
Jake Paul und Anthony Joshua lieferten sich beim ersten Face-to-Face im Kaseya Center einen intensiven Schlagabtausch der Worte. Das Profi-Duell über acht Runden wird weltweit live auf Netflix übertragen.
Paul wagt den Sprung ins Schwergewicht – Joshua spricht von „kolossalem Event“
Jake „El Gallo de Dorado“ Paul (12-1, 7 KOs), die -man mag es kaum glauben- aktuelle #14 der WBA im Cruisergewicht und Ex-Schwergewichts-Champion Anthony „AJ“ Joshua (28-4, 25 KOs) haben sich in Miami erstmals vor ihrem bevorstehenden Mega-Fight gegenübergestanden. Das Duell steigt am Freitag, 19. Dezember, im Kaseya Center in Miami und wird weltweit exklusiv auf Netflix gestreamt, ohne Zusatzkosten für alle Abonnenten. Gekämpft wird über acht Runden à drei Minuten mit 10-Unzen-Handschuhen. Das Limit ist auf maximal 245 Pfund festgelegt, also 111 kg.

Pauls Promotion Most Valuable Promotions (MVP) kündigte zudem ein stark besetztes Rahmenprogramm an. MMA-Legende Anderson „The Spider“ Silva kehrt ins Kampfsportgeschehen zurück und trifft auf Ex-UFC-Champion Tyron Woodley. Beide boxten im übrigen schon gegen Paul und unterlagen. Im Co-Main Event verteidigt die unangefochtene Superfedergewichts-Weltmeisterin Alycia „The Bomb“ Baumgardner (16-1, 7 KOs) ihre WBA-, WBO- und IBF-Titel gegen die Kanadierin Leila Beaudoin (13-1, 2 KOs). Der WM-Kampf wird, wie bei den Männern, über zwölf Dreiminutenrunden ausgetragen.
Tickets sind bereits über Ticketmaster erhältlich.
„Ich mag Herausforderungen“ – Jake Paul über den Kampf seines Lebens
Jake Paul zeigte sich selbstbewusst und machte klar, warum er den zweifachen Unified-Champion herausfordert: „Ich mag Herausforderungen. Ich nehme es mit den Größten auf – jederzeit, überall. Niemand dachte, dass dieser Kampf möglich sein würde und niemand glaubt, dass ich gewinnen kann. Also reiht euch ein und seid bereit, schockiert zu werden.“

Der 27-Jährige sieht sich keineswegs chancenlos: „Ich bin noch nie zu Boden gegangen, nicht einmal im Sparring. Ich habe die Power, Leute schlafen zu schicken. Ich weiß, dass es verrückt ist, aber ich bin wirklich begeistert. Mein Team glaubt an mich – das ist alles, was zählt.“
Paul glaubt außerdem, dass seine Beweglichkeit Joshua Probleme bereiten könnte: „Einen kleineren, schnelleren Mann zu boxen, ist für einen Schwergewichtler oft schwieriger. Ich muss nur acht Runden lang diesem einen Schlag ausweichen. Wenn ich herumhüpfe, jabe, weave und Winkel nutze, kann ich ihn auspunkten. Respektiert mich nicht dafür, dass ich reingehe – respektiert mich, weil ich gewinnen werde.“
Seine offizielle Kampfprognose fiel deutlich aus: „Vierter oder fünfter Runden-KO. Da ist es.“
Joshua jetzt im Team um Oleksandr Usyk
Anthony Joshua bewertete das Event als weltweites Spektakel: „Es ist kolossal. Wir bringen Marktfähigkeit und boxerische Fähigkeiten zusammen. Europa, Afrika, Asien, Nigeria – die ganze Welt wird zuschauen. Zwei Typen, die eine gute Show liefern wollen.“

Kritik, der Kampf könne seinem sportlichen Erbe schaden, wischt der 34-Jährige beiseite: „Ich fokussiere mich auf Menschen, die an mich glauben. Alles andere kommt in meinem Kopf nicht vor.“
Über seinen Gegner fand Joshua respektvolle Worte: „Er hat Talent, Fokus und ein gutes Team. Er ist hier, um seinen Job zu machen. Ich kämpfe gegen den besten Jake Paul, den es am 19. Dezember geben wird.“
Vorbereitungstechnisch schlägt Joshua neue Wege ein. Er trainiert nicht mit Ben Davison, sondern im Team von Oleksandr Usyk in Spanien: „Es ist eine großartige Erfahrung. Sehr herausfordernd, aber genau das brauche ich.“
Zur Ernsthaftigkeit des Duells sagt Joshua: „Man darf niemanden unterschätzen. Er ist jetzt seit vier, fünf Jahren Profi. Jeder, der hart arbeitet, verdient es, vorne mitzuspielen.“
Seine Kampfansage: „Ich werde ihm eine Schule des Boxens zeigen, die er so noch nicht erlebt hat.“















