Ex-Trainer von Henry Maske und Axel Schulz Manfred Wolke gestorben

Übereinstimmenden Medienberichten zufolge ist einer der ganz Großen des deutschen Boxsports verstorben: Manfred Wolke. 

Wegbereiter des „deutschen Box-Booms“ stirbt mit 81 Jahren

Im Alter von 81 Jahren ist der ehemalige Olympiasieger von 1968 sowie Boxtrainer Manfred Wolke am vergangenen Mittwoch, 29. Mai, verstorben. Wie die BILD schreibt, habe Wolke an Demenz gelitten und soll in einer Pflegeeinrichtung, abgeschottet von der Öffentlichkeit, in Frankfurt/Oder gelebt haben.

Manfred Wolke war einer der Wegbreiter des „deutschen Box-Booms“ in den 90er Jahren. Er war u.a. Trainer von Axel Schulz, den er beispielsweise zur WM gegen George Foreman führte und Henry Maske, der mit Wolke in der Ecke 1988 Gold bei den Olympischen Spielen und 1993 die IBF-Weltmeisterschaft bei den Profis holte. Maske und Wolke waren fortan die prägenden Gesichter des deutschen Boxens. Zur BILD sagte sein ehemaliger Schützling, der ihn als einer der wenigen noch besuchen durfte: „Der Tod meines Trainers hat mich natürlich sehr hart getroffen. Am 24. Januar habe ich Manfred Wolke noch einmal besuchen können. Er war zu diesem Zeitpunkt in einer körperlich sehr guten Verfassung. Nur diese Demenz … Jetzt ist er gegangen und auch erlöst.“

Maske und Wolke
Manfred Wolke (rechts) mit seinem „Meisterschüler“ Henry Maske. (Fotonachweis: WENN Ltd / Alamy Stock Foto)

Axel Schulz wird bei BILD zitiert mit: „Ich bin dankbar, bei Manfred Wolke trainiert zu haben. Er war der beste Trainer in meiner Karriere.“

Neben Schulz und Maske, war Wolke auch Trainer von Rudi Fink, Danilo Häußler, Timo Hoffmann, Kai Kurzawa, Enad Licina, Torsten & Rüdiger May sowie kurzzeitig auch von Marco Huck. Der einstige Cruisergewichtsweltmeister zeigte sich in den sozialen Medien bestürzt über den Tod Wolkes: „Ich hatte das Privileg, einen Teil meiner Profi-Karriere mit ihm zu verbringen und kann mit Sicherheit sagen, dass er ein großartiger Mensch war. Sein Vermächtnis wird in der deutschen Boxgeschichte weiterleben.“

Foto Ebby Thust und Manfred Wolke
Ebby Thust und Manfred Wolke 2015

Auch sein ehemaliger Trainerkollege Ulli Wegner zeigte sich bestürzt über die Nachricht: „Manfred hat das deutsche Profi-Boxen wieder nach oben gebracht, er hat es nach der Wende salonfähig gemacht. Ich wäre zudem ohne Manne Wolke nie Profi-Trainer geworden. Er hat ins deutsche Profi-Boxen eine ganz neue Qualität gebracht. Das ist sein Verdienst. Ich bin sehr traurig und habe große Hochachtung vor seinem Lebenswerk.“

„Was Wolke sportlich vorweisen kann, wird hierzulande wohl auf Ewigkeit seinen Einmaligkeitswert behalten“, schätzte zudem der Boxjournalist Gunnar Meinhardt die Karriere Wolkes als Boxer und Trainer 2018 ein, als er anlässlich seines 75. Geburtstages über ihn schrieb.

BOXEN1 drückt allen Angehörigen, vor allem der Familie und engsten Freunden, herzliches Beileid aus. Ruhe in Frieden Manfred Wolke.

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