Fury – Wilder Sieger: Unification oder Pflichtherausforderung!

Noch bevor am Samstag in der T-Mobile Arena der erste Gong zur lang ersehnten Trilogie zwischen WBC/Ring/Lineal Champ Tyson Fury und Deontay Wilder ertönt, hat der WBC bereits Bedingungen an den Sieger geknöpft.

Vereinigungskampf oder Pflichtherausforderung gegen Interimschamp

Wie der World Boxing Council nun mitteilte, ist die kurzfristige Zukunft des Siegers der Trilogie am Samstag bereits festgelegt:

Angesichts der Inaktivität innerhalb der Divsion auf Grund der Pandemie, anwährenden rechtlichen Verfahren, und Covid 19 Infektionen, hat der WBC beschlossen, dass der Sieger 30 Tage Zeit hat, um einen Vertrag zu sichern, um die Schwergewichts Division im Kampf gegen WBA/IBF/WBO Oleksandr Usyk zu vereinen, auf der Suche nach dem unumstrittenen Titelträger im Schwergewicht.“

“Sollte innerhalb dieses Zeitraums keine Vereinbarung getroffen werden, muss der Gewinner von Fury – Wilder 3 als nächstes gegen den amtierenden Interims Titelträger antreten.“, so das WBC Direktorium.

Dillian Whyte – amtierender Interims Champ des WBC.

Dillian Whyte, der aktuelle Interims-Titelträger – und zwischenzeitliche WBC #1 seit 2017(!!!!) – dürfte damit erstmals eine Chance auf einen WM Kampf erhalten, sollte er am 30.10. seinen Titel erfolgreich gegen Otto Wallin verteidigen können.

Eine ähnliche Situation gab es bereits im Anschluss an den TKO Sieg Fury’s gegen Wilder im Februar 2020, als Whyte theoretisch als Pflichtherausforderer gehandelt wurde, der WBC jedoch entgegen ihrer eigenen Statuten den Rückkampf zwischen Fury und Wilder sanktionieren ließ. Der 18 Monate anhaltende Treppenwitz wurde indes Whyte beinahe zum Verhängnis, als er gegen Alexander Povetkin durch KO nicht nur seinen Titel, sondern auch sein direktes Anrecht auf einen Titelkampf verlor.

Dank des gewonnenen Rematches gegen Povetkin, der Reinstallation als Interims Champ könnte Whyte – sollte keine Unification stattfinden – endlich seine wohlverdiente Titelchance erhalten.

Das unwahrscheinliche Szenario, in dem der Fury/Wilder Sieger gegen Oleksandr Usyk antreten darf, steht und fällt allerdings mit der vertraglich festgelegten Rückkampfklausel, an die Usyk gebunden ist und die Anthony Joshua wie bereits angedeutet hat, ziehen wird.

Positiver Nebeneffekt einer Pflichtherausforderung des WBC Champs wäre allerdings, dass einer Unification im Anschluss definitiv nichts im Wege steht.

 

4 KOMMENTARE

  1. Was passiert, wenn Wilder diesen Kampf gewinnt? Wahrscheinlich hat Fury für den Fall einer Niederlage bei Fury Wilder III eine Rückkampfklausel, welche er dann zieht‘) Für Kampf Nr. IV. Und Whyte kann weitet warten.

    • Sollte Fury verlieren und ein Rematch stattfinden, würde der Titel vakant werden, bzw. der Sieger aus Whyte-Wallin wird zum vollständigen Titelträger aufgewertet.

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