
Mit fünf Siegen in Folge erkämpfte Alberto Antochi die Goldmedaille der Europameisterschaften in der Gewichtsklasse bis 70kg.
Europameisterschaft U17: Alberto Antochi erkämpft mit fünf Siegleistungen die Goldmedaille
Die Europameisterschaften der Altersklasse U17 im Olympischen und Paralympischen Zentrum in Kienbaum(Brandenburg) sind nach sieben Wettkampftagen beendet.
356 Wettkämpfe wurden in 13 Gewichtsklassen der weiblichen Junioren und 13 Gewichtsklassen der männlichenJunioren ausgetragen, bis die letzten Entscheidungen über Gold- und Silbermedaillen am 17. Dezember fielen.
Der Deutsche Boxsport-Verband (DBV) hatte mit 10 Boxerinnen und 13 Boxern an dieser Heim-EM teilgenom-men. Nach dem Abschluss des Turniers können das Team und der Verband 6 Medaillenerfolge bilanzieren.
Gold für Alberto Antochi
In der Gewichtsklasse bis 70 kg gewann Alberto Antochi vom Landesverband Bayern im Finalkampf gegen Myky-ta Koval aus der Ukraine die Goldmedaille. Der neue Europameister hatte in einer großen Turniergruppe mit 20Boxern einen langen Weg bis zum Spitzenplatz auf dem Siegerpodest zurückzulegen: Beeindruckende fünf Sieg-leistungen gegen Irland, Finnland, Frankreich, Polen und schließlich die Ukraine führten ihn zum kontinentalenTitel in seiner Gewichtsklasse.
Sein persönliches Fazit des Turniers: „Die EM hat mir sehr gefallen. Das war ein starkes Turnier. Ich war die ganze Zeit fokussiert und unterAdrenalin. Die Vorbereitung auf das Turnier lief aber sehr gut. Da hatte ich schon das Gefühl, dass ichhier auch gewinnen kann. Das Halbfinale war spannend: Die ersten beiden Runden ich abgege-ben. In der dritten Runde habe ich das Ding aber dann gedreht und der Gegner wurde drei Mal ange-zählt, so dass es dann ein vorzeitiger Sieg wurde. Der härteste Kampf war allerdings das Finale. Da waraus 2023 noch eine Rechnung offen, weil ich damals bei der EM gegen die Ukraine ausgeschieden war.Nun hat es aber geklappt. Jetzt ist erst einmal Regeneration angesagt. Ich freue mich auch richtig, erstmal nicht auf das Gewicht achten zu müssen. Danken möchte ich noch meinem Trainer Viktor Fedosovund allen, die mich unterstützt und live zugeschaut haben!“
Silber für Amalia Müller
Die Silbermedaille gewann Amalia Müller in der Gewichtsklasse bis 50 kg vom Landesverband Baden-Württem-berg. Nach drei Siegleistungen gegen Bulgarien, Italien und die Slowakei konnte sie erst im Finalkampf durch dieTitelträgerin Anya New aus England in ihrem Durchmarsch gestoppt werden. Der Titel als Vize-Europameisterinist ihr verdienter Lohn für die hervorragende Turnierleistung.
Vier Bronzemedaillen runden das Bild ab
Damit ist der Medaillenertrag des deutschen Teams aber noch nicht erschöpft: Durch ihre Vorstöße ins Halbfinaleder EM haben Maxim Kovalski (Gewichtsklasse bis 57 kg, Landesverband Baden-Württemberg), Sofia Waschenko(Gewichtsklasse bis 66 kg, Landesverband Niedersachsen), Lorin Sayim (Gewichtsklasse bis 57 kg, LandesverbandSüdwest) und Joline Herzog (Gewichtsklasse bis 63 kg, Landesverband Hessen) die Bilanz um vier Bronzemedail-len ergänzt.
Im Ranking der Europameisterschaften belegt das Team des Deutschen Boxsport-Verbandes mit dieser Bilanzden siebten Platz. Der leitende Nachwuchstrainer des DBV Andreas Schulze ordnet die Erfolge und die gesamte Teamleistung mit folgenden Worten ein: „Es war eine große EM mit vielen teilnehmenden Sportlerinnen und Sportler aus Nationen. Ichhatte vielleicht auf ein oder 2 mehr Finalistinnen oder Finalisten gehofft, aber wir hatten Teilnehmeraus altem wie jungem Jahrgang dabei, und dann ist es manchmal auch eine Frage der Erfahrung. Ins-gesamt haben wir aber die richtigen und zum Turnier mitgenommen, die ihrPotenzial auch zeigen konnten. Besonders hervorzuheben ist natürlich die Leistung von AlbertoAntochi. Hut ab vor seiner Performance bei diesem mit fünf Siegen und dem Titelgewinn. Aufgleicher Augenhöhe im Grunde auch Amalia Müller, die im Finale nur höchst unglücklich verloren hat.Das waren sehr gute Leistungen. Auch alle vier Bronzemedaillisten haben ihr Potenzial unter Beweisgestellt und zum Teamerfolg wesentlich beigetragen. Ein großes Lob und Danke geht auch an alle Mit-arbeiter des Sportzentrums Kienbaum, die mit viel persönlichem Einsatz für perfekte Rahmenbedingungen gesorgt haben.“
Text: DBV/Ralf Elfering















Ales Okä