einem WM-Eliminator steht, ist der verdiente Lohn für seine harte Arbeit.“

Dabei war die Anreise in die USA schon so spannend wie ein Krimi. Denn Murats erster Antrag aufs Visum wurde abgelehnt. „Ein Formfehler“, so Ceylan. „Aber natürlich extrem ärgerlich und für uns sehr nervenaufreibend. Wir haben über mehrere Tage rund um die Uhr mit der Botschaft und unseren Partnern in Amerika telefoniert, um das Visum doch noch zu bekommen.“

Hamburger EC-Box-Promotion Team / Foto: EC Boxing
Hamburger EC-Box-Promotion Team / Foto: EC Boxing

In letzter Sekunde kam die Zusage, so dass das Team rechtzeitig anreisen konnte. Gestern absolvierte Murat mit Trainer Bülent Baser noch eine Trainingseinheit im Glendale Fight Club, heute steht das offizielle Wiegen auf dem Programm.
„Ich fühle mich topfit, bin bestens vorbereitet und kann den ersten Gong kaum noch erwarten“, sagt Murat.

Für eine hollywoodreife Story fehlt dann nur noch das große Happy End mit dem Sieg gegen Barrera am Samstagabend.

Quelle (Text/Fotos): EC Boxing

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