Gualtieri nach TKO-Niederlage: „Ich will ein zweites Mal Weltmeister werden“

Gualtieri vs. Jones

Die Enttäuschung über die Niederlage gegen Amari Jones sitzt tief, doch Vincenzo Gualtieri richtet den Blick bereits wieder nach vorn.

Bitterer Abend in Kalifornien, klare Worte danach

Nach dem vorzeitigen Aus im IBF-Final-Eliminator machte der ehemalige Weltmeister unmissverständlich klar, dass sein großer Traum vom zweiten WM-Titel trotz des bitteren Rückschlags weiterlebt.

Vincenzo Gualtieri hatte sich viel vorgenommen für seinen Auftritt im SAP Center in San Jose. Der IBF-Final-Eliminator gegen den ungeschlagenen Amari Jones sollte der direkte Weg zurück in die Weltspitze werden. Entsprechend groß war die Enttäuschung, als dieser Plan bereits in der dritten Runde ein abruptes Ende fand.

Dabei sprach aus den Worten des Wuppertalers nach dem Kampf nicht Resignation, sondern vielmehr die Frustration darüber, dass ein bis dahin ordentlicher Auftritt durch einen einzigen Treffer kippte.

„Ich war hochmotiviert und sehr gut vorbereitet. Ich habe sehr gut angefangen. Seine Schläge waren nicht hart, aber der erste Aufwärtshaken ist perfekt durchgekommen und hat mir einen Strich durch die Rechnung gemacht“, erklärt Gualtieri.

Tatsächlich deutete in der Anfangsphase einiges darauf hin, dass Gualtieri den favorisierten US-Amerikaner vor Probleme stellen könnte. Der frühere Weltmeister wirkte beweglich, konzentriert und fand gut in den Kampf. Umso bitterer dürfte aus seiner Sicht der Moment gewesen sein, in dem sich das Duell innerhalb weniger Sekunden komplett drehte.

Nach dem entscheidenden Uppercut geriet Gualtieri in Schwierigkeiten, Jones setzte entschlossen nach und erzwang den Abbruch.

Dass Gualtieris Einschätzung keine reine Selbstwahrnehmung nach einer Niederlage war, unterstrich auch AGON-Sports-Promoter Ingo Volckmann. Auch aus seiner Sicht war sein Schützling bis zum Wendepunkt absolut im Kampf.

„Vincenzo war sehr entspannt vor dem Kampf und hat einen guten Eindruck gemacht. Im Kampf war er gut drauf, hat sich gut bewegt und hatte nach meinem Empfinden zu Beginn die klareren Treffer. Leider hat er dann einen Volltreffer kassiert und war ein bisschen angeknockt, woraufhin Jones echt clever nachgesetzt hat“, sagte Volckmann.

Diese Aussagen zeichnen das Bild eines Kampfes, der aus Gualtieris Sicht nicht an grundsätzlicher Unterlegenheit scheiterte, sondern an einem Moment, der auf diesem Niveau den Unterschied machen kann.

Gualtieri bleibt bei seinem Ziel

Trotz aller Enttäuschung ließ Gualtieri unmittelbar nach dem Kampf keinen Zweifel an seiner Haltung aufkommen. „Natürlich ist die Enttäuschung groß. Trotz der Niederlage bleibt das Ziel das gleiche: Ich will ein zweites Mal Weltmeister werden.“

Gerade dieser Satz zeigt, wie Gualtieri diesen Rückschlag einordnet. Der verlorene Eliminator nimmt ihm die unmittelbare Chance auf einen WM-Kampf, nicht aber die Überzeugung, sich noch einmal zurückzukämpfen. Nach der bitteren Nacht in Kalifornien steht deshalb vor allem eine Frage im Raum: Wie schnell gelingt der Neustart?

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1 Kommentar

  1. gualtieri hat zu viel schläge gegen den kopf bekommen!! er hat alle runden abgegeben, das unterschiedliche talentlevel war deutlich sichtbar. jones hat ihn behandelt wie einen aufbaugegner! ein bisschen gespielt und dann ausgenockt. agon kann nur papierweltmeister wie scull und gualtieri kreiere. auf hausveranstaltungen, mit ausgesuchten gegnern. müssen die dann aber mal gegen echte weltklasseleute ran, blamieren sie sich bis auf die knochen. und jetzt so einen blödsinn von sich zu geben ist einfach dreist.

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