
Endrit Ademi (GER) – Reinaldo Gonzalez (VEN)
© Torsten Helmke
Im Universum Gym in Hamburg fanden am Samstag zahlreiche Profiboxkämpfe statt, die live und kostenlos übertragen wurden.
Am Samstag lud Promoter Ismail Özen mit seiner Universum Box-Promotion zur inzwischen 19. Universum Boxing Night ein. Im hauseigenen Universum Gym in Hamburg stand ein sportliches Wochenende auf dem Programm, bei dem neben zahlreichen Amateurboxkämpfen am Samstag auch eine Profiboxveranstaltung stattfand. Insgesamt sieben Kämpfe kündigte Ringsprecher Raiko Morales an, die Matchmaker Marlon Esteban zusammengestellt hatte. Im Hauptkampf durfte sich dabei ein vielversprechendes Talent beweisen.
Endrit Ademi siegt erneut in der ersten Runde

Endrit Ademi (GER) – Reinaldo Gonzalez (VEN)
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Den Hauptkampf des Abends bestritt Endrit Ademi (2-0). Die Ademi-Brüder sind im Amateurboxen ein fester Begriff und konnten zahlreiche Erfolge in Aachen feiern. Entsprechend gespannt blickte man auf Endrits Profidebüt im Februar. Nun folgte am Samstag sein zweiter Kampf, in dem er auf den Venezolaner Reinaldo Gonzalez (26-16) traf.
Gonzalez kam zwar mit 26 Siegen nach Hamburg, allerdings auch mit 42 Jahren. Viel konnte der routinierte Veteran im Ring jedoch nicht mehr zeigen. Stattdessen wurde er bereits in der ersten Runde dreimal zu Boden geschickt und anschließend vom Ringrichter aus dem Kampf genommen. Ein souveräner Erfolg für Ademi, der sicherlich selbst gerne mehr von seinem Können im Ring gezeigt hätte.
„Ich war topfit. Wir wollen die Besten in Deutschland, die deutschen Gegner. Das kommt alles mit der Zeit“, versprach Endrit Ademi im Interview mit Blick auf die Zukunft.
„Wir trainieren sehr hart und es ist schade, wenn man nicht so viel zeigen kann. Die Leute kommen extra aus ganz Deutschland, um ihn zu sehen“, sagte „Coach Anil“, der die Ademi-Brüder trainiert und Großes prognostizierte. „Er wird aufgebaut, ist ein junger Sportler, 21 Jahre alt. Wir haben noch 15 gute Jahre vor uns. Die Leute werden 2027 richtig kennenlernen, wer Endrit und Ismet Ademi sind!“
Heavyweight Endrit Ademi (2-0) 🇩🇪🇦🇱 dominated the main event, dropping Reinaldo Gonzalez (26-16) 🇻🇪 three times in the opening round before finishing him by TKO in Hamburg, Germany.
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— Permante (@PermantexG) July 4, 2026
Ben Adwubi siegt im Exhibition-Kampf und möchte sein Gewicht reduzieren

Benjamin „Ben Fresh“ Adwubi (GER) – Dusko Vujicic (SRB)
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Auch Schwergewicht Ben Adwubi (8-0) stand im Ring, allerdings unter veränderten Voraussetzungen. Der kurzfristige Ersatzgegner aus Serbien schien ebenfalls verhindert zu sein, weshalb man sich kurzfristig entschied, gegen Angel Barraza (5-3-1) einen Exhibition-Kampf auszutragen. Der Grund dafür war, dass Barraza am Vortag in Essen gestoppt worden war und somit keine Freigabe für einen sanktionierten Profikampf erhalten hätte.
Schaukampfcharakter hatte das Duell allerdings nicht, wie Adwubi gleich zu Beginn mit einem Niederschlag gegen Barraza bewies. Der Hamburger verfügte über enorme Größenvorteile und wusste diese auch physisch auszuspielen. Barraza versuchte beweglich zu bleiben und arbeitete mit dem Jab zum Körper, die harten Powerpunches kamen jedoch von Adwubi. Schließlich folgte in Runde drei ein wuchtiger rechter Haken zum erneuten Niederschlag. Barraza rappelte sich noch einmal auf, doch Adwubi setzte zum Körper nach und schickte den Kolumbianer erneut zu Boden. Es sollte der letzte Niederschlag bleiben, denn der Kampf wurde in Runde drei per TKO beendet.
„Ich habe mich vorbereitet und wie einige wissen, hat mein Gegner kurzfristig abgesagt. Er ist dann eingesprungen und hat auf jeden Fall Respekt dafür verdient“, lobte Adwubi seinen Kontrahenten Barraza und kündigte zugleich an, künftig an seinem Gewicht zu arbeiten. „Erstmal muss ich 15 Kilo abnehmen, weil ich gerade 128 wiege. Dann kann ich auch mehr zeigen.“
After his original opponent withdrew last minute, heavyweight Ben Adwubi (8-0) 🇩🇪 fought an exhibition match against Angel Barraza (4-3-1) 🇨🇴 and stopped him via TKO in round three in Hamburg, Germany.
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Tomasz Spychalski feiert ein erfolgreiches Profidebüt

