Erfolgreiche Titelverteidigung: Arsen Goulamirian zermürbt starken Constantin Bejenaru

Vor heimischem Publikum in Marseille konnte der französische WBA-Superchampion Arsen Goulamirian seinen Herausforderer Constantin Bejenaru in die Schranken weisen und seinen WM-Titel im Cruisergewicht erfolgreich verteidigen. Nach einem Niederschlag in der neunten Runde trat Bejenaru zum zehnten Durchgang nicht mehr an.

WBA-Superchampion Goulamirian bezwingt Bejenaru nach intensivem Gefecht

Nicht einmal zwei Monate nach seiner letzten Titelverteidigung setzte WBA-Superchampion Arsen Goulamirian (26(18)-0-0) seinen WM-Gürtel im Cruisergewicht am Samstagabend erneut aufs Spiel. Gegen seinen Herausforderer Constantin Bejenaru (14(4)-1-0) aus Moldawien musste der Franzose zu Beginn erheblichen Widerstand brechen. Schlussendlich konnte er sich nach neun harten Runden jedoch von seinen Fans im Palais des Sports in Marseille als Sieger feiern lassen.

Der Rechtsausleger Bejenaru unterstrich gleich zu Beginn seine Siegambitionen und eröffnete die Begegnung druckvoll. Goulamirian konnte sich zwar schnell die Ringmitte sichern, startete jedoch zu zögerlich und wurde vom agilen Bejanaru im Eröffnungsdurchgang ausgeboxt. In der zweiten Runde fand der Titelverteidiger etwas besser in den Kampf und konnte mit einer als Konter geschlagenen rechten Geraden seinen ersten guten Treffer verbuchen.

In der Folge entwickelte sich ein spannendes Gefecht zwischen Weltmeister und Herausforderer. Der 32-jährige Goulamirian marschierte beständig nach vorn und versuchte seinen nur 1,80m messenden Kontrahenten zu stellen. Dabei versucht er nicht, seine Reichweitenvorteile auszuspielen, sondern in der Halbdistanz kraftvolle Schläge zu landen. Dies gelang in den Anfangsrunden jedoch nur bedingt, da sich Bejenaru sowohl auf den Beinen, als auch im Oberkörper sehr beweglich zeigte. Zudem setzte er seine Aktionen schlichtweg schneller an als sein Gegner. Immer wieder startete der 35-Jährige aus dem Rückwärtsgang überfallartige Attacken und hatte insbesondere mit seiner linken Schlaghand wiederholt Erfolg. Somit konnte sich der Herausforderer in den Runden drei bis fünf leichte Vorteile erarbeiten.

Bejenaru verlassen nach gutem Beginn die Kräfte

Angetrieben von seinem Trainer Abel Sanchez erhöhte Goulamirian ab der sechsten Runde seine Schlagfrequenz und konnte die Begegnung zunehmend an sich reißen. Bejenaru schienen dagegen mit fortschreitender Kampfdauer stetig die Kräfte zu verlassen. Er landete zwar regelmäßig gute Konter, blieb jedoch öfter stehen und zeigte Nachlässigkeiten im Deckungsverhalten. Dadurch gelang es ihm immer weniger, sich den Attacken des Weltmeisters zu entziehen.

Im neunten Durchgang konnte Goulamirian seinen mit hängender Deckung pendelnden Gegner dann mit einem ansatzlosen linken Haken zu Boden befördern. Bejenaru bewies großen Kampfgeist und feuerte im Anschluss des Niederschlags beherzt zurück. Im Gegenzug kassierte er jedoch klare Treffer und wirkte kurz vor dem Rundenende nach einer harten rechten Geraden von Goulamirian erneut deutlich angeschlagen. Zur zehnten Runde trat er schließlich nicht mehr an, worauf Arsen Goulamirian zum Sieger durch Aufgabe erklärt wurde.

Titelwirrwarr bei der WBA: 4 Weltmeister im Cruisergewicht

Es wird spannend zu beobachten sein, wie sich Goulamirian zukünftig im stark besetzten Cruisergewicht behaupten kann. Sinnvoll wären sicherlich Duelle gegen die anderen WBA-Weltmeister im Gewichtslimit bis 90,71kg. Der Weltverband aus Panama führt neben „Super Champion“ Goulamirian den Kasachen Beibut Shumenov als „regulären“ Weltmeister, den Russen Alexey Egorov als „Gold Champion“, sowie den Belgier Ryad Merhy als Interims-Weltmeister. Aus sportlicher Sicht wäre es durchaus wünschenswert, die WBA-Titelträger im neuen Jahr gegeneinander antreten zu lassen. In reizvollen Duellen könnte schließlich der legitime WBA-Champion im Cruisergewicht ermittelt werden.

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