
Alexey Shendrik (SRB) – Selai Tatlot (FRA)
© Torsten Helmke
Balkan Boxing vom Münchener Boxpromoter Alexander Petkovic als Veranstalter in Lübeck und die Kieler Unlimited Boxpromotion von Akbulat „Bully“ Uzuev konnten sich über eindrucksvolle Siege ihrer Fighter freuen.
In den beiden Hauptkämpfen erfüllten die Serben Jovan Nikolić (Mittelgewicht) und Alexej Shendrik (Weltergewicht) – beide bei Balkan Boxing unter Vertrag – die Erwartungen. Und auch die Debütanten Mittelgewichtler Omar Baaioun (72 kg) und der 22jährige Superweltergewichtler Ashkan Ismail Alim (69 kg), beide beim Kieler Promoter unter Vertrag, überzeugten vollends in ihren Debüts als Profiboxer.

Jovan Nikolic (SRB) – Robin Zamora (NIC)
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Nikolic bekam es mit dem geschickt aus der Distanz boxenden südamerikanischen Robin Zamora aus Nicaragua (22 Siege – 43 Niederlagen) zu tun. Der in 27jährige in Spanien lebende Weltenbummler in Sachen Profiboxen stellte sich als „harter Hund“ heraus. Der 23jährige Serbe (8-0-0) aus Novi Sad sah sich im auf sechs Runden angesetzten Gefecht immer wieder vereinzelten Schlägen ausgesetzt. Diese verpufften jedoch an der Deckung des früheren Amateur-Europameisters.

Jovan Nikolic (SRB) – Robin Zamora (NIC)
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Jovan Nikolic setzte mit harten Kombinationen zum Kopf und Körper die eindeutigeren Akzente. Wenn es brenzlich wurde, klammerte Zamora. Alle Runden entsprachen dann diesem Kampfbild, sodass ein einstimmiger Sieg nach Punkten vom Ringsprecher verkündet wurde. „Mein Gegner konnte alle gut wegstecken. Ein richtig unangenehm zu boxender Kontrahent“, sagte Nikolic. „Wir werden die Klasse der Kontrahenten unsere Boxer sukzessive steigern,“ blickt Balkan Boxing-Direktor Petkovic in die Zukunft.

Alexey Shendrik (SRB) – Selai Tatlot (FRA)
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Alexej Shendrik gab ein erfolgreiches Deutschland-Debut und besiegte im Weltergewicht den nicht ungefährlichen Selai Tatlot aus Blagnac (8 Siege – 3 Niederlagen – 1 Unentschieden) nach sechs Durchgängen ebenso einstimmig und eindeutig nach Punkten. Der 25jährige Franzose kämpft erstmals nicht in seinem Heimatland und stellte sich teilweise Fuß an Fuß dem technisch überlegenden Shendrik, ehemaliger Jugend-Europameister der Amateure.

Alexey Shendrik (SRB) – Selai Tatlot (FRA)
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Der Serbe agierte variabler und hatte meist eine Hand mehr im Ziel. Deutliche Wirkungstreffer konnten allerdings beide Fighter nicht anbringen. Viele Hiebe im Infight oder in der Halbdistanz gingen vom Franzosen auf die Deckung des Boxers von Balkan Boxing (3-0-0).

Menal Topcu (GER) – Adrian Orban (HUN)
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Für ein Warm-Up Fight am 22. November in Flensburg (es geht dann um WBF-Europe-Gürtel gegen den 34jährigen Hamburger Darian Yasar) überprüfte Menal Topcu (ungeschlagen in 8 Fights – aus Hamburg) seine Form gegen den Adrian Orban (10-43-1). Die Prüfung bestand der 24jährige Topcu, der früher bei Petkos-Boxpromotion unter Vertrag stand), mit Bravour. Der Ungar war dem Hamburger in allen Belangen unterlegen. Die erste Runde wurde von Menal Topcu auf schnellen Beinen aus der Distanz geführt. Orban kam mit der Schnelligkeit des Deutschen überhaupt nicht zurecht. Nach mehreren „Bodenbekanntschaften“ von Adrian Orban war in Runde 2 dann Schluss mit lustig. Nach einer Kopf/Körper-Kombination zählte der Ringrichter den am Boden knieenden Orban nach 2:01 Minuten aus.

