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Der IBF-Pflichtherausforderer Hüseyin Cinkara wartet auf die große WM-Gelegenheit gegen Opetaia. Ahmet Öner soll sie ihm liefern.
Das Profiboxen hat viele Facetten – und zahlreiche davon spielen sich abseits des eigentlichen Rings ab. Wer Weltmeister werden möchte, benötigt nicht nur sportliche Qualität, sondern auch Fürsprecher, die sich um die Weichenstellung im Hintergrund kümmern.
Das erlebt aktuell auch das deutsch-türkische Cruisergewicht Hüseyin Cinkara (23-0), der sich seit April 2024 auf Rang 1 des IBF-Rankings wiederfindet. Mit einem krachenden vorzeitigen Sieg über Armend Xhoxhaj (21-4) qualifizierte sich Cinkara für einen direkten WM-Kampf. Soweit, so gut – doch auch gewonnene Final-Eliminator-Kämpfe sind keine Garantie für zeitnahe Titelchancen. Diese leidvolle Erfahrung macht derzeit auch das deutsche Halbschwergewicht Michael Eifert (13-1), der inzwischen schon seit zweieinhalb Jahren auf seine Gelegenheit wartet.
Ein ähnlich langes Warten wäre für Cinkara fatal, denn er wird im Januar bereits 41 Jahre alt und steht somit unter erheblichem Zeitdruck. Licht am Ende des Tunnels soll nun ein erfahrener Promoter bringen: Ahmet Öner, der seinen Landsmann endlich zum ersehnten WM-Kampf führen soll.
Ahmet Öner soll den WM-Kampf fixieren

Ahmet Öner
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Aktueller IBF-Weltmeister ist der Australier Jai Opetaia (28-0), der derzeit als die Nummer 1 im Cruisergewicht gilt. Schon im Januar hätte Opetaia seine Pflichtverteidigung in Australien absolvieren sollen, doch Cinkara musste verletzungsbedingt kurzfristig absagen. Eine große Enttäuschung, schließlich hatte er seine gesamte Karriere auf diesen Moment hingearbeitet.
Doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben: Nun wartet man gespannt auf einen neuen Termin, an dem der WM-Kampf stattfinden könnte. Zunächst stand ein möglicher Titelvereinigungskampf zwischen Opetaia und Gilberto Ramirez (48-1) im Raum, der Priorität erhalten sollte. Doch dazu kommt es nicht. „Der Mexikaner Ramirez ist verletzt“, schilderte Öner die Situation auf Nachfrage von Boxen1.
Damit ist der Weg für die Pflichtverteidigung frei – zumindest in der Theorie. Im Profiboxen sucht jedoch jeder nach Möglichkeiten und Schlupflöchern. Deshalb hat Cinkara die Verhandlungen in die Hände von Ahmet Öner gelegt, der bereits mehrfach bewiesen hat, seine Schützlinge in die größten Kämpfe bringen zu können. Öner erklärt die IBF-Weltmeisterschaft nun zur Chefsache.
„Die wollen Hüseyin kalt erwischen“, beschreibt Öner das Taktieren im Vorfeld. Doch der erfahrene Promoter zeigt sich unbeeindruckt: „Der Kampf wird noch 2025 kommen!“
„Und ich werde bis zum Ende kämpfen, um diesen Gürtel sowohl in mein Vaterland Deutschland als auch in meine Heimat Türkei zu bringen.“

Nach der verletzungsbedingten Absage rückte die WM-Chance für Hüseyin Cinkara zunächst in weite Ferne. Doch der Cruisergewichtler ließ sich davon nicht entmutigen und glaubt weiterhin fest an seine Gelegenheit:
„Nach meiner Verletzung dachten alle, dass es für mich vorbei sei und ich nie wieder eine Chance auf die WM bekommen würde. Aber ehrlich gesagt: Wenn ich jemand wäre, der darauf achtet, was andere über mich sagen oder denken, hätte ich schon vor elf Jahren mit dem Boxen aufhören müssen. Doch wie immer vertraute ich auf Allah und arbeitete ununterbrochen weiter. Wir befinden uns derzeit in Verhandlungen – und der Kampf wird definitiv noch in diesem Jahr stattfinden!“, so Cinkara auf Boxen1-Nachfrage.
Für den finalen Schritt hat er sich bewusst die Unterstützung von Ahmet Öner gesucht – auch, weil dieser das Ziel teilt, einen türkischen Boxer zum Weltmeister zu machen.
„Ahmet hat mit seiner bisherigen Arbeit eindeutig bewiesen, was er kann. Außerdem war es schon immer sein Ziel, einen türkischen Boxer zum Weltmeister zu machen. Ich stehe momentan auf dem Höhepunkt meiner Karriere und möchte als Türke Weltmeister werden und Geschichte schreiben. Deshalb glaube ich fest daran, dass Ahmet die besten Bedingungen für mich schaffen und all seine Energie dafür einsetzen wird.“
Wenn der große Moment kommt, möchte Cinkara seinen Triumph nicht nur seiner Heimat Türkei, sondern auch seinem Vaterland Deutschland widmen:
„Und ich werde bis zum Ende kämpfen, um diesen Gürtel sowohl in mein Vaterland Deutschland als auch in meine Heimat Türkei zu bringen.“, versprach der potenzielle neue Weltmeister.















euer ernst?! Was ein unnötiger Artikel! deutsches boxen kann man mit deutscher Politik gleichsetzen! Nicht ehrlich und die Medien die das noch befürworten. Ohne Worte! Weniger ist mehr oder mehr oder weniger?!
Ahmed Hüner
Blamage für deutsche boxen.