Erster Titelkampf bei der German Boxing Series am 15.11 in Köln

Deutsche Meisterschaft im Halbschwergewicht: Marc Lambertz vs. Kevin Kiy.

In der XPOST findet das Rematch zwischen Marc Lambertz und Kevin Kiy statt – es geht um die altehrwürdige Deutsche Meisterschaft.

In etwa zwei Monaten, am 15. November, steigt die dritte Veranstaltung der German Boxing Series in der XPOST in Köln. Der ambitionierte neue Anbieter möchte erneut unter Beweis stellen, wie gutes und mitreißendes Boxen aussehen kann.

Promoter Ruben Lammersdorf bewies bereits bei den ersten beiden Events ein gutes Auge für ausgeglichene Kämpfe – und ebenso ein Gespür dafür, was im deutschen Boxsport derzeit gefragter ist denn je: sportlich faire Duelle zweier ambitionierter Athleten, im Idealfall mit lokaler Verwurzelung.

Dass dieses Modell Früchte trägt und auch den Nerv vieler Boxsportfreunde trifft, die sich nach endlosen unausgeglichenen Aufbaukämpfen bereits abgewandt hatten, zeigt die Zuschauerresonanz: Die zweite Veranstaltung war im vergangenen Januar restlos ausverkauft – mit rund 2.500 Besuchern. Ein großer Erfolg für ein so junges Projekt.

Die Erfolgsformel erklärt Promoter Lammersdorf so:
„Unser Konzept ist klar: Kämpfe auf Augenhöhe. Der Star ist kein einzelner Boxer – der Star ist die Fightcard. Es geht ausschließlich darum, sich auf Augenhöhe zu messen. Aufbaukämpfe, die natürlich auch ihre Berechtigung haben, gibt es bei uns nicht. Dafür gibt es andere Veranstaltungen. Das unterscheidet uns eindeutig von den meisten anderen Veranstaltern.“

Erster Titelkampf bei der German Boxing Series

Eine Halle auszuverkaufen und die Zuschauer mit Kämpfen auf Augenhöhe zu begeistern, ist sicherlich ein elementares Ziel für jeden Veranstalter. Dennoch gibt es weitere Faktoren, die entscheidend sind, um als Gesamtprojekt zu wachsen. Dazu zählt insbesondere das sukzessive Erweitern der sportlichen Qualität, um auch im weltweiten Kontext an Relevanz zu gewinnen.

„Ich denke, wir haben gesehen, dass sich die Matchmaking-Qualität von GBS1 zu GBS2 massiv verbessert hat. Das Gleiche ist natürlich auch unser Ziel von GBS2 zu GBS3“, so Lammersdorf.

Dies ist häufig mit einem Abwägen verbunden: Zum einen muss man darauf achten, dass lokale Ticketseller auf der Veranstaltung vertreten bleiben – zum anderen aber auch das sportliche Leistungsvermögen im Blick behalten. Nur die richtige Balance sichert einen ausverkauften und stimmungsvollen Abend, der zugleich sportliche Qualität liefert.

Klar ist: Die German Boxing Series steht noch am Anfang und kann internationale Spitzenklasse derzeit überwiegend noch nicht bieten. Doch das ist kein Makel. Der erste Schritt in Richtung größerer sportlicher Relevanz wird am 15. November gegangen – mit dem ersten Titelkampf in der Geschichte der German Boxing Series.

Rematch zwischen Marc Lambertz und Kevin Kiy um die Deutsche Meisterschaft

Kevin Kiy vs. Marc Lambertz
© Devad Handanovic

Wer starke nationale Kämpfe liefern möchte, kommt kaum an einer Deutschen Meisterschaft vorbei. Am 15. November kommt es daher zum Titelkampf um den altehrwürdigen BDB-Gürtel im Halbschwergewicht zwischen Kevin Kiy (8-0-1) und Marc Lambertz (13-2). Beide standen sich bereits im Januar gegenüber, als Kiy einen nicht ganz fitten Lambertz innerhalb von zwei Runden stoppte.

Weshalb sollte es nun im Rematch anders laufen?

„Die Rahmenbedingungen haben nicht dafür gesprochen, an diesem Tag in einem Boxring zu stehen. Ich wollte es unbedingt und musste lernen, dass es die falsche Entscheidung war“, so Lambertz auf Boxen1-Nachfrage.

Ob ein fitter Lambertz diesmal stark genug sein wird, bleibt fraglich. Doch es spricht für ihn, dass er sich der Herausforderung erneut stellt. „La Tortuga“ läuft bei Titelkämpfen gerne zur Höchstleistung auf – wie sein spektakulärer KO-Sieg über Patrick Rokohl (29-5) im vergangenen Jahr in Wolfenbüttel bewies.

„Ich widme jeden Tag dem Boxsport und arbeite daran, jeden Tag ein bisschen besser zu sein als am Tag zuvor“, so Lambertz.

Ticketvorverkauf für GBS3 gestartet

Die Deutsche Meisterschaft zwischen Lambertz und Kiy ist nur ein Teil der Veranstaltung – bis zu zehn Kämpfe sind insgesamt geplant.

„Man darf sich wieder auf Knallereien auf Augenhöhe freuen!“, verspricht Ruben Lammersdorf.

Der Ticketvorverkauf ist bereits gestartet, und schon jetzt sind 70 % der Tribünentickets vergriffen. Wer zu fairen Konditionen echten Boxsport auf Augenhöhe erleben möchte, sollte sich schnell eine der gefragten Karten sichern.

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