Dominik Haselbeck (GER) – Omar Baaioun (GER)
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Der dritte Profiboxkampf des Dominik Haselbeck (2-1-0) im Superweltergewicht endete tragisch. Der Münchener wollte sich auf einen Schlagabtausch mit dem Debütanten Omar Baaioun (7 Amateur-Fights) aus Uetersen (bei Hamburg) nicht einlassen. Auf schnellen Beinen war Haselbeck quasi auf der Flucht vor dem ungestüm angreifenden Unlimited-Boxer. Nach 2.58 Minuten der ersten Runde schlug dann eine Kombination mit anschließenden rechten Haken bei der Ex-Kickbox-Legende ein. Wie von einem Baum gefällt wurde Haselbeck in das Reich der Träume geschickt. Cutman Thilo Kudler und der Ringarzt leisteten nach dem KO erste Hilfe. Auf immer noch wackeligen Beinen wurde der Bayer in seine Ecke gebracht. „Dominik ist wieder OK. Ich war in seiner Kabine,“ stellte Zelim Uzuev, Betreuer von Omar Baaioun, erleichtert klar.

Ashkan Ismail Alim (GER) – Nabil Caky (EGY)
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Der von rund 250 Fans frenetisch angefeuerte Bulgare Ashkan Ismail Alim (1-0-0) aus dem Unlimited Boxstall hatte es da wesentlich schwerer. Immer im Vorwärtsgang bearbeitete der 22jährige Kieler den Ägypter (15-14-1) mit Schlagserien und war dann schnell aus der Gefahrenzone. Sein 42jähriger Gegner wollte mit seiner vorhanden Schlagkraft (10seiner 15 siegreichen Kämpfe endeten vorzeitig) den KO- Doch das ist natürlich passiv und mit einzelnen Händen bei ein sehr beweglichen Gegner kaum möglich. Die Ringrichter werteten dann auch einen einstimmigen Punktsieg für Alim.
„Mein besonderer Dank gilt dem Hauptsponsor der Balkan-Boxing Events Manuel Eliseo, mit der Premium-Marke „Eliseo-Sportswear“. Außerdem freut es mich, dass zumindest ich mit den Uzuev-Brüdern ein verlässlichen Partner, was leider nicht alltäglich unter Promotern ist, gefunden habe“, zog Alexander Petkovic, der jetzt unter der Flagge vom FVA (Faustkämpferverband Austria) veranstaltet ein positives Fazit des „Lübeck-Abenteuers“. Der Zuschauerzuspruch von rund 1000 Zuschauern in der zu einem Drittel gefüllten Hansehalle ist sicherlich für zukünftige Boxevents noch steigerungsfähig.

David Ayiti (GER) – Arnel Hukic (BIH)
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Die weiteren Fights: Eldar Bagirov/Deutschland (ungeschlagen in 4 Kämpfen) im Mittelgewicht einst. Sieger n. Pkt. über Ciprian Radu/Rumänien (2-6-0); Cruisergewichten David Ayiti (6 Kämpfe, 6 KOs aus München) TKO-Sieg (3. Rd. nach 2:30 Min.) über Arnel Hucic/Bosnien – Herzegovina (2-8-0); Marco Maric (Serbien/5-0-0) KO-Sieg 2. Rd. (1:42) über Roland Bugyi/Ungarn (0-9-2) und Marko Kralevic aus Kroatien (6-1-0) im Cruisergewicht einst. Sieger n. Pkt. über Norbert Szekeres/Ungarn (19-105-4).

Marco Maric (SRB) – Bugyi Roland (HUN)
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