Thomas Spychalski (POL) – Ramiro Blanco (NIC)
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Eines der zentralen Themen des Abends waren die drei Profidebüts von Boxern, die zuvor im ausgegliederten Verein Kampf deines Lebens im Amateurbereich aktiv gewesen waren. Einer davon war das polnische Halbschwergewicht Tomasz Spychalski (1-0), das sich mit dem routinierten Ramiro Blanco (19-58-5) messen sollte. Spychalski hatte im Vorfeld viel Lob für seine offensive Kampfführung erhalten und wollte diese auch bei den Profis gewinnbringend einsetzen.
Zunächst begann Spychalski jedoch eher verhalten und bewegte sich nervös durch den Ring, was durch eine frühe Hand von Blanco zum Kinn zusätzlich begünstigt wurde. Ab der zweiten Runde wurde Spychalski aber zunehmend offensiver und versuchte, den Kampf an sich zu reißen. Es entwickelten sich schöne Sequenzen im Infight, in denen beide Männer Treffer landeten. Das hohe Tempo machte sich in der vierten und letzten Runde bemerkbar. Die neue Distanz setzte Spychalski sichtbar zu, und er kämpfte sowohl mit seiner Kondition als auch mit Blancos Vorwärtsdrang, brachte den Kampf jedoch über die volle Distanz.
Es war vielleicht der beste Kampf des Abends. Die Punktrichter werteten schließlich einstimmig zugunsten von Spychalski, was durchaus in Ordnung ging.
„Es war mein erster Kampf. Ich hatte einen etwas anderen Plan, aber mein Gegner hatte viel Erfahrung. Ich musste die vier Runden kontrollieren“, sagte ein glücklicher Spychalski im Siegerinterview und sprach anschließend noch einen besonderen Dank aus. „Vielen lieben Dank an Marlon Esteban, der mir diese Möglichkeit gegeben hat. Ich glaube, wenn ich die nächsten Kämpfe und Schritte mache, dann komme ich hierhin!“, sagte er und riss demonstrativ den Arm nach oben.
„Tomasz hat die letzten Jahre bei unserem Amateurverein Kampf deines Lebens seine Amateurkämpfe bestritten. Dort ist er immer mit seinem außergewöhnlichen und spektakulären Kampfstil hervorgestochen. Deshalb dachten wir, dass nun die Zeit gekommen ist, ins Profilager zu wechseln“, erklärte Matchmaker Marlon Esteban.
Oleksandr Tishchenko auf den Spuren der Klitschkos

