
Sophie Alisch überrascht mit Sportartwechsel: Von der Boxerin zur Radsportlerin
Anstatt weiterhin im Boxring Fäuste fliegen zu lassen, will Sophie Alisch künftig auf dem Rennrad Erfolge feiern und mit einem klaren Ziel vor Augen: die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles.
In einem emotionalen Instagram-Video nimmt Alisch Abschied vom Boxsport. Zu sehen ist, wie sie ihre Boxhandschuhe symbolisch an den Nagel hängt, während Kampfszenen aus ihrer bisherigen Karriere eingeblendet werden. Im Anschluss streift sie sich Rad-Handschuhe über und zeigt sich auf einem Rennrad. Dazu schreibt sie: „Sie nennen es ein neues Kapitel, aber es ist dasselbe Feuer, nur noch schärfer.“
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Erfolgreiche Boxkarriere trotz wenig Wettkampfeinsätzen bei den Profis
Der Schritt kommt überraschend, denn im Boxen war Alisch auf einem vielversprechenden Weg. 2017 gewann sie Bronze bei den Junioren-Europameisterschaften. Zwei Jahre später, im Februar 2019, gab sie ihr Profidebüt und siegte spektakulär in der ersten Runde gegen Sopo Kintsurashvili. Insgesamt bestritt sie zehn Profikämpfe und blieb ungeschlagen. Wie viele ihrer männlichen Kollegen auch, profitierte sie nicht davon, dass Wasserman den Sauerland-Boxstall übernahm. Im Gegenteil: Alisch bestritt seit 2022 gerade einmal vier Kämpfe, nachdem sie in ihrem Debüt-Jahr fünfmal im Ring stand.
Zuletzt kämpfte sie im vergangenen November gegen Marina Sakharov. Nun aber heißt es für die Berlinerin: Raus aus dem Ring, rauf auf das Rad. Alisch beschreibt ihre Motivation im Video eindrucksvoll: „Vom Feuer des Eliteboxens zum Rhythmus des Profiradsports. Talent bringt dich in Schwung, Hunger treibt dich an. Ruhelos, unerbittlich, bereit zu gehen. Du tauschst Komfort gegen Zielstrebigkeit. Gewissheit gegen Neugier. Du wartest nicht auf Perfektion, du bewegst dich.“
Sie macht deutlich, dass es sich für sie nicht um einen Abschied im negativen Sinn handelt:
„Das Schwierigste ist nicht, auf festem Boden zu stehen, sondern den Mut zu haben, neu anzufangen. Das ist kein Ende. Es ist eine Entwicklung.“ Und weiter: „Das Beste liegt noch vor uns.“
Ihr klares Ziel: die Teilnahme an den Olympischen Spielen 2028. Dabei sei sie sich bewusst, dass der Weg dorthin eine große Herausforderung wird. Dennoch zeigt sie sich entschlossen: „Ich fühle mich unsicher, aber unaufhaltsam. Das ist kein Rückschritt. Es ist ein Sprung nach vorn.“
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Unterstützt wird sie dabei offenbar von einem bekannten Fahrradhersteller, dessen Schriftzug prominent nicht nur auf dem Velo prangt sondern auch im Video verlinkt ist. Ob sich Hersteller Canyon die Werbeplatzierung etwas kosten lässt, darf durchaus angenommen werden – und es Sophie Alisch gegönnt. Sie zählt mit 580.000 Followern, allein auf Instagram, durchaus zu den größeren Accounts im Box-Bereich. Das Ziel Alischs, an den olympischen Spielen teilzunehmen, ist aus Marketingsicht ein cleverer Schachzug. Canyon ist einer der führenden Rennradhersteller weltweit und steht für High-End-Technik und Performance. Wenn ein so renommiertes Unternehmen Alisch unterstützt, signalisiert das, dass dieser Wechsel keine PR-Nummer ist, sondern ein ernsthafter, ambitionierter sportlicher Neuanfang.
Mit ihrem Wechsel tritt die gebürtige Berlinern, die jetzt auf Mallorca lebt, in die Fußstapfen anderer erfolgreicher Sportlerinnen und Sportler, die ihre Disziplin wechselten und damit neue Höhen erreichten. So wurde etwa Leichtathlet Christoph Langen als Bobfahrer zweifacher Olympiasieger (1998 und 2002), während Alexandra Burghardt nach einer Karriere als Leichtathletin 2022 Olympia-Silber im Bobsport gewann. Nun will Sophie Alisch diesen Weg auf zwei Rädern gehen. Sicher wird nicht nur die Sportwelt gespannt verfolgen, wie weit sie es schafft. Wir wünschen maximale Erfolge!














