Erislandy Lara macht kurzen Prozess mit Ramon Alvarez

Stephanie Trapp/TGB Promotions

In Minneapolis, Minnesota bekam der Kubaner Erislandy Lara nach zuletzt zwei erfolglosen Auftritten erneut eine WM-Chance. Gegen einen hoffnungslos unterlegenen Ramon Alvarez sicherte er sich den regulären WBA-WM-Titel im Super-Weltergewicht. 

Alvarez ein leichtes Ziel

Erislandy Lara (26-3-3, 15 KOs) hatte einen Tag vor seinem Kampf im Minneapolis Armory nochmal klargestellt, dass er Gegner Ramon Alvarez „bestrafen wolle“. Was war passiert? Der Mexikaner Alvarez (28-8-3, 16 KOs) schaffte es nicht pünktlich zum offiziellen Wiegen am Freitag und wog dann ganze zwei Kilo über dem Limit von 69,853 kg ein. Ein No-Go – speziell in einem Titelkampf. Lara ließ dann seinen Worten auch Taten folgen. 

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Mit seinen mittlerweile 36 Jahren besitzt der Kubaner nicht mehr die Leichtfüßigkeit vergangener Tage, doch diese benötigte am Samstagabend auch nicht. Langsam, behäbig und defensiv anfällig präsentierte sich sein Gegenüber, weshalb sich Rechtsausleger Lara fast aussuchen konnte, wie er Alvarez bearbeitet. Im Prinzip musste er aber nur darauf warten, dass dieser sich mit seiner Rechten zu weit nach vorne lehnt und diese nicht rechtzeitig ans Kinn zurückbringt. So konnte Lara dann seine eigene Linke mustergültig ins Ziel bringen.

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Der übergewichtige Bruder von Canelo Alvarez taumelte nach hinten, nur die Ringseile hielten ihn auf den Beinen, weshalb er folgerichtig angezählt wurde. Noch über eine Minute in Runde zwei verblieben, Lara ließ präzise Attacken folgen. Der angezählte Mexikaner konnte sich nicht mehr intelligent verteidigen und wäre Referee Mark Nelson nicht rechtzeitig dazwischen gegangen, wäre er wohl ganz schwer KO gegangen. Eine leichteres Erringen eines WM-Titels hätte sich Lara wohl nicht ausmalen können. 

Fundora und Clark trennen sich Unentschieden 

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Im Co-Main Event kam es noch zum Aufeinandertreffen zweier junger Super-Weltergewichtler. Der rund zwei Meter große Sebastian Fundora (13-0-1, 9 KOs), genannt „The Towering Inferno“, bekam es hier mit dem ebenfalls äußerst großgewachsenen (1,88 m) Jamontay Clark (14-1-1, 7 KOs) zu tun. Interessant war obendrein, dass man es hier mit zwei Rechtsauslegern zu tun hatte. Clark konnte insbesondere im Rückwärtsgang mit guten Kontern punkten, während Fundora aggressiv nach vorne ging und wohl auch die härten Hände unterbringen konnte. Die Punktrichter waren sich allesamt nicht einig in ihrer Wertung, jeweils ein Offizieller punktete den Kampf für einen der Boxer, John Mariano sah den Kampf Unentschieden, weshalb dies dann auch das offizielle Ergebnis darstellte. 

Video-Highlights:

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