Frank Warren: Wenn Tyson Fury nur noch 80% von dem ist, was er einmal war – dann schlägt er Wilder

Frank Warren der Promoter von Tyson Fury, der auch den Kampf am morgigen Samstag in Los Angeles mit promotet, sagt: „Wenn Tyson Fury nur zu 80% wieder zu der Form zurück gefunden hat die er einmal hatte, dann wird er in der morgigen Nacht Deontay Wilder verprügeln.“

Fury Promoter Frank Warren glaubt an den Sieg seines Schützlings

Wenn Tyson Fury (27-0-0, 19 KO-Siege) am Sonntagmorgen in einem der größten Schwergewichtskämpfe der letzten Jahre, im Staples Center in Los Angeles, gegen Deontay Wilder (40-0-0, 39 KO-Siege) in den Ring steigt, dann kämpft er nicht nur um den Sieg im Ring, sondern dieses außergewöhnliche Comeback spiegelt auch ganz besonders das Zurückkommen aus seiner persönlichen Katastrophe, zurück ins Leben, wieder.

Nicht viele Boxer haben den Gipfel ihres Sports so sublim erreicht wie dies Fury geschafft hat, als er im November 2015 den scheinbar unschlagbaren Wladimir Klitschko klar besiegte.

Und während es unzählige Boxer gab die nach ihren großen Erfolgen ganz schnell wieder von der Bildfläche verschwunden sind, gab es aber nur ganz Wenige, die mit dem gleichen Elan wie der 30-jährige Tyson Fury, bei dessen Vornamen sich sein Vater bei Mike Tyson orientiert hatte, seine Karriere beendet hatte und im Drogensumpf gelandet ist, sich aber dann auch selbst wieder aus diesem Sumpf herausgezogen und seine Karriere wieder aufgenommen hat.

So wie auf dem linken Foto sah Tyson Fury aus als er in den Drogensumpf abrutschte. Niemand glaubte wirklich an sein Comeback. Heute ist er wieder da was das rechte Foto deutlich zeigt.

„Zu sehen, wo Tyson Fury heute wieder steht, ist ein Zeugnis dafür was dieser Mann für einen eisernen Willen und welches Durchhaltevermögen er hat“, sagt sein Promoter Frank Warren.

„Er hat bereits viele Fragen über sich inzwischen schon selbst beantwortet und jetzt muss er aber noch die größte aller Fragen beantworten.“

„Wenn Tyson Fury nur zu 80% wieder zu der Form zurück gefunden hat die er einmal hatte, dann wird er Deontay Wilder verprügeln. Wer ist der bessere Boxer der beiden? Ganz klar ist Fury der weitaus besserer Boxer und er ist richtig klug wie er einen Kampf gestaltet. Er ist ein sehr, sehr intelligenter Boxer und er ist zu dem einer, der ganz schwierig zu boxen ist.“

Alles an Tyson Fury ist enorm. Der selbstbeschriebene „glatzköpfige, großbärtige Schädel eines 2,05 Meter großen Riesen“, seine Stimme die klingt als würden Autoreifen über Schotter fahren. Alles in allem präsentiert er die körperliche Präsenz eines Spitzensportlers, einfach ein Typ…….ein Boxer der Spitzenklasse.

Fury hat es schon einmal allen gezeigt, dass er sich mit seiner Kraft, seiner Athletik und seinem boxerischen Können, einen Platz in der überfüllten britischen Boxlandschaft erkämpft hatte.

Und dann fiel alles auseinander. Ein lukrativer Rückkampf mit Klitschko musste abgesagt werden, als er nach einem Sommerparty positiv auf Kokain getestet wurde und man ihm nach und nach alle WM-Gürtel aberkannte, von denen er keinen einzigen jemals im Ring verloren hat.

Er hat sich erst im vergangenen Jahr wieder aufgerafft und im Januar bekam er dann vom britischen Boxverband eine neue Boxlizenz ausgestellt.

Fury kehrte im letzten Sommer mit zwei mäßig beeindruckende Siegen gegen unterlegene Gegner in den Ring zurück – aber das war auch nur ein Warm-Up für dieses Boxing-Highlight gegen Deontay Wilder, sagt Fury.

„Es hat ungefähr 2 1/2 Jahre gedauert, bis ich anfing, meinen Sport zu vermissen“, sagte Fury. „Nachdem ich fühlte dass mir das Boxen fehlt, wurde das Feuer in mir wieder angezündet. Ich bin einfach glücklich, dass ich an mir  gearbeitet habe um diese Position wieder zu erreichen.“

„Ich stehe hier als Botschafter für die vielen psychische kranken Menschen dieser Welt und bin der Champion dieser Menschen. Ich habe Millionen von Menschen auf der ganzen Welt, die zu mir aufblicken und ich kämpfe für diese Leute.“