Großer Kampf auf Fury-Undercard anstatt Karriereaus für Daniel Dietz?

Kampf in Oberhausen zwischen Daniel Dietz und Seun Salami.
Fotonachweis: Torsten Helmke

Am Samstag musste sich Daniel Dietz in Oberhausen mit einem Unentschieden begnügen – was jedoch nur wenige wussten: Ein Karriereende stand konkret im Raum.

Deutschland erlebte am Samstag in der Rudolf Weber Arena in Oberhausen das größte Box-Event seit Klitschko vs. Fury. Der Hype um Agit Kabayel scheint keine Grenzen zu kennen, und selbst die Engländer rund um George Warren kamen aus dem Staunen kaum heraus, wie gewaltig die Stimmung um den Schwergewichtshelden tatsächlich war.

Auf den kostenlosen Prelims des Events gab es zudem vier Kämpfe zu sehen, von denen insbesondere ein Schwergewichtskampf ins Auge stach. Der 2,04 Meter große Daniel Dietz (15–1–1) traf auf den Österreicher Seun Salami (9–0–1). Beide Boxer schenkten sich nichts, bekriegten sich über sechs Runden intensiv und verließen den Ring am Ende mit einem nicht ungerechten Unentschieden. Auf dem Papier sicherlich zu wenig für Dietz, der als Kickboxer große Erfolge feierte und bei Spencer Brown unter Vertrag steht. Betrachtet man jedoch die Begleitumstände, muss man zu einem anderen Fazit kommen.

Nach schwerwiegender Kieferoperation war die weitere Karriere ungewiss

Drei Monate vor dem Event wurde bei Dietz eine bösartige Zyste im linken Kiefer festgestellt, die operativ entfernt werden musste. Entsprechend ungewiss war die Fortsetzung seiner Karriere, da das Kinn im Boxen einen besonders sensiblen Bereich darstellt.

„Sie haben alles herausgemeißelt und mit künstlichem Knochen aufgefüllt. Deshalb waren wir glücklich, dass der Knochen gehalten hat“, schilderte Rainer Gottwald die Situation gegenüber Boxen1.

Auch wenn man mit dem Unentschieden nicht glücklich war, bestand die wichtigste Erkenntnis darin, dass Dietz mit dem Kinn unbeschadet durchkam. Eine notwendige und entscheidende Erkenntnis, damit seine Profikarriere fortgeführt werden kann – andernfalls hätte ein sofortiges Karriereende gedroht.

„Es war ein guter Test, und jetzt geht es für ihn in Koordination mit Cheftrainer Peter Schmidt zu Robert McInnes, um mit Tyson Fury zu trainieren. Dort trainiert Daniel Dietz eigentlich auch regelmäßig, konnte dies aber zuletzt nicht, weil überhaupt nicht sicher war, ob er in seinem Leben noch weiterkämpfen kann.“

Rückkampf gegen Salami als Titelduell anvisiert

Daniel Dietz und Seun Salami trennen sich nach 6 Runden mit einem Unentschieden.
Fotonachweis: Torsten Helmke

Nach dem erfolgreichen Härtetest gegen Salami, der auf Drängen der österreichischen Seite lediglich auf sechs Runden angesetzt war, richtet sich der Fokus nun wieder auf größere Titelkämpfe. Auch ein Einsatz auf der kommenden Tyson-Fury-Undercard ist konkret im Gespräch.

„Das CT hat nur Gutes gezeigt, und jetzt bekommt er einen Kampf auf der Undercard von Tyson Fury.“

Gerne würde man zudem ein Rematch gegen Salami anstreben:

„Daniel ist jederzeit bereit für den Rückkampf mit Salami, diesmal aber über eine längere Distanz, egal wo. Wir würden auch Spencer Brown fragen, ob er den Kampf als kleinen Titelkampf auf der Undercard haben möchte“, so Rainer Gottwald.

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2 Kommentare

  1. Dietz vs Salami nochmal? Und dann längere Distanz?
    Wollt ihr uns eingentlich komplett verarschen?
    Keine Luft für 2 Runden in Oberhausen und jetzt lese ich sowas?
    Es reicht Freunde!

  2. keine Ahnung vom Boxen und mitreden???
    Daniel Dietz hat unter den bekannten Umständen allen gezeigt, was er fürs Boxen bedeutet!
    Deutsches Schwergewicht mit technik, Verstand, kawumm und Charme.
    Hätte an deiner Stelle mal richtig hingesehen

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