
Der britische Ex-Weltmeister Tyson Fury kämpft am Freitag in Pattaya gegen Mariusz Wach. Im Co-Main-Event steht der Deutsche Daniel Bär.
Die volle Aufmerksamkeit richtet sich überwiegend auf das große Event am Samstag in Saudi-Arabien, wo neben Simon Zachenhuber auch der ehemalige Schwergewichtsweltmeister Anthony Joshua zu sehen sein wird – doch bereits am Freitag gibt es Schwergewichtsaction.
Das Max Muay Thai Stadium in Pattaya, Thailand, wird Schauplatz einer größeren Boxveranstaltung sein, anstelle von Muay Thai. Im Mittelpunkt steht das britische Schwergewicht Tyson Fury (35-2-1, 120,2 kg), der vor dem großen „Battle of Britain“ gegen Joshua nochmals Ringpraxis sammeln möchte. Dies soll gegen den erfahrenen polnischen Veteranen Mariusz Wach (39-13, 132,1 kg) geschehen, der bereits 2012 um die Weltmeisterschaft gegen Wladimir Klitschko boxte.
Seitdem blieb Wach irgendwie stets ein Thema im Schwergewicht, wenngleich er in den vergangenen Jahren merklich an Leistungsvermögen eingebüßt hat und mit inzwischen 46 Jahren den Status eines Edel-Journeymans genießt. Entsprechend chancenlos erscheint er vor dem Kampf gegen Fury, der trotz einiger Fragezeichen hier natürlich als klarer Favorit gilt.
Spannendes Co-Main-Event zwischen Daniel Bär und Simon Ibekwe

Deutlich interessanter erscheint jedoch die Undercard, auf der unter anderem im Co-Main-Event auch der Deutsche Daniel Bär (15-1-1, 126 kg) zu sehen sein wird. Bär, der vor seiner Heirat noch als Daniel Dietz aktiv war, wird von Rainer Gottwald (Dream Boxing) betreut und steht bei Spencer Brown/Goldstar unter Vertrag. Mit einem Sieg über den hoch eingeschätzten Simon Ibekwe (6-0, 117 kg) möchte er sich für die ganz großen Schwergewichtskämpfe empfehlen. Kein leichtes Unterfangen, wie auch Gottwald gegenüber Boxen1 betonte.
„Der schwerste Kampf wird definitiv Daniel gegen Simon werden“, betonte Gottwald, der sich insbesondere von den physischen Voraussetzungen Ibekwes beeindruckt zeigte. „Der kann über sechs Runden Vollgas geben und ist eine riesige Maschine!“
Beim Wiegen entpuppte sich der vermeintlich 1,90 Meter große Ibekwe als gut zwei Meter großer Mann. Da der Kampf lediglich über sechs Runden angesetzt ist, besitzt Ibekwe in dieser Hinsicht durchaus Vorteile gegenüber Bär, der in seiner Karriere bereits Titelkämpfe über zwölf Runden bestritten hat. Die Vorzeichen sind entsprechend nicht ideal, doch Gottwald schwört seinen Schützling auf den Sieg ein und hofft, dass sich daraus weitere große Kämpfe ergeben.
„Wenn Daniel den umhaut, dann ist er ganz weit vorne!“
Das Event wird nicht regulär übertragen
Das gesamte Event soll morgen in Thailand keine reguläre Live-Übertragung erhalten. Stattdessen werden ausgewählte Sequenzen exklusiv für die Netflix-Dokumentation über die Familie Fury verwendet, die zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht werden soll.
















Kirmesboxen. Früher war es mal ein Sport und attraktiv. Heute nur noch eine Farce.