
Peter Kadiru (GER)
© Torsten Helmke
Durch den Ausfall von Tony Yoka ist der Gegner im Kampf um die Schwergewichtsweltmeisterschaft nächste Woche noch offen.
Interessante Entwicklungen gab es zuletzt im Schwergewicht. Zunächst folgte der Paukenschlag um Oleksandr Usyk, der sämtliche WM-Titel niederlegte und dadurch Agit Kabayel zum WBC-Weltmeister machte.
Doch auch bei der WBA gab es natürlich Bewegung. Zwar hielt dort niemand einen Interimstitel, doch neben dem WBA-Super-Titel, den Usyk innehatte, existierte noch der reguläre WBA-Titel. Es ist eben jener Titel, den zwischenzeitlich auch Mahmoud Charr hielt. Zuletzt wurde dieser Titel im Dezember ausgeboxt, als Murat Gassiev (33-2) Kubrat Pulev in der sechsten Runde K.o. schlug.
Ursprünglich sollte Gassiev seinen Titel am 11. Juli in Moskau gegen den französischen Olympiasieger Tony Yoka verteidigen. Durch die Niederlegung der Titel durch Usyk wurde dieser Kampf automatisch zur vollwertigen Weltmeisterschaft aufgewertet. Diese erfreuliche Nachricht hilft Yoka jedoch nicht mehr, da er sich kurzfristig verletzt hat und absagen musste.
Kadiru, Joyce, Moore oder Mamoyan – wer wird der Gegner für Gassiev?

Kurz nach der Absage von Yoka galt Joe Joyce (16-4) als aussichtsreicher Kandidat für den Kampf gegen Gassiev. Joyce verlor jedoch vier seiner letzten fünf Kämpfe und ist bei der WBA nicht unter den Top 15 gerankt, wodurch er keinen legitimen WM-Anspruch besitzt.
Dies scheint auch der WBA aufgefallen zu sein, die sich nun mit weiteren möglichen Gegnern beschäftigt. Darunter fällt auch der Name des Hamburger Schwergewichts Peter Kadiru (23-1). Kadiru schloss sich Ringside Zone an und konnte im Mai den WBA-Continental-Titel gegen Senad Gashi sichern. Dieser Erfolg führte jedoch nicht dazu, dass er im Juni in die Top 15 des WBA-Rankings aufstieg. Die neuen Ranglisten für Juli sind allerdings noch nicht veröffentlicht worden, weshalb es spannend wird, ob sein Name nun vielleicht doch unter den Top 15 auftaucht.
Bislang ist jedoch noch nichts fixiert. Zudem würde ein Kampf in Russland einige organisatorische Hürden mit sich bringen, die kurzfristig geklärt werden müssten. Neben Joyce und Kadiru gilt auch der US-Amerikaner Brandon Moore (19-1) als möglicher Kandidat.
Auch das deutsch-armenische Schwergewicht Temur Mamoyan (12-0) hätte durchaus Chancen in der Verlosung. Der Ruhe-Boxing-Schützling absolvierte erst vorgestern einen erfolgreichen Kampf in Essen und ist als WBA-Gold-Titelträger ebenfalls bei der WBA gerankt. Derzeit scheint er sich allerdings nicht in der Pole Position für die große WM-Chance zu befinden.














