Ergebnisse der Undercard von Petko’s FIGHT NIGHT in Berlin

Foto: Konstantinos Sarigiannidis

Insgesamt zehn Kämpfe standen zu Petko’s erster FIGHT NIGHT in der Landeshauptstadt Berlin auf dem Programm. Neben den Titelkämpfen, hatte auch die Undercard allerhand zu bieten.

Nick Morsink siegt im Auftaktkampf nach Punkten

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In seinem achten Kampf als Profi, traf der aus Velen stammende Nick Morsink auf einen erfahrenen Mann aus Frankreich. Ionut Trandafir Ilie (17-30-3, 3 KOs) agierte über weite Teile aus dem Rückwärtsgang. Morsink, der die Ringmitte bestimmte, mühte sich mit seinem französischen Kontrahenten häufig ab, konnte jedoch die klareren Treffer verbuchen. Ilie hingegen versuchte vor allem gegen Ende der Runden mit vereinzelten Angriffen seinerseits zu Treffern und damit Punkten zu kommen. Nach sechs Runden stand mit Nick Morsink der einstimmige Punktsieger des ersten Kampfes im Supermittelgewicht fest.

Taycan Yildirim siegt vorzeitig in Runde 2

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Lokalmatador Taycan Yildirim traf im zweiten Kampf des Abends auf den Bosnier Slavisa Simeunovic, der mit insgesamt 67 Kämpfen einiges an Erfahrung auf der Uhr hatte. Für Yildirim hingegen war es der erst siebte Profikampf im Supermittelgewicht. Simeunovic boxte häufig ohne Deckung und versuchte die Schläge des Berliners zu meiden, was ihm aber nicht immer gelang. Die Quittung kam dann gegen Ende des ersten Durchgangs. Nach mehreren Schlägen zum Kopf, musste Simeunovic das erste Mal zu Boden. Yildirim bearbeitete seinen Gegner auch zu Beginn der zweiten Runde energisch weiter.

Das Ende kam dann im zweiten Durchgang. Der erst 18-jährige Berliner bearbeitete sein Gegenüber mit schnellen Händen immer weiter. Yildirim traf nun auch häufiger zu Körper und Kopf, sodass er Slavisa Simeunovic noch insgesamt drei Mal zu Boden schicken und den Kampf somit durch KO gewinnen konnte.

Denny Heidrich mit Bilderbuch-KO

Mit dem Cruisergewichtler Denny Heidrich stand im dritten Kampf des Abends erneut ein Lokalmatador im Ring. Der 30-Jährige traf im fünften Profikampf auf den bosnischen Aufbaugegner Amir Solak, der bis dato nur 2 seiner insgesamt 10 Kämpfe gewinnen konnte. Heidrich gab im Kampf erwartungsgemäß den Takt vor, hielt die Ringmitte und konnte immer wieder zu sehenswerten Aktionen kommen.

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Gleich zu Beginn des zweiten Durchgangs, konnte Heidrich zu neuen nennenswerten Treffern kommen. Mit einem gezielten Schlag zum Kopf, schickte der Berliner Amir Solak zu Boden. Der fand wieder auf die Beine, kassierte allerdings wenige Sekunden nachdem der Kampf wieder freigegeben wurde, eine rechte Gerade zum Kopf – Volltreffer! Solak ging nach diesem Treffer schwer auf den Boden und wurde sofort aus dem Kampf genommen. Denny Heidrich konnte sich damit, unter dem lautstarken Jubel seiner zahlreichen Fans in der Verti Music Hall, über seinen vierten Sieg im fünften Kampf freuen.

Souveräner Edgar Walth siegt einstimmig nach Punkten

Gegen der erfahrenen Georgier Nika Kokashvili (20-20-1, 7 KOs) musste Bayerns Edgar Walth im sechsten Profikampf antreten. Der ehemalige Erfolgsamateur Walth eröffnete das Duell gewohnt souverän. Mit schnellen Händen zu Kopf und Körper, setzte Walth seine Marken und ließ keinen Zweifel daran, wer der Chef im Ring ist. Immer wieder konnte der Superfedergewichtler sowohl mit Einzelhänden, als auch Kombinationen Treffer erzielen und seinen Gegner mehr und mehr zermürben. Sofern Walth seinem Gegner die Zeit gab, selbst aktiv zu werden, fand dieser sein Ziel nicht. Auf schnellen Beinen und mit gutem Auge, mied Walth den Schlägen elegant aus und ließ Kokashvili somit kaum eine Chance, zu Treffern zu kommen.

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Nach wiederholter Ermahnung, zog Referee Maurizio Rinaudo dem Georgier in Runde 4 einen Punkt ab, da dieser Walth mit dem Kopf stieß. Kokashvili, der seit dem ersten Drittel des Duells nicht nur mit Walth, sondern auch Nasenbluten zu kämpfen hatte, blieb trotz zahlreicher harter Treffer tapfer und ging mit dem 27-jährigen Straubinger über die Runden, nachdem sich beide gegen Ende des auf sechs Runden angesetzten Kampfes nochmals einen wilden Schlagabtausch lieferten. Am Ende stand mit Edgar Walth der einstimmige Sieger des Kampfes im Superfedergewicht fest. Für Walth sollten nun größere Aufgaben folgen, womöglich könnte er bald um seinen ersten Titel boxen.

