Jessie Vargas stoppt Humberto Soto in brutaler Schlacht

Foto: Matchroom Boxing

Nachdem es zwischenzeitlich so aussah, als wäre Jessie Vargas auf der Verliererstraße angekommen, drehte er den Kampf und beendete ihn vorzeitig.

Böser Cut wurde Vargas beinahe zum Verhängnis

Da kann er nochmal durchatmen! Nach zwei unglücklichen Unentschieden wäre Jessie Vargas (29-2-2, 11 KOs) um ein Haar wieder ohne Sieg nach Hause gefahren. Letztlich behielt er aber kühlen Kopf und konnte sich mit einem wichtigen Sieg zurückmelden. Gegner Humberto Foto (69-10-2, 37 KOs) zeigte all seine Erfahrung, um Vargas das Leben schwer zu machen und gleichzeitig auf höchst effektive Art und Weise einen Zugang zum Kampf zu finden. 

Schon wenige Sekunden nach dem Gong zu ersten Runde passierte das, was sich kurz darauf wiederholen sollte: beide Boxer krachten mit den Köpfen zusammen. In der Zweiten war dieser Zusammenprall so hart, dass sich bei Vargas ein böser Cut über dem linken Auge bildete. Dieser erschien äußerst sauer darüber und geriet kurz aus der Fassung, ließ Soto in den Kampf kommen. Der Mexikaner brachte seine Kombinationen nuanciert und hatte dabei auch einige härtere Hände im Ziel.

Vargas fand jedoch seine boxerische Linie wieder, konnte die Vorstöße seines Gegenübers timen und abkontern. In der sechste Runde erwischte er Soto mit einer punktgenauen rechten Geraden und schickte diesen auf die Bretter. Der Mexikaner war immer noch sehr wackelig auf den Beinen nachdem er sich aufrappelte und konnte sich den Attacken von Vargas nicht mehr entziehen. Mehrere weitere Volltreffer führten dazu, dass der Ringrichter dazwischen ging und abbrach. Ein ganz wichtiger Sieg für Vargas, der nun im Super-Weltergewicht oben angreifen will. 

Giyasov siegt nach 10 harten Runden

Der Silbenmedaillengewinner von Rio 2016, Shakhram Giyasov (8-0-0, 6 KOs), sah sich im Rahmenprogramm der Veranstaltung seinem ersten ernstzunehmenden Test gegenüber. Der erfahrene US-Amerikaner Emanuel Taylor (20-6-0, 14 KOs) konnte so einige Lücken in der Defensive des Usbeken offenbaren und diesen in Runde 1 und 4 jeweils ordentlich durchrütteln. In der zweiten Hälfte boxte Giyasov jedoch etwas kompakter und konnte Taylor mit einer hohen Schlagfrequenz auspunkten. Alle Punktrichter sahen das Super-Leichtgewicht am Ende vorne (99-91, 99-91, 97-93).

Sims und Pacheco weiter ungeschlagen

Auch Anthony Sims Jr. (19-0-0, 17 KOs) hatte keinen leichten Abend. Gegen einen gut austrainierten Vaughn Alexander (14-3-0, 9 KOs) musste er jedes Bisschen der Beweglichkeit seiner Beine benutzen, um dem Druck seines Gegners aus dem Weg zu gehen. Dazu machte er nur gerade so viel wie nötig war, damit er sich die Runden sichern konnte. Dies reichte zu einem einstimmigen Punktsieg (98-92, 98-92, 96-94), begeistern konnte er das Publikum damit aber nicht. 

Wesentlicher leichter hatte es der 18-jährige Mittelgewichtler Diego Pacheco (3-0-0, 2 KOs). Der mit 1,93 m für sein Gewicht extrem große Jungspund schlug seinen überforderten Gegner bereits in der ersten Runde mit einer schweren Rechten KO.