
Nach monatelanger Pause steigt Anthony Joshua im Sommer wieder in den Ring. Der frühere Schwergewichts-Weltmeister trifft am 25. Juli in Riad auf den ungeschlagenen Albaner Kristian Prenga. Sollte Joshua diese Aufgabe erfolgreich meistern, wartet Ende 2026 endlich das Mega-Duell mit Tyson Fury.
Anthony Joshua kehrt am 25. Juli in Riad zurück – Tyson Fury-Duell für Ende 2026 fixiert
Anthony Joshua (29-4, 26 KOs) wird seine Ringrückkehr in Saudi-Arabien feiern. Der 36-jährige Brite hat einen Mehrkampfvertrag unterschrieben, der mit dem Kampf gegen Kristian Prenga (20-1, 20 KOs) beginnt. Austragungsort ist Riad, wo Joshua bereits mehrfach erfolgreich boxte.
Joshua stand zuletzt im Dezember im Ring, als er Jake Paul in Miami in einem auf acht Runden angesetzten lukrativen Schwergewichtskampf in Runde sechs stoppte. Nur wenige Tage später geriet der Olympiasieger von London 2012 in einen schweren Autounfall in Lagos, bei dem seine engen Freunde Sina Ghami und Latif Ayodele ums Leben kamen.
Joshua selbst erlitt lediglich leichte Verletzungen, dennoch war lange unklar, ob er seine Karriere fortsetzen würde. Erst einen Monat später bestätigte er in einer emotionalen Videobotschaft seine Rückkehrpläne.
„Es ist kein Geheimnis, dass ich mir Zeit genommen habe, um mich neu zu sortieren und wieder bereit für den nächsten Schritt zu werden“, erklärte Joshua in einer offiziellen Mitteilung. „Ich freue mich, einen Mehrkampfvertrag abgeschlossen zu haben, der am 25. Juli im Königreich Saudi-Arabien beginnt. Ich freue mich darauf, wieder zu kämpfen und dort weiterzumachen, wo ich aufgehört habe.“
Tyson Fury-Kampf offenbar bereits unterschrieben
Schon kurz nach Joshuas Rückkehrankündigung richtete sich der Blick auf den lange erwarteten Kampf gegen Tyson Fury, der selbst nach seiner inzwischen fünften Rücktrittserklärung erneut ins aktive Geschehen zurückkehrte.
Fury hatte im April bei seinem Comeback Arslanbek Makhmudov im Tottenham Hotspur Stadium nach Punkten besiegt. Joshua verfolgte den Kampf direkt am Ring und lieferte sich danach einen kurzen verbalen Schlagabtausch mit seinem britischen Rivalen. Auf einen Face-off im Ring verzichtete Joshua jedoch bewusst und erklärte, dies werde erst passieren, wenn der Vertrag unterschrieben sei.
Offenbar ist genau das inzwischen geschehen. Turki Alalshikh, Chef der General Entertainment Authority und Eigentümer von The Ring, schrieb auf X: „An meine Freunde in Großbritannien – es passiert. Es ist unterschrieben.“
To my friends in Great Britain – it’s happening 🦁. It’s signed ✍️🥊
— TURKI ALALSHIKH (@Turki_alalshikh) April 27, 2026
Das mit Spannung erwartete britische Schwergewichtsduell soll laut aktuellen Planungen Ende 2026 stattfinden und live auf Netflix übertragen werden.
Kristian Prenga will die Pläne durchkreuzen

Einen angesetzten Zwölf-Runden-Kampf hat Prenga bislang allerdings noch nicht bestritten, weshalb Joshua als klarer Favorit in den Kampf geht. Prenga selbst sieht sich dennoch als gefährlichen Außenseiter: „Anthony Joshua ist ein großartiger Kämpfer, aber er hat einen großen Fehler gemacht, mich als Gegner auszuwählen. Das ist die Art von Kampf, die mein Leben und seines verändern kann.“
Weiter sagte er: „Ich weiß, dass sie nach diesem Kampf große Pläne haben. Ich weiß, dass sie mich unterschätzen. Das freut mich. Ich werde ihre Pläne zerstören und die Welt im Juli in Saudi-Arabien schockieren.“
Der Kampf gegen Prenga wird Joshuas vierter Auftritt in Saudi-Arabien. Während er 2021 in Dschidda seine Punktniederlage gegen Oleksandr Usyk hinnehmen musste, lief es zuletzt deutlich besser. In Riad stoppte Joshua sowohl Otto Wallin als auch Francis Ngannou innerhalb von nur vier Monaten eindrucksvoll und meldete sich damit zurück im Titelrennen des Schwergewichts.
Nun soll gegen Prenga der nächste Schritt folgen und danach endlich das Duell, auf das Boxfans nicht nur in Großbritannien seit Jahren warten: Anthony Joshua gegen Tyson Fury.














