Ergebnisse der AGON-Undercard aus Berlin

Foto: Luan Lücht

AGON Sports ist zurück in Berlin! Nach Events auf Kuba und Beteiligungen bei Veranstaltungen in Argentinien und Spanien, stand die große AGON Fight Night in der Uber Eats Music Hall auf dem Programm.

Assan Hansen bezwingt starken Kevin Bruna nach Punkten

Den Auftaktkampf des Abends bestritt Assan Hansen. Der Superleichtgewichtler, der an diesem Abend nach über 100 Amateurkämpfen sein Profidebüt gab, traf auf den Argentinier Kevin Bruna. Von Beginn an entwickelte sich ein intensives Gefecht, bei dem sich beide Boxer immer wieder Fuß an Fuß standen und sich nichts schenkten. In der zweiten Runde fand Hansen dann besser in den Kampf, nicht zuletzt auch aufgrund eines Cuts, der sich am rechten Auge des Argentiniers öffnete. Bruna setzte in der Dritten wieder mehr entgegen und trug dazu bei, dass der Kampf spannend blieb. Nach vier Runden konnte sich Hansen via Mehrheitsentscheidung durchsetzen.

Yusnier Sorsano stoppt seinen Gegner in Runde 1

AGON-Neuzugang Yusnier Sorsano bekam es, ebenfalls in seinem ersten Kampf als Profi nach über 200 Amateurkämpfen, mit dem Mexikaner Javier Castaneda zu tun, der bereits 15 Kämpfe bestritt. Der 22-jährige Kubaner Sorsano machte von Beginn an Druck und setzte seinem Gegner ernsthaft zu. Zweimal musste er im ersten Durchgang auf die Bretter, ehe der Referee den Kampf abbrach.

Etinosa Oliha stoppt Ivan Njegac in Runde 3

Überraschend stand auch Mittelgewichtler Etinosa Oliha auf der Card. Der Italiener, der vor einigen Wochen seinen IBF-Eliminator gegen Austin Williams aufgrund einer Augenverletzung, die erst in der Kampfwoche entdeckt wurde, nicht antreten konnte, stand dem Kroaten Ivan Njegac gegenüber. Oliha war, erwartungsgemäß, über alle Runden der bestimmende Mann, schickte seinen Widersacher mehrfach zu Boden und gewann schließlich durch TKO in Runde 3. Hätte Oliha diesen Kampf nicht bestritten, wäre er in drei Tagen aus den Ranglisten geflogen, denn sein letzter Kampf fand am 14.9.2024 statt. Damals besiegte er Alexander Pavlov in Berlin.

Malek Semmo auch im zweiten Profikampf erfolgreich

In seinem zweiten Kampf in den bezahlten Rängen stand Malek Semmo dem Italiener Amir Et Atqane gegenüber. Der Mann aus Rom konnte dem AGON-Mittelgewicht Semmo nichts entgegensetzen und wurde früh auf die Bretter geschickt. Malek Semmo, der im AGON-Gym auf Mallorca unter anderem Sparring mit Vincenzo Gualtieri gemacht hatte, machte mehr und mehr Druck, sodass er noch zwei weitere Niederschläge erzielte, die letztendlich zum Abbruch des Kampfes in der ersten Runde führten.

Arnold Khegai bezwingt Ex-Weltmeister Liborio Solis über die Punkte

Top Rank-Boxer Arnold Khegai stieg in Berlin ebenfalls in den Ring. Der Federgewichtler stand mit Liborio Solis einem ehemaligen Weltmeister gegenüber, der trotz seiner 43 Jahre immer noch solide Leistungen im Ring abliefert. Zwischen beiden entwickelte sich ein ansehnlicher Kampf mit Vorteilen für Khegai, der den Venezolaner vor sich hertrieb. Solis versuchte sein Glück in Kontersituationen, musste dabei aber auch häufig Treffer einstecken. Arnold Khegai konnte im weiteren Verlauf den Kampf mehr und mehr bestimmen und ging mit Solis über die Runden. Am Ende werten die drei Unparteiischen 80-72, 78-75 und 79-73 für Top Rank-Mann aus Los Angeles.

Carlos Castillo dominiert Kostiantyn Dovbyshchenko deutlich

Auch zurück im Ring war Carlos Castillo. Der kubanische Schwergewichtler, der zuletzt Agit Kabayel auf seinen Fight gegen Zhilei Zhang vorbereitete, stand dem Ukrainer Kostiantyn Dovbyshchenko gegenüber. Für das AGON-Schwergewicht war es der dritte Fight in diesem Jahr, nachdem er 2024 komplett pausieren musste. Nach anfänglichem Abtasten in der ersten Runde, legte Castillo einen Zahn zu.

Foto: Luan Lücht

Der „kubanische Hulk“ setzte dem Ukrainer mit Haken und langen Händen zu. Trotz der soliden Verteidigung von Dovbyshchenko konnte Rechtsausleger Castillo immer wieder harte Hände ins Ziel bringen. Attacken des Ukrainers mied Castillo geschickt, sodass er selbst nur wenig nehmen musste. In den letzten beiden des auf acht Runden angesetzten Gefechts gab „Hulk“ Castillo nochmal ordentlich Gas, doch auch seine Schlagsalven sollten den Ukrainer nicht vorzeitig stoppen. Am Ende werteten die Punktrichter einstimmig dreimal 80-72 zugunsten des AGON-Schwergewichtlers.

4/5 - (7 votes)

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein