
Der zweimalige Mittelgewichts-Weltmeister übernimmt beim Kongress 2025 in Rom das Amt. Athleten sollen künftig im Mittelpunkt aller Entscheidungen stehen.
Golovkin per Akklamation gewählt
Gennadiy Golovkin ist der neue Präsident von World Boxing, womit auch offiziell seine Karriere als aktiver Boxer enden dürfte, wie er im Vorfeld sagte. Der frühere Mittelgewichts-Weltmeister und Olympiazweite von 2004 wurde beim Kongress 2025 in Rom per Akklamation gewählt. Der 42-Jährige war der einzige Kandidat auf dem finalen Wahlzettel, nachdem eine unabhängige Prüfungskommission ausschließlich ihn für das Amt zugelassen hatte.
Diese Kommission bestand aus drei externen Fachleuten und wurde von der Sportrechtsorganisation Sport Resolutions unterstützt. Sie prüfte die Hintergründe aller Bewerber, um transparente Abläufe und höchste Standards in der Verbandsführung sicherzustellen.
Golovkin tritt eine zunächst dreijährige Amtszeit an und folgt auf den Niederländer Boris van der Vorst, der nicht erneut kandidierte.
Golovkin: „Das ist erst der Anfang“
„Es ist ein Privileg, als neuer Präsident von World Boxing gewählt zu werden. Aber das ist erst der Anfang“, sagte Golovkin. „Ab heute stehen die Athleten im Mittelpunkt jeder Entscheidung. Auf dem Weg nach LA28 werden wir das Vertrauen in den olympischen Boxsport zurückgewinnen, um unseren Platz in Brisbane und darüber hinaus zu sichern. Jetzt ist es an der Zeit, als eine vereinte Boxfamilie voranzugehen.“
O’Shea erneut Vizepräsident
In Rom wurden neben dem Präsidenten drei weitere Ämter vergeben. Der Kanadier Ryan O’Shea setzte sich in der Wahl zum Vizepräsidenten mit 57 Prozent der Stimmen gegen Chaiwat Chotima aus Thailand durch und startet in seine zweite Amtszeit.
Auf die zwei freien Sitze im Exekutivboard bewarben sich sechs Kandidaten. Die meisten Stimmen erhielten Michael Müller aus Deutschland und Tatsuya Nakama aus Japan.
Das neue Führungsgremium besteht nun aus dem Präsidenten, drei Vizepräsidenten, vier weiteren Vorstandsmitgliedern, den Präsidenten der Kontinentalverbände, zwei Athletenvertretern sowie den Vorsitzenden der Ausschüsse für Sport und Wettkampf, Medizin und Anti-Doping sowie Finanzen und Audit.
Kongress mit breiter Beteiligung
Der Kongress wurde von World-Boxing-Vizepräsidentin Dinah Glykidis geleitet. Stimmberechtigt waren 59 nationale Verbände. Die Abstimmung erfolgte vor Ort und online und wurde durch eine unabhängige Organisation überwacht. Neutrale Wahlbeobachter überprüften die Abläufe und achteten auf faire Bedingungen.
„Der Kongress ist die höchste Instanz von World Boxing“, sagte Glykidis. „Die breite Teilnahme zeigt, dass wir unser Versprechen nach Transparenz und guter Verbandsführung einlösen. Seit seiner Gründung 2023 hat World Boxing viel erreicht, und mit dem neuen Präsidenten sowie dem heutigen gewählten Vorstand bin ich überzeugt, dass wir gestärkt in Richtung LA28 gehen.“
Weitere Beschlüsse des Kongresses
- Annahme mehrerer Satzungsänderungen nach der vorläufigen Anerkennung durch das IOC im Februar 2025
- Bestätigung von 49 neuen Mitgliedsverbänden
- Aufnahme der Geschlechtseligibilitätsrichtlinie in die Wettkampfregeln
- Genehmigung der Jahresrechnung 2025 und des vorläufigen Budgets für 2026
- Zuschlag für Panama als Gastgeber des Kongresses 2026














