
WBA-Mittelgewichts-Weltmeister Erislandy „The American Dream“ Lara zeigte im PPV-Auftritt eine souveräne Leistung. Zwei Knockdowns in Runde eins und zwölf ebneten dem Kubaner den Weg zu einem deutlichen Punkturteil über Herausforderer Johan Gonzalez.
Lara dominiert Ersatzgegner Johan Gonzalez
Lara (32-3-3, 19 KOs) erwischte einen perfekten Start: Kurz vor Ende der ersten Runde schickte er den kurzfristig eingesprungenen Gonzalez (36-5, 34 KOs), der für den bei einem Dopingtest positiv aufgefallenen Janibek Alimkhanuly antrat, mit einer explosiven linken Geraden zu Boden. Zwar blieb der schnelle vorzeitige Sieg aus, doch Gonzalez agierte in den Folgerunden sichtbar vorsichtiger.
„Gonzalez kam, um zu kämpfen und zu gewinnen“, sagte Lara. „Wir kannten ihn ein wenig und waren vorbereitet. Er war ein harter Gegner, aber wir haben unseren Plan umgesetzt.“

Gonzalez erklärte: „Ich verbringe meine gesamte Zeit im Gym, deshalb war ich bereit. Keine Ausreden – aber ich finde, Lara hat nicht so geboxt, wie er es vorher angekündigt hatte.“
Lara kontrolliert das Geschehen
Trotz der kurzen Vorbereitungszeit versuchte Gonzalez, Lara an den Seilen zu stellen und mit harten Schlägen unter Druck zu setzen. Doch der Routinier konterte präzise und nutzte seine Erfahrung, um Treffer zu vermeiden und selbst sauber zu punkten. In Runde fünf erschütterte Lara seinen Gegner erneut mit zwei klaren linken Händen.

Gonzalez, der den ersten Knockdown teils als „Punch and Slip“ wertete, räumte jedoch ein: „Der zweite Niederschlag war ein sauberer Treffer.“
Über die gesamte Distanz ließ Lara kaum etwas anbrennen. Immer wieder fand er mit seiner linken Hand das Ziel, während Gonzalez’ Angriffsbemühungen meist ins Leere liefen. In den Schlusssekunden setzte der 42-Jährige noch einmal nach und schickte Gonzalez ein weiteres Mal auf die Bretter.

Die Punktrichter werteten verdient mit 120:106, 119:107 und 118:108 für den Champion.
„Ich habe gezeigt, dass ich mit 42 immer noch auf höchstem Niveau bin“, betonte Lara. „Ich kann mit den Besten mithalten. Janibek interessiert mich nicht mehr, darüber will ich nicht sprechen.“














