
Am Samstag steigt in Manchester eines der spektakulärsten Schwergewichtsduelle des Jahres. WBO-Weltmeister Fabio Wardley trifft auf Ex-IBF-Champion Daniel Dubois – zwei Puncher mit zusammen 40 KO-Siegen.
„Don’t Blink“: Queensberry bewirbt den Kampf als explosives Schwergewichts-Spektakel
Unter dem Motto „Don’t Blink“ steigt am 9. Mai in der Co-op Live Arena in Manchester der WBO-WM-Kampf zwischen Fabio Wardley (20-0-1, 19 KOs) und Daniel Dubois (22-3, 21 KOs). Queensberry Promotions bezeichnet das Aufeinandertreffen als Duell der „zwei härtesten Puncher im Schwergewicht“.
Wardley bestreitet dabei die erste Titelverteidigung seiner WBO-Krone, nachdem er Ende 2025 zunächst Joseph Parker spektakulär gestoppt hatte und anschließend nach dem Titelverzicht von Oleksandr Usyk zum regulären Weltmeister aufstieg.
Für Dubois ist es bereits der sechste WM-Kampf seiner Karriere. Der 28-jährige Londoner will sich nach seiner Niederlage gegen Usyk erneut an die Spitze der Königsklasse zurückkämpfen. Trainer Don Charles erklärte im Vorfeld, man sehe keinen Grund für einen Aufbaukampf. Dubois sei bereit, direkt wieder auf Weltklasse-Niveau anzutreten.

Wardley setzt auf Härte und Momentum
Fabio Wardley gilt aktuell als einer der gefährlichsten Schwergewichtler im Weltboxen. Der 31-Jährige hat sich vom White-Collar-Boxer zum Weltmeister entwickelt und überzeugte zuletzt mit späten KO-Siegen gegen Justis Huni und Joseph Parker.
Besonders auffällig: Wardley besitzt enorme Nehmerqualitäten und bleibt auch unter Druck gefährlich. In Interviews betonte er zuletzt mehrfach, dass er sich von Dubois’ Schlagkraft nicht beeindrucken lasse. Vielmehr sehe er mentale Vorteile auf seiner Seite.

Dubois will zurück an die Spitze
Daniel Dubois reist trotz der Usyk-Niederlage selbstbewusst nach Manchester. Der frühere IBF-Weltmeister sieht den Kampf gegen Wardley als „Must-win-Fight“ und ordnet ihn unter den größten Herausforderungen seiner Karriere ein.
Der Punch von Dubois bleibt seine größte Waffe. 21 seiner 22 Siege beendete er vorzeitig. Allerdings werfen Kritiker weiterhin Fragen zu seiner Konstanz und mentalen Stabilität in großen Kämpfen auf – genau diesen Punkt sprach Wardley zuletzt öffentlich an.

KO nahezu vorprogrammiert
Die Ausgangslage verspricht Hochspannung: Beide Boxer verfügen über eine KO-Quote von rund 95 Prozent. Entsprechend erwarten viele Beobachter keinen langen Kampf. Teddy Atlas erklärte bereits, dass das Duell womöglich von dem entschieden werde, „der zuerst trifft“.
Der Hauptkampf wird am kommendem Samstagabend gegen 23 Uhr deutscher Zeit beginnen. Übertragen wird das Event live auf DAZN PPV.















