German Boxing Series 3 am 15. November in Köln

Am 15. November kehrt die German Boxing Series zurück in die XPOST in Köln.

Deutschlands rasant wachsende Boxveranstaltungsreihe kehrt in die XPOST Köln zurück und möchte die Qualität nochmals steigern!

Momentan ist der MMA-Sport in Deutschland in aller Munde: ausverkaufte große Hallen, hohe Streamingzahlen – da kann man als Boxfan schon fast neidisch werden. Doch anstatt den Kopf in den Sand zu stecken, hat es sich die German Boxing Series zur Aufgabe gemacht, den Boxsport hierzulande wieder groß zu machen.

Gefühlt tritt zwar alle zwei Monate ein neuer Anbieter auf den Plan, der große Versprechungen macht und dann doch dieselben langweiligen Aufbaukämpfe präsentiert – doch hier ist die Situation anders. Die German Boxing Series setzt auf ambitioniertes und faires Matchmaking, um echten Boxsport zurück auf die Landkarte zu bringen – mit Erfolg! Das belegen die kontinuierlich wachsenden Zuschauerzahlen: Während die erste Veranstaltung im Juni 2024 bereits über 1.000 Fans anlockte, war das zweite Event im Januar dieses Jahres mit mehr als 2.500 Zuschauern in der XPOST sogar restlos ausverkauft. Ein riesiger Erfolg für einen jungen Anbieter, der ohne Influencer-Kämpfe oder verschenkte Tickets beweist, dass man mit echtem Boxen noch begeistern kann.

Matchmaking als Schlüssel zum Erfolg

German Boxing Series 2-Hauptkampf: Tyron Zeuge vs. Serhat Parlak
© Devad Handanovic

Doch wie lautet die Erfolgsformel, um als junges Projekt auf Anhieb solch einen Erfolg zu erzielen? Was muss passieren, damit die Zuschauer hierzulande wieder nach Boxsport lechzen – so wie derzeit in Köln?

Auf Boxen1-Nachfrage erklärte der Initiator des Projekts, Ruben Lammersdorf, sein Konzept und betonte, was die German Boxing Series so erfolgreich macht:

„Unser Konzept ist klar: Kämpfe auf Augenhöhe. Der Star ist kein einzelner Boxer – der Star ist die Fightcard. Es geht ausschließlich darum, sich auf Augenhöhe zu messen. Aufbaukämpfe, die natürlich auch ihre Berechtigung haben, gibt es bei uns nicht. Dafür gibt es andere Veranstaltungen. Das unterscheidet uns eindeutig von den meisten anderen Veranstaltern.“

Ein besonderes Merkmal der German Boxing Series ist zudem die Nähe zum Fußballclub 1. FC Köln. So wird teilweise echtes Stadionfeeling in die Boxhalle transportiert – etwas ziemlich Einzigartiges. Außerdem legen die Veranstalter großen Wert darauf, lokale Boxer einzusetzen, die in NRW und ganz Deutschland viele Fans mobilisieren können.

„Was uns ebenfalls abhebt, ist in meinen Augen die wirklich einzigartige Stimmung. Jeder, der einmal dabei war, weiß, wovon ich rede. Auch das hängt mit den Matchups zusammen. Der perfekte Boxer für uns ist eine Symbiose aus sportlicher Qualität und lokaler Beliebtheit.“

Die Akzeptanz muss auch über faire Punkturteile gewährleistet sein

Um fairen Boxsport zu zelebrieren, bedarf es nicht nur eines Matchmakings, das sinnvoll erscheint, sondern zugleich auch der richtigen Rahmenbedingungen. Immer wieder hört man von Boxern, die stundenlang ohne Kommunikation in der Kabine auf ihren Kampf warten. Teilweise werden ihnen Kämpfe kurzfristig zugeteilt, ohne dass sie sich zuvor adäquat vorbereiten konnten. Solche Begegnungen müssen sie dann „kalt“ bestreiten – oft nur, um wenigstens noch eine Gage mitzunehmen.

Ein zentraler Baustein sind jedoch auch die Punkturteile, die maßgeblich für die Akzeptanz der Zuschauer sind. Wenn der Eindruck entsteht, dass jedem besseren Auswärtsboxer systematisch der Sieg genommen wird, fördert das den Boxsport nicht – so sieht es auch Ruben Lammersdorf:

„Wir wollen attraktives Boxen zeigen. Und vor allem faire und realistische Wertungen. Kämpfe, in denen ein Deutscher gegen einen gut gerankten Gegner aus dem Ausland als Sieger hervorgeht, obwohl er klar unterlegen war, wollen wir nicht. Das hat man in der Vergangenheit oft genug erlebt. Den Zuschauern kann man so etwas zum Glück nicht mehr verkaufen. Wir würden eher auf einen namhaften deutschen Kämpfer verzichten, als ihn in solch einem Matchup zu paaren“

Nur sukzessive Steigerung kann Wachstum sichern

Walk In bei der German Boxing Series.

Nach der erfolgreichen und ausverkauften zweiten Veranstaltung in der XPOST könnte man meinen, die German Boxing Series lehne sich nun zurück und freue sich gelassen auf das kommende Event im November. Doch genau dieses Mindset liegt den Machern fern. Wer wachsen möchte – vielleicht sogar über die XPOST und NRW hinaus –, muss kontinuierlich das Niveau steigern und sich weiterentwickeln.

Das wissen auch die Veranstalter, die bei der dritten Ausgabe einerseits im Rahmenprogramm noch einmal eine Schippe drauflegen wollen, etwa im edlen VIP-Arrangement, andererseits aber auch bei der Fightcard.

„Ich denke, wir haben gesehen, dass sich die Matchmaking-Qualität von GBS1 zu GBS2 massiv verbessert hat. Das Gleiche ist natürlich auch unser Ziel von GBS2 zu GBS3“, erklärt Lammersdorf.

Der Ticketvorverkauf hat begonnen

Die genauen Matchups werden im Verlauf der kommenden Wochen bekanntgegeben. Klar ist jedoch: Wieder werden zahlreiche Boxer aus Köln und NRW aktiv sein – darunter Namen wie Younes Zarraa (13-1), Gregor Soenius (4-0) oder Thorsten Fuchs (14-2), die die XPOST zum Beben bringen sollen.

„Man darf sich wieder auf Knallereien auf Augenhöhe freuen!“, verspricht Ruben Lammersdorf.

Der Ticketvorverkauf für das Event ist bereits gestartet, rund 500 Karten sind schon vergriffen. Wer am 15. November die zehn hochexplosiven Kämpfe live erleben möchte, sollte sich frühzeitig ein Ticket sichern. Karten sind ab 59 € erhältlich.

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