Der Lokalmatador zeigte sich locker und überzeugt: Beim offiziellen Wiegen vor dem IBF-WM-Kampf gegen Bakhram Murtazaliev stimmte alles. Am heutigen Samstag will Kelly in Newcastle Geschichte schreiben.
Gelöste Stimmung bei Kelly vor dem großen Abend in Newcastle
Mit tänzelnden Bewegungen und einem breiten Lächeln präsentierte sich Josh Kelly beim offiziellen Wiegen vor heimischem Publikum in Newcastle. Der 2016er Olympiateilnehmer traf dabei ein letztes Mal auf einen stoisch wirkenden Bakhram Murtazaliev, der seinen ungeschlagenen Rekord am Samstagabend verteidigen will. Der IBF-Weltmeisterschaftskampf im Superweltergewicht wird live auf DAZN übertragen.
Beide Boxer brachten das Gewicht problemlos auf die Waage: Kelly wog 69,7 kg, Murtazaliev 69,0 kg. Für Kelly ist damit der formale Teil erledigt – mental scheint der Brite bereits voll fokussiert auf den Ring.
„Wenn ich von meinen Freunden und meiner Familie umgeben bin, fühle ich mich total entspannt“, sagte Kelly im Interview mit DAZN-Moderator Jamie Ward und Ex-Weltmeister Darren Barker. „Alles ist jetzt geregelt. Mit der richtigen Einstellung erledigt sich im Ring vieles von selbst.“
Kelly glaubt an sich – und an seine Schlagkraft

„Viele unterschätzen meine Schlagkraft, und genau das ist der Punkt“, erklärte Kelly. „Ich vergleiche mich überhaupt nicht mit Floyd Mayweather, aber auch bei ihm haben viele die Power übersehen. Ich habe diese knackige, harte Schlagkraft, bei der Gegner merken, dass sie nicht noch einmal getroffen werden wollen. Damit muss er klarkommen.“
Auch das Gewicht spielt für Kelly eine zentrale Rolle. Im Superwelter fühlt sich der Brite sichtlich wohl. „Ich habe vor etwa zehn Jahren schon in dieser Gewichtsklasse geboxt, bin dann ins Weltergewicht gegangen und später wieder hoch. Jetzt fühle ich mich hier zuhause.“
„Ich werde diesen Gürtel gewinnen“
Für Kelly ist der WM-Kampf mehr als nur ein Titelduell – es ist die Erfüllung eines Lebenstraums. „Ich bin einfach ein Junge aus einem Council Estate, der seinen Traum lebt“, sagte er. „Jetzt muss ich nur noch alles umsetzen, woran ich gearbeitet habe.“
An seinem Ausgang lässt Kelly keinen Zweifel: „Es gibt keinen Zweifel in meinem Kopf, dass ich morgen mit diesem Gürtel rausgehen werde. Hundert Prozent.“
Ob Selbstvertrauen und Heimvorteil ausreichen, um den ungeschlagenen Murtazaliev zu entthronen, entscheidet sich am Samstagabend in Newcastle. Die Bühne ist bereitet.














