Imane Khelif steigt für Profikampf gegen diese Deutsche in den Ring!

Imane Khelif sorgt weiter für Schlagzeilen – sportlich wie politisch. Am 23. April steigt die Algerierin in Paris zu ihrem zweiten Profikampf in den Ring.

Imane Khelif vor Profi-Kampf in Paris gegen Julia Igel

Für Khelif wird es ernst im Profigeschäft. Nachdem die 26-Jährige bei den Olympischen Spielen 2024 für Furore gesorgt hat und sich dort die Goldmedaille sichern konnte, folgt nun der nächste Schritt: der zweite Profikampf ihrer Karriere.

Am 23. April tritt Khelif in Paris gegen Julia Igel (5-2-0) an. Die aus Filderstadt stammende Deutsche, die inzwischen in der Schweiz lebt, bringt mehr Erfahrung im Profibereich mit, sollte für Khelif aber kein Gradmesser werden.

Spätestens seit den Olympischen Spielen steht Khelif im Zentrum einer internationalen Diskussion rund um Geschlechterzuordnung im Sport. Hintergrund sind medizinische und regulatorische Fragen, die im Vorfeld und während des Turniers öffentlich diskutiert wurden.

Der International Boxing Association (IBA) hatte Khelif zuvor von Weltmeisterschaften ausgeschlossen und dies mit nicht näher spezifizierten Testergebnissen begründet. Das International Olympic Committee hingegen ließ sie in Paris starten und stellte sich klar hinter die Athletin. Die Folge: eine hitzige, teils politisch aufgeladene Debatte über Fairness, Inklusion und Regularien im Boxsport, begleitet von Protesten bei den Olympischen Spielen und allerlei Diskussionen – nicht nur im Netz.

Khelif selbst äußerte sich mehrfach kämpferisch zu den Vorwürfen und betonte, dass sie regelkonform antrete und sich auf den Sport konzentriere. Ihr Olympiasieg verlieh dieser Position zusätzlich Gewicht.

Julia Igel als nächste „Profi-Aufgabe“

Mit Julia Igel wartet nun eine Gegnerin, die im Schatten der großen Diskussion fast untergeht. Die 25-Jährige verfügt über Erfahrung, reist nach Paris allerdings als Außenseiterin. Für Khelif wird entscheidend sein, ob sie ihre technischen Vorteile und ihre Athletik auch im Profiring konsequent umsetzen kann.

Der Kampf in Paris ist mehr als nur ein weiterer Aufbau-Fight. Für Khelif geht es darum, ihren sportlichen Fokus zu untermauern und sich dauerhaft im Profiboxen zu etablieren – jenseits aller Diskussionen. Für Igel bietet sich hingegen die Chance, sich international in Szene zu setzen und möglicherweise für eine Überraschung zu sorgen. Im Rampenlicht stehen die beiden dabei mit Gewissheit.

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4 Kommentare

  1. Der die das, ist keine Frau.
    Es ist eine Schande das der überhaupt gegen Frauen boxen darf. Bei den Männern zu scheiße und dann auf Frauen losgehen. Widerlich. 😡😡😡😡😡

  2. Im Profi-Boxen ist es möglich, Kämpfe ohne Kontrolle von Verbänden abzuhalten, auch Schaukämpfe oder sogenannte Influenzer-Kämpfe. Es gibt dann meist keine Doping-Tests oder wie in diesem Falle kann man sich auch einem (nun) obligatorischen Geschlechter-Test entziehen. Sportlich sind solche Veranstaltungen wertlos und irrelevant. In meinen Augen ist dieser Fall besonders fragwürdig. Aus meiner Sicht sind Boxkämpfe von Männern gegen Frauen eine Freak-Show und schaden dem Boxsport, es ist nicht seriös und die Chancengleichheit ist nicht gegeben. Dass aus ideologischen Gründen z.T. schöngeredet wird, ändert nichts an den Tatsachen. Aus meiner Sicht sind unabhängige obligatorische Geschlechter-Tests sinnvoll, es wird Betrügereien den Riegel geschoben. Wenn ein Mann behauptet eine Frau zu sein und gegen Frauen boxt, ist dies in meinen Augen Betrug und widerlich.

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