Jack Rafferty hat bei der Undercard des Schwergewichts-WM-Kampfs zwischen Fabio Wardley und Daniel Dubois ein starkes Ausrufezeichen gesetzt.
Rafferty überzeugt beim Gewichtsklassenwechsel
Bei seinem Debüt im Weltergewicht dominierte der frühere britische und Commonwealth-Champion im Superleichtgewicht den erfahrenen Ekow Essuman klar, dessen Ecke den Kampf nach sechs einseitigen Runden beendete.
Jack Rafferty, in Großbritannien als „The Demolition Man“ bekannt, ist eigentlich für seine offensive und zuschauerfreundliche Kampfweise bekannt. Gegen Ekow Essuman zeigte der ungeschlagene Brite diesmal jedoch nicht nur Härte, sondern auch taktische Reife.
Der Wechsel vom Superleichtgewicht ins Weltergewicht schien Rafferty sichtbar gutzutun. Ohne die Strapazen des extremen Gewichtmachens agierte der 27-Jährige deutlich spritziger, beweglicher und körperlich frischer. Bereits in der ersten Runde setzte Rafferty (27-0-1, 18 KOs) klare Akzente. Mit schnellen Vor- und Rückwärtsbewegungen kontrollierte er die Distanz und hurtete Essuman früh mit einer rechten Geraden sowie einem linken Haken.
Ekow Essuman (22-3-0, 8 KOs), selbst langjähriger britischer Champion und bekannt für seine physische Kampfführung, versuchte in Runde zwei mit zwei Overhand-Rechten eine Antwort zu geben. Doch Rafferty übernahm schnell wieder die Kontrolle.
Vor allem sein harter, konstantes Jab erwies sich als Schlüssel. Dazu kamen präzise rechte Hände, die Essuman immer wieder stoppten, bevor dieser in seine bevorzugte Distanz kommen konnte. Mit zunehmender Kampfdauer wurde das Duell immer einseitiger. Essuman zog sich einen Cut über dem linken Auge zu und fand gegen Raffertys exzellentes Distanzgefühl kaum Lösungen.
Spätestens in Runde fünf wurde deutlich, dass der Nottingham-Mann kaum noch Zugriff bekam. Rafferty landete mehrere harte Treffer, während insbesondere sein linker Haken immer mehr Wirkung zeigte. Nach sechs harten und klar verlorenen Runden blieb Essuman in seiner Ecke sitzen. Sein Trainerteam entschied sich folgerichtig für den Abbruch.














