„Fury vs. Wilder III“ in Gefahr: Tyson Fury nun vor freiwilliger Titelverteidigung?

Das dritte Gefecht zwischen Tyson Fury und Deontay Wilder könnte womöglich erst im nächsten Jahr stattfinden! Nachdem ursprünglich ein Termin für Juli ins Auge gefasst wurde, sollte der Kampf um die WBC-WM im Oktober über die Bühne gehen. Allerdings zweifeln die beiden Fury-Promoter Bob Arum und Frank Warren inzwischen an, dass es – wegen der Corona-Pandemie – noch in diesem Jahr zu jener Trilogie kommen wird.

Frank Warren: „Fury vs. Wilder III ist ohne Zuschauer unmöglich!“

Die Corona-Krise macht vielen Box-Veranstaltern derzeit einen großen Strich durch die Rechnung. Problematisch ist vor allem die weitere Planung von Sport-Events, da ein Ende jener Pandemie noch nicht wirklich absehbar ist. Betroffen ist ebenso ein Fight, auf den viele Boxfans weltweit warten: Das dritte Aufeinandertreffen zwischen Tyson Fury und Deontay Wilder.

Nachdem sich die beiden Schwergewichte im Dezember 2018 noch in einem Unentschieden trennten, gelang Tyson Fury (30-0-1, 21 Ko’s) im Rematch am 22. Februar dieses Jahres ein überzeugender und sensationeller TKO-Sieg über den bis dahin ungeschlagenen Deontay Wilder (42-1-1, 41 Ko’s). Da sich das Wilder-Team bereits im Vorfeld ein drittes Match – im Fall einer Niederlage – vertraglich sicherte, sollte es eigentlich am 18. Juli im MGM-Grand-Hotel in Las Vegas (Nevada, USA) dazu kommen.

Durch die Corona-Pandemie wurde jener Termin zunächst in den Oktober verlegt. Jedoch stehen die Karten aktuell denkbar schlecht! Fury’s Co-Promoter Frank Warren zeigte sich in jüngsten Interviews eher skeptisch, dass der Schwergewichts-Kracher für 2020 überhaupt noch zu realisieren ist. „Um ehrlich zu sein, ist die ganze Situation momentan sehr strittig!“, so Frank Warren.

Tyson Fury (Mitte) mit Frank Warren (links) und Bob Arum

Die Option, dass „Fury vs. Wilder – Part III“ ohne Zuschauer stattfinden könnte, hält der 68-jährige Box-Veranstalter für irrsinnig. Frank Warren: „Diesen Fight ohne Zuschauer austragen zu lassen… ist einfach undenkbar und unmöglich. Es lässt sich nicht einfach nur mit Pay-Per-Viev-Einnahmen finanzieren, das wäre allein gegenüber den Fans, die live in der Halle vor Ort sein wollen, undankbar und ist auch nicht im Interesse der Boxer und der Veranstalter!“

Eine gewisse Verzweiflung ist auch bei Promoter-Legende Bob Arum zu hören, der ebenso für Tyson Fury zuständig ist. Der 88-jährige Arum befürchtet, dass der dritte Kampf seines Schützlings gegen Deontay Wilder erst im nächsten Jahr stattfinden kann – und hält eine andere Option für möglich: „Es kann durchaus sein, dass Fury und Wilder in diesem Jahr nicht mehr aufeinandertrefffen. Allein schon die Reisebedingungen gestalten sich sehr schwierig, um das Event möglich zu machen. Vielleicht bestreitet Tyson Fury im Herbst eine freiwillige Titelverteidung in Großbritannien. Wir prüfen momentan mehrere Alternativen!“