Jai Opetaia hat seinen nächsten Gegner gefunden: Der ungeschlagene Australier wird am 12. September in der T-Mobile Arena in Las Vegas auf WBC-Cruisergewichts-Weltmeister Noel Mikaelian treffen. Das Duell ist als Co-Main Event der Veranstaltung mit Ryan Garcia und Conor Benn angesetzt und verspricht auch abseits des Rings für Gesprächsstoff zu sorgen.
Opetaia vs. Mikaelian: WBC-Titelstatus bleibt vor dem Kampf ungeklärt
Zuffa Boxing bestätigte die Ansetzung des auf zwölf Runden angesetzten Cruisergewichtsduells am Dienstag offiziell. Offen ist allerdings, ob Mikaelian seinen WBC-Weltmeistertitel tatsächlich gegen Opetaia verteidigen wird.
Der Grund: Der WBC hatte den Deutsch-Armenier angewiesen, gegen WBA- und WBO-Weltmeister David Benavidez anzutreten. Da Mikaelian nun stattdessen gegen Opetaia boxt, könnte ihm der Verband den Titel entziehen. Sicher auf dem Spiel steht hingegen Opetaias Ring Magazine-Gürtel, den der 31-Jährige gegen den aktuell auf Platz fünf geführten Cruisergewichtler der Ring-Rangliste verteidigen wird.
Opetaia stichelt gegen Benavidez
Für Opetaia (30-0, 23 KOs) ist der Kampf zugleich eine weitere Gelegenheit, seine Vormachtstellung im Cruisergewicht zu unterstreichen. In der offiziellen Pressemitteilung von Zuffa Boxing fand der Australier deutliche Worte.
„Das ist eine riesige Veranstaltung und ich freue mich darauf, der Welt erneut zu zeigen, warum ich der beste Cruisergewichtler des Planeten bin. Respekt an Noel, dass er den Kampf angenommen hat, während andere – ja, David Benavidez, ich spreche von dir – weiter davonlaufen und sich verstecken.“
Der Kampf kam vergleichsweise kurzfristig zustande. Eigentlich befanden sich die Teams von Mikaelian und Benavidez bereits in Gesprächen über einen Vereinigungskampf. Dass daraus zunächst nichts wird, eröffnet nun Opetaia die Chance auf ein prestigeträchtiges Duell.
Mikaelian (28-3, 12 KOs) gewann den WBC-Titel im vergangenen Dezember durch einen einstimmigen Punktsieg im Rückkampf gegen Badou Jack zurück, nachdem er den ersten Vergleich im Mai des Vorjahres knapp und umstritten nach Mehrheitsentscheidung verloren hatte. Seitdem stand der 35-Jährige nicht mehr im Ring.
„Das ist der Kampf, den ich wollte, seit ich zum zweiten Mal Weltmeister geworden bin. Ich habe seit Dezember 2025 wegen Umständen, die außerhalb meiner Kontrolle lagen, nicht mehr gekämpft. Ich war nicht bereit, weiter untätig zu bleiben. Weltmeister sollen ihre Titel verteidigen, und genau das werde ich tun.“
Opetaia kämpft weiter gegen die IBF
Seinen bislang letzten Kampf absolvierte Opetaia Anfang März ebenfalls in Las Vegas. Dort verteidigte er seinen Ring Magazine-Titel mit einem klaren Punktsieg gegen Brandon Glanton.
Wenig später entzog ihm die IBF allerdings zum zweiten Mal den Weltmeistertitel. Der Verband begründete die Entscheidung damit, dass der Kampf um den Zuffa-Gürtel ausgetragen wurde, den die IBF nicht anerkennt.
Opetaia ließ dies nicht auf sich sitzen und reichte Mitte Juli Klage gegen den Weltverband vor einem US-Bundesgericht in Nevada ein. Der Australier fordert seine Wiedereinsetzung als IBF-Weltmeister und ist überzeugt, dass ihm der Titel als Reaktion auf seinen Wechsel zu Zuffa Boxing aberkannt wurde. Zudem vertritt sein Team die Auffassung, dass die IBF den Kampf gegen Glanton nie sanktionieren wollte, obwohl eine Sanktionsgebühr in Höhe von 73.000 US-Dollar überwiesen worden war, die der Verband umgehend zurückerstattete.
Hochkarätige Zuffa-Veranstaltung in Las Vegas
Die Begegnung zwischen Opetaia und Mikaelian bildet den Co-Hauptkampf der ersten großen Zuffa-Boxveranstaltung mit Ryan Garcia und Conor Benn im Main Event. In den USA wird die Veranstaltung über Paramount+ übertragen, während Fans in Großbritannien und Irland die Kämpfe über DAZN verfolgen können. In Deutschland dürfte das Event, wie die letzten Zuffa-Nächte auch, auf BILDplus zu sehen sein.















