
Die German Boxing Series startet im März ein spannendes Boxturnier, live auf YouTube. Es ist ein Vorläufer für hoffentlich etwas Großes.
Turniere im Boxen sind zwar ziemlich beliebt, dafür aber auch selten. Das liegt sicherlich auch daran, dass es schwer ist, über einen längeren Zeitraum ein Turnierfeld aufrechtzuerhalten. Auch die Verletzungsproblematik inklusive Ausfällen ist allgegenwärtig. Zuletzt lieferte die britische Promotion GBM Sports ein aufregendes 8-Mann-Turnier, das an einem Abend krachend ausgerichtet wurde. Die Boxsportfreunde zeigten sich entzückt von der gebotenen Action – darunter auch die Gründer der aufstrebenden German Boxing Series, die stets erpicht darauf sind, weiter an ihrem Erfolgsmodell zu tüfteln.
Geplant ist nun ein Testlauf für ein kleines 4-Mann-Turnier im Superweltergewicht, das über zwei Tage (28. und 29. März) in der Boxfabrik Pulheim ausgetragen wird. Bei erfolgreicher Durchführung könnten feste Turnierformate künftig dauerhaft in das GBS-Format integriert werden.
GBS-Visionär Ruben Lammersdorf, der Teil des Erfolgstrios ist, äußerte sich gegenüber Boxen1 wie folgt zu dem Vorhaben:
„Wir wollen etwas machen, was es in Deutschland auf Profi-Level noch nie gegeben hat. Zum ersten Mal ist es Kämpfern möglich, auch zwei Tage hintereinander zu kämpfen, und zum ersten Mal läuft so etwas über den BDB, bei dem wir uns explizit bedanken. Natürlich unter Anpassung medizinischer Checks, sodass es keinerlei medizinische Bedenken gibt.“
Der Sieger des Turniers erhält Preisgeld und einen Startplatz für GBS4
Der Anstoß für ein solches Turnier wurde maßgeblich durch das erfolgreiche GBM-Sports-Turnier gelegt, das als voller Erfolg gewertet werden musste.
„Ich habe lange nichts Geileres gesehen als den Abend von GBM von Izzy Asif, dem ich auch persönlich zu diesem Event gratuliert habe. Es war einfach alles dabei! Aber nicht nur GBM war ein Vorbild. Ich merke bei mir persönlich, dass mich die Länderturniere von Ringlife unfassbar unterhalten. Augenhöhe, Action und ehrliche Kämpfe. Edmon hat hier Pionierarbeit in Deutschland geleistet. Wir versuchen, das in einem kleineren Ansatz in das Profigame zu übertragen!“, so Lammersdorf.
Der Gewinner des vierköpfigen Superweltergewichtsturniers erhält neben einem Preisgeld von 2.000 Euro auch einen garantierten Startplatz für die große Hauptshow der German Boxing Series, die regelmäßig bis zu 3.000 Zuschauer in Köln begeistert. Ein besseres Sprungbrett kann es in NRW praktisch kaum geben, weshalb die Boxer dieses Ziel unbedingt erreichen wollen. GBS4 ist für den Sommer geplant, doch bereits mit dem GBS FightClub erhalten die Boxsportfreunde eine attraktive Möglichkeit zur Überbrückung. Neben den Turnierkämpfen werden zahlreiche weitere Profikämpfe ausgetragen, wodurch ein echter Boxmarathon in Pulheim zu erwarten ist.
Stärkerer Fokus auf den eigenen YouTube-Kanal
Eine Neuerung im Gesamtkonzept soll künftig auch YouTube für die German Boxing Series darstellen, da der eigene Kanal nun stärker bespielt werden soll. Dies soll mehr Unabhängigkeit schaffen und zusätzlich die Marke stärken. Zuletzt veröffentlichte man bereits eine gelungene Dokumentation mit dem Titel No Fake Fights, die kostenlos abrufbar ist.
„Wir wollen uns hier noch professioneller und unterhaltsamer zeigen. Wir haben zum Beispiel unfassbar viel Liebe in die Doku gesteckt, die mit einem Abo auf YouTube frei verfügbar ist. Sie gibt den Zuschauern einen spannenden Einblick hinter die Kulissen und zeigt, was es heißt, zu dritt (!) ein Event dieser Größenordnung aufzuziehen. Ich kann sie jedem nur wärmstens ans Herz legen.“
Ob Kampfaufzeichnungen, Teaser oder Livestreams – zukünftig soll sich vieles auf dem eigenen Kanal abspielen. Dort finden sich inzwischen auch sämtliche Kämpfe der dritten GBS-Veranstaltung, die im vergangenen November stattfand. Das Feedback zum Event war durchweg sehr positiv. Auf Nachfrage zu einzelnen Kämpfen hob Ruben Lammersdorf folgende Paarungen hervor, die ihm besonders im Gedächtnis geblieben sind:
„Gharakhani vs. Kebdani und Zarraa vs. Ruiz. Beides unfassbar attraktive Kloppereien auf Augenhöhe. Respekt an alle vier Kämpfer. Aber auch Lambertz gegen Kiy und Soenius gegen Schnell waren Kämpfe, bei denen sich nichts geschenkt wurde.“
Man darf gespannt auf das Doppel-Event des GBS FightClub blicken, zugleich aber auch bereits interessiert Richtung GBS4 schauen, für das im Hintergrund schon erste Überlegungen konkretisiert werden.
„Für die nächste größere GBS planen wir ein namhaftes Main Event und arbeiten an der Realisierung“, so Lammersdorf augenzwinkernd.















