Boxen ist mein Leben – ohne das Boxen bin ich nichts!
Ein Bericht von Wolfgang Weggen
Schlussgong in der Eiffestraße! Zum vorerst letzten Male war gestern Nachmittag im EC-Gym von Erol Ceylan „Showtime“ angesagt. Mit einem flotten Sparrings-6-Runder gegen Nikola Milacic verabschiedete sich Juan Carlos Gomez (40) aus Hamburg nach Ungarn. Morgen (Sonntag) fliegt er mit seinem Trainer Fritz Sdunek („Fritz ist der beste Trainer der Welt, für mich ist er wie ein Vater“) nach Budapest.

Gomez wieder im Cruisergewicht? Kaum zu glauben. „Stimmt aber“, sagt der alte Fritz. „Juan hat 26 Kilo abtrainiert“. Von den ehemals 120 Kilo ist nichts mehr zu sehen. Gomez ist wieder rank und schlank. Lob auch von EC-Boss Ceylan, bei dem Gomez fast vier Wochen lang trainiert hat: „Juan hat sich gut entwickelt, mit jedem Sparring ist er stärker geworden, er findet immer schneller zu seiner guten, alten Form“.

Klar, Gomez gesteht ein, dass er viele Fehler in seinem Leben gemacht hat, dass er sein im Ring hart verdientes Geld, es geht da um Millionen, regelrecht zum Fenster hinausgeworfen hat. Jetzt ist er blank, hofft mit seiner „allerletzten Chance“ noch einmal ganz groß auftrumpfen zu können, den WM-Titel wieder zu gewinnen, den er 2002 freiwillig abgegeben hat. „Ich würde gern viele Fehler rückgängig machen“, erzählt er dem Abendblatt-Reporter, „vor allem wäre ich ein besserer Vater für meine Kinder“.
Helfen soll/will ihm beim Ergreifen der „allerletzten Chance“ Sylke (47), leitende Angestellte einer Hamburger Rechtsanwaltskanzlei, mit der er jetzt in Hamburg-Wandsbek zusammenebt. Zusammen wollen sie es schaffen, damit der Traum des „braunen Bombers“ vom WM-Titel und der großen Kohledoch noch einmal in Erfüllung geht, „denn das Boxen ist mein Leben. Ohne das Boxen bin ich nichts“.
PS: Nach dem Kampf in Ungarn soll Gomez auf der EC-Veranstaltung von Erol Ceylan am 11. April wieder in den Ring klettern















