Firat Arslan, Timo Schwarzkopf und Erkan Teper im Allgäu erfolgreich!

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Wangen im Allgäu – Am gestrigen Samstagabend fand unter der Aufsicht des Bundes deutscher Berufsboxer eine Box-Gala im Baden-Württembergischen Wangen im Allgäu mit Firat Arslan, Timo Schwarzkopf, Erkan Teper sowie weiteren Kämpfern statt. In der gut besuchten Argensporthalle gingen an diesem Abend insgesamt acht Kämpfe über die Bühne. Ausreißer oder besondere Ausgänge der Kämpfe konnten nicht vermeldet werden. Somit kann man für die Veranstalter von einem erfolgreichen Abend sprechen. Dasselbe dürfte man auch für den mittlerweile 48-jährigen Firat Arslan sagen. Denn der frühere Weltmeister der WBA im Cruisergewicht, konnte seinen Gegner Cesar David Crenz eindeutig besiegen. Dieser stand unter anderem 2010 bereits mit Yoan Pablo Hernandez im Ring. Wenngleich im damaligen Gefecht der Weltklasse-Amateur Hernandez jede Runde für sich verbuchen konnte und Crenz diesem auch nie gefährlich werden konnte. Auch die anderen beiden Deutschen waren an diesem Abend erfolgreich. Erkan Teper besiegte in einem Aufbaukampf seinen Kontrahenten Samir Barakovic vorzeitig und Timo Schwarzkopf konnte sich erfolgreich für das skandalöse Urteil in Johannisburg im ersten Gefecht mit Bholo revanchieren.

Firat Arslan schlägt Crenz in zwei Runden KO

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Der Friedberger Firat Arslan 45-8-3 (30 KOs) konnte einen weiteren Sieg einfahren und damit die wohl wirklich allerletzte Chance auf eine WM-Chance bei einem der vier großen Verbände aufrecht erhalten (Arslan ist aktueller GBU-Weltmeister). In einem auf eigentlich 10 Runden angesetzten Vergleich benötige der ehemalige Weltmeister der WBA nicht einmal 2 ½ Runden, um mit seinem neun Jahre jüngeren Herausforderer Cesar David Crenz (23-12, 10 KOs) aus Argentinien kurzen Prozess zu machen. Bereits in der ersten Runde konnte man erkennen, dass Arslan der bessere Mann der beiden war. Er bewegte sich leichtfüßig durch den Ring und traf des öfteren zum Kopf und Körper von Crenz. Nachdem dieser die erste Runde dann überstanden hatte, sah er sich jedoch nach einem sauberen linken Kopfhaken auf den Brettern wieder. Da der Argentinier bei 10 noch keine Kampfbereitschaft signalisieren konnte, wurde der Kampf folgerichtig abgebrochen. Für Arslan bleibt es mit diesem Sieg also weiterhin spannend in Bezug auf eine weitere WM-Chance.

Timo Schwarzkopf mit erfolgreicher Revanche gegen Gift Bholo 

Foto: go4boxing / Wolfgang Wycisk

Auch für Timo Schwarzkopf (19-3, 11 KOs) sollte es ein erfolgreicher Abend werden. Der Stuttgarter konnte in seinem 20. Profikampf Revanche nehmen für das skandalöse Urteil des Kampfgerichtes in Johannisburg beim ersten Aufeinandertreffen der beiden Mitte März diesen Jahres. In einem souveränen Gefecht konnte Schwarzkopf die meisten Runden für sich verbuchen und hätte seinen Kontrahenten Gift Bholo (8-8, 4 KOs) in diesem Gefecht wohl auch nach Punkten eindeutig besiegt. Doch Schwarzkopf konnte den Südafrikaner sogar vorzeitig stoppen. Nachdem er Bholo bereits in Runde sechs auf den Brettern hatte, konnte dieser noch einmal kurz zurückkommen, doch eine weitere Schlagsalve von Schwarzkopf in der darauffolgenden siebten Runde beendete das Gefecht dann sogar vorzeitig. Für Schwarzkopf, der auch als Mitveranstalter in Erscheinung trat, dürfte es damit ein umso erfolgreicherer Abend gewesen sein.

Erkan Teper nach neunmonatiger Pause mit Comeback

Ein ebenso erfolgreicher Abend sollte die Veranstaltung im Allgäu auch für den Deutsch-Türken Erkan Teper (19-3, 12 KOs) werden. Für Teper, der nach seiner KO-Niederlage im September des letzten Jahres gegen den Finnen Robert Helenius (28-2, 17 KOs) erstmals wieder in den Ring zurückkehrte, ging es in diesem auf acht Runden angesetzten Gefecht vor allem darum, wieder das Gefühl für den Ring zu bekommen. Letztendlich sprangen für den 37-jährigen dann aber nur ganze drei Runden heraus. Sein Kontrahent Samir Barakovic (3-28, 3 KOs) war zu keinem Zeitpunkt auf demselben Niveau wie Teper und fing sich im dritten Durchgang einen Körpertreffer und musste anschließend auf die Bretter. Barakovic´ Ecke hatte dann auch ein Einsehen mit dem eigenen Schützling und man schmiss daraufhin das Handtuch. 

 

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