Hovhannisyan vs. Chudinov – Die Eindrücke aus Salzgitter! + Undercard

Foto: Königimmo

Salzgitter – Nachdem gestern Abend das offizielle Wiegen und damit sämtliche Medientermine abgehandelt worden waren, ging es am heutigen Samstagabend bei Marco Huck und seiner Huck Sports Promotion nun auch im ganz offiziellen Teil weiter. Bruder und Matchmaker Kenan Hukic bot seinen gut 800 Zuschauern insgesamt sieben Kämpfe, darunter einen Titelkampf des World Boxing Council (WBC). Armenak Hovhannisyan traf in einem auf 10 Runden angesetzten Duell im Halbschwergewicht auf Dmitri Chudinov. Überzeugen konnte aber vor allem das Vorprogramm mit gleich vier Auftritten im olympischen Boxen, das zeigt, dass Kooperation sicherlich immer der bessere Ansatz ist. Die Undercard hingegen bot Licht und Schatten und einige kuriose Ereignisse!
Alle Ergebnisse der Box-Gala von Marco Hucks Boxpromotion findet ihr weiter unten.

Box-Abend wird mit einem Kuriosum beendet

Bereits im ersten Durchgang bekämpften sich beide Boxer mit offenem Visier. Früh gelang es Hovhannisyan erste Treffer anzubringen, Chudinov gelangen ebenfalls erste Treffer. Der 32-jährige Hovhannisyan, der dreimaliger armenischer Meister war, legte ein gutes Tempo vor und blieb deshalb der bestimmende Mann. Gegen Ende der Runde wackelte Chudinov nach einer Rechten zur Schläfe zudem. Der zweite Durchgang ging jedoch klar an den Russen. Der begann wie die Feuerwehr, konnte immer wieder sehr gute Hände zum Körper platzieren und damit dem Deutsch-Armenier die Aktionen abschneiden. Highlights war hier eine Schlagkombination von Chudinov zum Ende der Runde.

Das Kuriosum folgte für die Zuschauer mit dem Ende dieses Durchganges, denn Jürgen Langos brach den Kampf nach einem plötzlich auftretenden Cut bei Chudinov direkt ab. Kurios auch – In den TV-Bildern lässt sich nicht erkennen wie der Cut entstanden war. Nach mehrminütiger Unterbrechung und einigem Hin und Her entschied sich das Kampfgericht auf ein technisches Unentschieden aufgrund eines unabsichtlichen Kopfstoßes von Hovhannisyan. Der Titel behält damit seine Vakanz, das Publikum reagierte mit Unverständnis.

Hussein Muhamed mit geschenktem Sieg über Gorgiladze

Im vorletzten Kampf des Abends, einem Gefecht im Schwergewicht zwischen Hussein Muhamed (10-0, 9 KOs) und Gogita Gorgiladze (10-29, 8 KOs), wurde es fast schon peinlich. Denn Gorgiladze erwies sich als Gegner nicht würdig und zeigte bereits im ersten Durchgang Auflösungserscheinungen, beinahe wirkte es so, als hätte der Georgier Angst zu kämpfen. Gegen Ende der Runde, nach einer harmlosen rechten Schlaghand, fiel der Georgier dann kurioserweise auf die Bretter und der Kampf wurde abgebrochen. Muhamed feierte damit seinen elften Profierfolg.

Rokohl ohne wirkliche Forderung mit zwei Niederschlägen zum Sieg

Foto: Königimmo

Für den Braunschweiger Halbschwergewichtler Patrick Rokohl (16-1, 12 KOs) war es ein wenig fordernder Auftritt. Sein Kontrahent Branislav Dosenovic (0-15) wurde seinem Kampfrekord vollends gerecht. Dosenovic baute sich immer wieder ungeschickt vor Rokohl auf, der damit leichtes Ziel hatte. Lediglich in der ersten Runde gelangen Dosenovic eigene Treffer, ansonsten war der Mann aus Bosnien & Herzegowina auf Schadensbegrenzung aus. Im zweiten Durchgang gelangen Rokohl dann sogar zwei Niederschläge, die letztlich auch zum Wurf des Handtuchs führten.

Artur Reis siegt in Runde Drei durch technischen Knockout

Der Wolfsburger Halbschwergewichtler Artur Reis (1-0, 1 KO) traf in seinem zweiten Profikampf auf den Berliner Mazen Girke (15-103-5, 2 KOs). Reis zeigte sich von Beginn an als der technisch bessere Boxer mit der ebenso besseren Ringbeherrschung. Das alles lag wohl einfach am klar stärkeren Gesamtpaket von Reis. Girke war von Beginn an chancenlos und konnte nur selten eigene Aktionen im Ziel unterbringen. Die Überlegenheit von Artur Reis mündete im dritten Durchgang in einem Kampfabbruch durch den Referee. Dem voran gingen mehrere starke Schlagserien von Reis zum Kopf und Körper von Girke. Eine gute Leistung des Wolfsburgers der damit seinen zweiten Profisieg einfahren konnte.

Maher Ayada mit einiger Mühe zum siebten Profierfolg

In einem kurzfristig eingeschobenen Rahmenkampf im Mittelgewicht standen sich Maher Ayada und sein Kontrahent Nikolozi Gviniashvilli (8-15-4, 7 KOs) gegenüber. Ayada kam gut in den auf sechs Runden angesetzten Kampf, hatte aber mit zunehmendem Kampfverlauf Konditionsprobleme und zudem fanden sich immer wieder Unachtsamkeiten beim Berliner, der dadurch des Öfteren harte Hände seines Kontrahenten schlucken musste. Gerade die mittleren Runden waren beinahe alle beim Herausforderer. Deshalb dauerte es etwas länger bei der Urteilsverkündung des Kampfgewicht, das letztlich den Sieg dem Berliner Maher Ayada zusprach.

Misto Abdulaev gewinnt erneut vorzeitig

Im zweiten Gefecht des Abends, einem auf sechs Runden angesetzten Vergleich im Mittelgewicht, standen sich Misto Abdulaev (8-0, 8 KOs) und Benjamin Skender (5-15, 3 KOs) gegenüber. Abdulaev behielt in einem unspektakulären Kampf die Oberhand und gewann in Runde drei durch Knockout. Misto Abdulaev sicherte sich damit seinen neunten Profisieg.

Bashir Idiev eröffnet Kampfabend mit erfolgreichem Profi-Debut

Der Gifhorner Superweltergewichtler Bashir Idiev (0-0) konnte ein erfolgreiches Profidebut feiern. Gegen seinen Kontrahenten aus Bosnien & Herzegowina, Jovica Jovanovic (1-19, 1 KO), gelang es ihm, ein gutes Gefecht abzuliefern. Idiev zeigte sich sehr variabel in den Aktionen und kam so zu klaren Treffern. Jovanovic nahm trotz einer starken Deckung immer wieder harte Hände. Im dritten Durchgang konnte Idiev zudem mehrere Aktionen zum Kopf von Jovanovic bringen. In der letzten Runde gelang Idiev nach einem linken Haken, zudem ein Niederschlag. Die Überlegenheit des Gifhorner blieb eindeutig, lediglich der Knockout gelang Idiev nicht mehr.

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