James DeGale legt WM-Gürtel nieder – Kampf gegen Jose Uzcategui geplatzt!

Gerade hatte DeGale seinen IBF-Titel im Rematch gegen den US-Amerikaner Caleb Truax zurückgewonnen, nun erklärte er jenen Gürtel für vakant.

DeGale will andere Wege gehen

Für den morgigen Donnerstag war eine Purse Bid für den Kampf des bisherigen IBF Weltmeisters, James DeGale, und des Interims-Weltmeisters des selben Verbands, Jose Uzcategui, angesetzt. Diese wird nun nicht stattfinden, da DeGale und sein Team scheinbar keinerlei Interesse an dem Kampf verspüren und dementsprechend den WM-Gürtel niedergelegt haben.

Eigentlich ein logischer Schritt, wenn man DeGales sportliche Entwicklung in jüngerer Vergangenheit beobachtet – der britische Olympiasieger von Peking befindet sich eindeutig auf dem absteigenden Ast, während Uzcategui auf der Höhe seines Schaffens ist. Zu hoch wäre das Risiko, dass DeGale, ähnlich wie sein amerikanischer Kollege Andre Dirrell, vom schlagstarken und unorthodoxen Venezolaner in Rente geschickt wird, ohne dabei eine stattliche Abschiedsbörse zu kassieren.

Zwischen den Zeilen kann man bei DeGale jedenfalls herauslesen, dass das Verhältnis von Aufwand/Ertrag bei diesem Duell nicht gestimmt hätte: „Dies ist die finale Phase meiner Karriere und ich habe ein paar gute Jahre übrig, in denen ich große Kämpfe machen und ein großes Erbe in der Geschichte der Gewichtsklasse hinterlassen kann“, so der Brite in einem öffentlichen Statement, welches auf seinen Social Media-Kanälen veröffentlicht wurde. Mit „großen Kämpfen“ meint DeGale mit Sicherheit vor allem ertragreiche Kämpfe, die durch ein entsprechendes öffentliches Interesse hohe Einnahmen erzielen.

Eine Variante wäre da beispielsweise ein Duell mit dem Sieger der World Boxing Super Series – also in dem Fall George Groves oder Callum Smith. Gegen einen der Genannten – insbesondere gegen den alten Erzrivalen Groves, gegen den DeGale schon 2011 boxte – könnte man auf der Insel ohne weiteres einen PPV-Kampf veranstalten. Auch ein Aufeinandertreffen mit Chris Eubank Jr. wäre durchaus lukrativ, da Eubank alleine durch sein exzentrisches Auftreten eine Menge Aufmerksamkeit generiert und damit auch die Otto-Normal-Zuschauer, die ansonsten selten den Boxsport verfolgen, anzieht.