
Der Deutsch-Türke Cinkara erhält im November die Weltmeisterschaftschance gegen die Nummer 1 im Cruisergewicht.
Erfreuliche Nachrichten für den Deutsch-Türken Hüseyin Cinkara (23-0): Das 40-jährige Cruisergewicht erhält bereits im November die Chance auf die IBF-Weltmeisterschaft gegen Boxstar Jai Opetaia (28-0). Cinkara gewann im April 2024 einen IBF-Final-Eliminator gegen Armend Xhoxhaj (21-4) auf beeindruckende Weise innerhalb von zwei Runden. Als Pflichtherausforderer hätte er den IBF-Weltmeister Opetaia eigentlich schon im Januar in Australien herausfordern sollen, musste den Kampf jedoch verletzungsbedingt absagen.
Im Nachgang wurde eifrig verhandelt, und Cinkara hoffte durchgehend, dass er den Kampf nach seiner Genesung zeitnah nachholen könnte. Aufgrund der komplexen Situation wurde auch der erfahrene Promoter Ahmet Öner hinzugezogen, der Cinkara unterstützt, damit dieser sich ausschließlich auf das Sportliche konzentrieren kann. Kurz nach der Verpflichtung von Öner konnte tatsächlich ein Deal finalisiert werden.
Der große Kampf findet am 2. November in Gold Coast statt

Hueseyin Cinkara (GER) – Juan Diaz (VEN)
© Torsten Helmke
Die Motivation seitens Opetaia, eine Pflichtverteidigung zu bestreiten, war nur gering. Umso ratsamer erschien es, erfahrene Verhandlungsführer mit internationalem Renommee einzuschalten. Nun steht es fest: Am 2. November treffen Opetaia und Cinkara in Gold Coast um die IBF-Weltmeisterschaft aufeinander.
Für Cinkara ist es zweifellos der Kampf seines Lebens – eine einmalige Chance, die sich mit 40 Jahren vermutlich nicht mehr oft ergeben wird. Entsprechend motiviert wirkt er, im Ring alles zu geben und einen historischen Auswärtserfolg davonzutragen.
„Ich stehe momentan auf dem Höhepunkt meiner Karriere und möchte als Türke Weltmeister werden und Geschichte schreiben.“, sagte Cinkara auf Nachfrage von Boxen1.
Auch seinem Vaterland Deutschland möchte er den Sieg widmen: „Und ich werde bis zum Ende kämpfen, um diesen Gürtel sowohl in mein Vaterland Deutschland als auch in meine Heimat Türkei zu bringen.“
Opetaia gilt als Nummer 1 der Gewichtsklasse – Cinkara als Underdog

Einfach wird das Unterfangen für Cinkara nicht: In Australien geht er als klarer Außenseiter in den Ring. Opetaia gilt im derzeit eher schwächer besetzten Cruisergewicht als die unangefochtene Nummer 1 und hält zudem den prestigeträchtigen The Ring-Titel.
Der Australier verfügt über starke boxerische Fähigkeiten, enorme Explosivität, Härte und Schlagkraft – Attribute, die ihn zu einem äußerst attraktiven Gesamtpaket machen. Zur Wahrheit gehört allerdings auch, dass er in der Defensive durchaus verwundbar ist und bislang nur selten absolute Topgegner vor die Fäuste bekam.
Doch wer große Erfolge feiern will, muss auch große Leistungen vollbringen. Cinkara nimmt die Rolle des Underdogs gerne an und schenkt den Meinungen anderer wenig Beachtung. Akribisch arbeitet er darauf hin, am 2. November Geschichte zu schreiben.
„Nach meiner Verletzung dachten alle, dass es für mich vorbei sei und ich nie wieder eine Chance auf die WM bekommen würde. Aber ehrlich gesagt: Wenn ich jemand wäre, der darauf achtet, was andere über mich sagen oder denken, hätte ich schon vor elf Jahren mit dem Boxen aufhören müssen. Doch wie immer vertraute ich auf Allah und arbeitete ununterbrochen weiter“, so der stoische Herausforderer.















Boah zu Alibi politisch dieser Beitrag!
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