Erfolgreiches Debüt von „Kultur im Ring“

Hakan Tosun (blaues Trikot) setzte sich gegen Mikhail Sovtus durch (Bild: Marcel Tschamke)

Vor 650 Zuschauern feierte am Samstag das Boxevent KULTUR IM RING in der Heilbronner Römerhalle seine Premiere.

Vor rund 650 Zuschauern feierte am Samstag das Boxevent KULTUR IM RING in der Heilbronner Römerhalle seine Premiere. Ein solches Event hatte es in der Stadt am Neckar bislang noch nicht gegeben – von 17 packenden Boxkämpfen über die souveräne Moderation von Sascha Straub bis hin zu den stimmungsvollen Liveauftritten des Sängers Armando Sarowny, die von den Öhringer Veranstaltungstechnikern von media:system perfekt in Szene gesetzt wurden, hielt der Abend alles, was er zuvor versprochen hatte.

Der Abend begann mit den Vorkämpfen der Nachwuchsboxer vom SV Heilbronn am Leinbach, die erstmals ihre Leistungen vor heimischem Publikum präsentieren durften. Für Alexander Bukmeer ging es jedoch um weit mehr als nur um die Präsentation: Der 16-jährige trat gegen Vladislav Mazan an, der mit seinem Trainer Leonid Fadeev aus der neuen Heilbronner Partnerstadt Noworossijsk angereist war. Durch seinen Sieg qualifizierte sich das Heilbronner Eigengewächs für die Teilnahme an den kommenden Deutschen Meisterschaften.

Armando Sarowny heizte dem Publikum mit Livemusik ein (Bild: Marcel Tschamke)

Nach den Vorkämpfen wurden vor dem Beginn des Länderkampfes die deutschen und ukrainischen Boxer mit ihren Nationalhymnen begrüßt, ehe Armando Sarowny den Showteil eröffnete und sowohl eigene Songs als auch Coversongs von Robbie Williams und anderen Künstlern zum Besten gab. Die deutsche Hymne wurde live von Michelle Seel vorgetragen.

Im Hauptprogramm bekamen die Zuschauer sportlich hochklassige Boxkämpfe von jungen Sportlern zu sehen, die mit zum Besten gehören, was Deutschland im Amateurboxen zu bieten hat. Boxer wie Mehmet Sor, Noah Fischer und Christian Fischer bewiesen im Ring, dass sie ihr gemeinsames Ziel, die Teilnahme an den Olympischen Spielen 2024, durchaus realistisch gesetzt haben.

Zu einem besonderen Highlight entwickelte sich der einzige Damen-Kampf an diesem Abend, als mit Victoria Sawazki die Vize-Europameisterin der Juniorinnen im Leichtgewicht gegen Yulia Honcharenko antrat, die im Juni bei der EM im Federgewicht Bronze geholt hatte. Die beiden lieferten sich einen ausgeglichenen Fight, den die 15-jährige Aschaffenburgerin am Ende für sich entscheiden konnte.

Richtig laut wurde es in der Römerhalle, als Hakan Tosun gegen Mikhail Sovtus in den Ring stieg. Der Lokalmatador wurde von seinem Fanclub zu Höchstleistungen gepusht, kämpfte gegen einen gleichwertigen Gegner über drei Runden mit Vollgas und durfte sich am Ende für seinen Punktsieg feiern lassen.

Zu später Stunde traten erneut Armando Sarowny und seine beiden Tänzerinnen auf. Sie tauchten die Halle in eine Laser durchflutete Atmosphäre und sorgten damit für das passende Ambiente für die anstehenden Profikämpfe von Slawa Spomer und Sükrü Altay.

Letzterer musste im Laufe des Nachmittags um seinen Kampf bangen, war doch sein Gegner Norbert Magyar weder am Freitag zum Wiegen noch am Samstag in der Halle erschienen. Mit dem Serben Alexander Nikolic wurde kurzfristig ein Ersatzgegner aktiviert, der jedoch leider nicht das sportliche Level aufweisen konnte, um mit Altay mitzuhalten. Der türkische Allgäuer gewann in der dritten Runde durch Technischen KO. Wenig Mühe hatte zum Abschluss auch Slawa Spomer, der beim gastgebenden SV Heilbronn am Leinbach groß geworden war. Er dominierte seinen Gegner Gergo Vari klar, bis der Ringrichter in der vierten Runde ebenfalls auf Sieg durch Technischen KO entschied.

Sehr zufrieden mit dem Verlauf des Abends zeigte sich Organisator Alexander Seel. „Ich glaube, wir haben für die Zuschauer eine schöne und vor allem im Amateurbereich sportliche interessante Veranstaltung organisiert“, so der Abteilungsleiter Boxen im SV Heilbronn am Leinbach. „Für das nächste Mal gibt es natürlich einiges, was wir organisatorisch verbessern können. Aber wir kennen unsere Baustellen und werden diese im kommenden Jahr schließen. 2020 wird es eine Neuauflage von KULTUR IM RING geben.“

Im Zuge der Veranstaltung wurde mit Andreas Christ ein langjähriger Weggefährte von Alexander Seel vom Württembergischen Boxverband als bester Trainer 2019 ausgezeichnet. „Andreas ist seit Jahren bei uns im SV Heilbronn tätig. Er hat damals Kastriot Sopa zu uns in den Verein gebracht und hat ihn zu dem Olympiakandidaten geformt, der er heute ist. Es ist schön zu sehen, dass seine tolle Arbeit auch vom Verband gewürdigt wird“, freute sich Seel.

Ein Bericht von Ralf Scherlinzky
Sportverein Heilbronn am Leinbach 1891 e.V.
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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