
Der Weltverband WBC hat seinem ungeschlagenen Supermittelgewichts-Champion Terence Crawford am Mittwoch den Titel aberkannt. Grund sind nicht gezahlte Gebühren aus seinen letzten beiden Kämpfen.
WBC spricht von „Ohrfeige“ – Crawford soll 300.000 Dollar nicht gezahlt haben
Die WBC hat Terence Crawford seinen Gürtel im Supermittelgewicht entzogen. Wie Verbandspräsident Mauricio Sulaiman erklärte, habe der 37-Jährige aus seinen letzten beiden Fights keine Sanktionsgebühren entrichtet. Besonders schwer wiege laut Sulaiman, dass Crawford nach seinem Sieg über Canelo Alvarez im September in Las Vegas rund 300.000 Dollar schuldig geblieben sei, was lediglich 0,6 Prozent seiner Kampfbörse von 50 Millionen Dollar entspricht.
„Er hat vergessen, wie er zu 50 Millionen Dollar gekommen ist“, sagte Sulaiman.
Bereits zuvor hatte Crawford die Zahlung nach seinem Superweltergewichts-Sieg über Israil Madrimov im August 2024 verweigert. Die WBC bezeichnete Crawfords Verhalten in ihrer Mitteilung als „Ohrfeige“.
Mbilli vs. Sheeraz sollen um den nun vakanten Titel boxen
Nach dem Titelentzug beschloss das WBC-Board, dass Interim-Champion Christian Mbilli gegen den Briten Hamzah Sheeraz um den nun vakanten Gürtel antreten soll.
Lester Martinez, der sich auf der Crawford-Alvarez Undercard ein Unentschieden gegen Mbilli erkämpft hatte, steht laut Beschluss als Pflichtherausforderer für den Sieger des Mbilli-Sheeraz-Duells bereit.















Wieso hätte denn Crawford gegen Madrimov eine Gebühr beim Worls Boxing Council zahlen sollen? Bei dem Kampf ging es meines Wissens um einen Titel der World Boxing Association (und eventuell einen Interimstitel bei der WBO)…
Es ist auch merkwürdig wieso Mbilli nicht direkt zum vollwertigen Weltmeister befördert wird und auch nicht gegen Alvarez antreten muss, der bisher auf Platz 1 beim WBC war (für diesen wäre einzig Charlo eine Alternative, sofern Crawford keinen Rückkampf macht, der für viele Zuschauer uninteressant wäre).