Rico Müller siegt erneut gegen Betuel Ushona

Rico Müller stieg im sechsten Kampf des Abends nach einem eingeschobenen 4-Runder im Superweltergewicht (Mohammed Khalou vs. Dragoljub Stanojevic, Sieger Khalou nach Punkten), als weiterer Local Hero in den Ring. Dort traf er mit Betuel Ushona auf einen alten Bekannten, denn beide standen sich vor einiger Zeit schon einmal gegenüber. Müller bestimmte den Kampf zu Beginn des auf acht Runden angesetzten Weltergewichts-Duells aus der Ringmitte und gab den Takt vor.

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Der Berliner konnte den gewohnt unangenehm boxenden Ushona weitestgehend beherrschen und sowohl mit langen Geraden als auch Aktionen in der Nahdistanz gut treffen. Doch auch Ushona, dem in Runde 5 ein Punkt wegen Tiefschlags abgezogen wurde, kam seinerseits zu einigen Treffern. Der Großteil der Schläge verpuffte jedoch in Rico Müllers solider Deckung. Die letzte Runde startete mit hoher Geschwindigkeit auf beiden Seiten. Sowohl Müller als auch Ushona deckten ihr Gegenüber wechselnd mit Schlägen ein. Müller behielt auch im letzten Durchgang den Hut auf und konnte sich schlussendlich erneut gegen Betuel Ushona aus Namibia durchsetzen. Die Punktrichter werteten einstimmig für den Berliner Lokalmatadoren, der seinen Kampfrekord auf 25 Siege in 28 Kämpfen (ein Unentschieden) ausbauen konnte.

Emir Ahmatovic mit KO-Sieg in Schwergewichts-Debüt!

Petko’s Neuzugang Emir Ahmatovic stieg an diesem Abend erstmalig nach längerer Pause wieder in den Ring. Dort gab er nicht nur sein Debüt für den neuen Boxstall, sondern auch in seiner neuen Gewichtsklasse. Im auf 8 Runden angesetzten Schwergewichtskampf gegen den erfahrenen Bosnier Drazan Janjanin, gab Ahmatovic das Ruder zu keiner Zeit aus der Hand. Gleich im ersten Durchgang konnte er seinen kleineren Gegner nach gutem Treffer auf die Bretter schicken.

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Auch in Runde 2 bestimmte Ahamtovic, der zuletzt mit Schulterproblemen zu kämpfen hatte, den Kampf. So kam es, dass er Janjanin mit einem gezielten Schlag auf die Leber erneut runter schickte und den Kampf somit durch KO beenden konnte.

Malik Zinad mit erneutem KO-Sieg

Ebenfalls neu bei Petko’s Boxpromotion, ist der aus Malta stammende Halbschwergewichtler Malik Zinad, der bisher alle seiner 11 Kämpfe gewinnen konnte, 10 davon vorzeitig. Sein Widersacher im auf acht Runden angesetzten Duell war der Karlsruher Stephane Tchamba.

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Tchamba hatte von Beginn an nicht den Hauch einer Chance gegen den Mann aus dem Hause Petkovic. Zinad traf immer wieder mit langen Händen zu Körper und Kopf. Schon im zweiten Durchgang konnte er Tchamba nach einem gezielten Treffer zum Kopf auf den Boden schicken. Dieser fand zwar wieder auf die Beine, wurde jedoch kurze Zeit darauf erneut niedergeschlagen. Nach weiteren Aktionen von Zinad, ging Tchamba erneut schwergezeichnet zu Boden und unterlag somit vorzeitig durch Knockout.

„Lady“ Hammer bereit für Vereinigungskampf

Vor ihrem WM-Vereinigungskampf in den USA, hat auch WBO-Weltmeisterin Christina Hammer auf der Undercard einen Kampf bestritten. Gleich zu Beginn des auf maximal acht Runden angesetzten Duells im Mittelgewicht, war klar, dass dieser Kampf nur von kurzer Dauer sein wird. Christina Hammer bearbeitete ihre völlig überforderte Gegnerin Elene Sikmashvili nach Belieben. Sikmashvili kassierte Treffer um Treffer und wurde richtigerweise bereits in der zweiten Runde von Referee Jürgen Langos aus dem Kampf genommen.

Von sportlichem Wert war dieser Kampf gewiss nicht, doch für Hammer „sehr wichtig“, wie sie am Ende des Duells im Interview sagte. Mit einem Sieg im Gepäck steht Christina Hammer nun vor dem angestrebten Titelvereinigungskampf gegen Claressa Shields in den USA, den sie krankheitsbedingt im vergangenen Jahr absagen musste.

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