
Nach seinem starken KO-Sieg über Anthony Yarde am Wochenende will David Benavidez ins Cruisergewicht aufsteigen.
Frust über Bivol – und Parallelen zu Canelo
Der 28-Jährige fühlt sich ausgebremst, denn sowohl im Supermittel- als auch im Halbschwergewicht bekommt er nicht die erhofften WM-Duelle. Der unbesiegte David Benavidez hat nach seinem eindrucksvollen Sieg über Anthony Yarde in Saudi-Arabien klare Zukunftspläne: Der US-Amerikaner will ins Cruisergewicht wechseln und dort nach großen Titeln greifen. Benavidez stoppte Yarde am Wochenende vorzeitig in Runde sieben und zeigte dabei eine dominante Vorstellung.
Gleichzeitig machte der WBC-Champion deutlich, wie sehr ihn die vergeblichen Versuche frustrieren, ein Duell mit Halbschwergewichts-Champion Dmitry Bivol zu bekommen, ähnlich wie zuvor das gescheiterte Mega-Fight-Szenario gegen Canelo Alvarez bei 168 Pfund.
„Ich wollte für diesen Kampf Bivol haben. Ich war die Nummer eins im WBC-Ranking, deshalb habe ich jetzt auch den WBC-Titel, weil er ihn abgegeben hat und nicht bereit war zu kämpfen. Das war der Fight, den ich unbedingt wollte, um meinen Traum zu verwirklichen und vereinigter Champion zu werden. Aber ich weiß nicht, was dort drüben passiert… Ich will auf niemanden mehr warten“, sagte Benavidez.
Ziel: „Zurdo“ Ramirez und danach Opetaia?
Stattdessen steuert Benavidez nun ein Duell mit Gilberto „Zurdo“ Ramirez um die WBO- und WBA-Titel im Cruisergewicht an. Und ein Datum steht auch schon fest: Der Kampf soll am 2. Mai in Las Vegas stattfinden.
Auf die Frage, ob ihn ein Sieg gegen Ramirez anschließend in Richtung IBF-Champion Jai Opetaia führen könnte, antwortete Benavidez ambitioniert: „Ich bin hier, um mich zu beweisen. Dafür bin ich da… Ich will mich als Kämpfer beweisen. Ich will wie die Großen dieses Sports sein, ich will in einem Atemzug mit Usyk und Terence Crawford genannt werden. Ich bin erst 28 und will Großes erreichen.“
Auch wenn Anthony Yarde erneut tapfer kämpfte, ließ Benavidez keine Zweifel an seiner Überlegenheit. Er kündigte zudem an, künftig häufiger auf den großen Ring- und Riyadh-Season-Events boxen zu wollen.
„Wir hatten einen großartigen Fight und ein starkes Build-up“, so Benavidez. „Ich habe allen gesagt, dass ich in diesem Kampf ein Statement setzen will. Ich wollte die Show stehlen und ich denke, das ist mir gelungen. Anthony Yarde wollte in den Krieg ziehen, aber ich habe ihm gezeigt: Mit mir kann es keiner aufnehmen.“