Olksandr Tischenko (GER) – Laroly Botos (HUN)
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Auch Oleksandr Tishchenko (1-0) hatte zuvor für Kampf deines Lebens geboxt und gab am Samstag sein Profidebüt. Der gebürtige Ukrainer lebt seit vielen Jahren in Deutschland und arbeitet als Box- und Fitnesstrainer. Entsprechend austrainiert stieg er in den Ring und wollte demonstrieren, dass er nicht nur Wissen vermittelt, sondern dieses auch selbst vorlebt.
Sein Kontrahent Karoly Botos (4-9) hatte auf Universum-Veranstaltungen bereits bewiesen, dass er über die Runden kommen kann. So lieferte er sich im Februar 2025 noch einen vielversprechenden Acht-Runden-Kampf mit Henry Grün. Am Samstag erwies sich Botos auf 74 Kilogramm jedoch als völlig überfordert und wurde bereits in der ersten Runde dreimal von Tishchenko zu Boden geschickt. Dieser dominierte seinen Gegner sowohl mental als auch physisch und stoppte ihn frühzeitig.
„Für mich war das ein historischer Moment, weil hier Wladimir und Vitali Klitschko ihre Karriere begonnen haben. Jetzt ist meine Zeit gekommen, und deshalb wollte ich mein Profidebüt unbedingt bei Universum geben. Ich bedanke mich herzlich bei Universum und Marlon für die Chance, die ich genutzt habe“, sagte Tishchenko nach seinem gelungenen Profidebüt.
„Oleksandr mag ich sehr gerne. Er ist nicht nur ein hervorragender Boxer, sondern auch ein hervorragender Sportler, der wirklich sehr professionell arbeitet und auf seine Ernährung achtet. Wie ihr seht, ist er topfit und in hervorragender Form“, erklärte Matchmaker Marlon Esteban, der nach dem dominanten Auftritt nun die weitere Planung anpassen muss. „Eigentlich hatten wir gedacht, zwei bis drei Aufbaukämpfe zu machen. Aber wie man sieht, müssen wir ihm direkt Gegner auf einem höheren Niveau in den Ring schicken.“
Oleksandr Tischenko (1-0) 🇩🇪🇺🇦 celebrated a successful professional debut at catchweight 74 kg, stopping Karoly Botos (4-9) 🇭🇺 with three knockdowns in the first round in Hamburg, Germany.
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— Permante (@PermantexG) July 4, 2026
Lukasz Zygula siegt nach Punkten gegen Vladimir Fleischhauer

Lukasz Zygula (POL) – Vladimir Fleischhauer (GER)
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Lukasz Zygula (2-0) reiste aus Polen nach Hamburg an. Er blickt auf eine fundierte Amateurlaufbahn zurück und gab im vergangenen April bei der Rocky Boxing Night in Koscierzyna sein Profidebüt. Mangels Veranstaltungen im Sommer schickte ihn sein Promoter nach Deutschland, wo er auf den routinierten Vladimir Fleischhauer (1-22) traf.
Es entwickelte sich von Beginn an ein technisch ansehnlicher Kampf. Beide Boxer gingen ein hohes Tempo, wobei Zygula überwiegend den Ton angab. Fleischhauer blieb jedoch jederzeit im Kampf und zeigte seine gute boxerische Grundausbildung, die er in Russland erlernt hatte. Besonders in den Schlussrunden wurde das Duell spannend, als Zygula konditionell nachließ und Fleischhauer frischer wirkte.
Am Ende erhielt Zygula den einstimmigen Punktsieg. Ein wertvoller Kampf für den Polen, der aber auch zeigte, dass er konditionell sowie defensiv noch Verbesserungspotential besitzt.
Erfolgreiches Profidebüt für Azizullah Akbari

Azizullah Akbari (AFG) – Slavisa Simeunovic (BIH)
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Ein weiteres Profidebüt fand im Halbschwergewicht statt. Dort setzte sich Azizullah Akbari (1-0) bereits in der ersten Runde gegen Slavisa Simeunovic (42-93-1) durch. Akbari kam als afghanischer Flüchtling nach Deutschland und wusste von Beginn an zu überzeugen. Er schlug ein hohes Tempo an, arbeitete konsequent zum Körper und schickte Simeunovic schließlich dreimal zu Boden, ehe der Kampf per TKO beendet wurde.
„Ich verspreche euch, ich gehe weiter. Es ist gerade meine Zeit. Ich bin jetzt da, wo ich mich im Traum gesehen habe. Ich möchte nicht so viel reden, sondern im Ring beweisen, dass meine Zeit beginnt“, sagte der glückliche Profidebütant.
„Ich dachte heute, dass Slavisa ein paar Runden mehr bestehen kann, aber Aziz ist heiß wie Frittenfett. Jetzt gilt es, ihm schnellstmöglich den nächsten Kampf zu verschaffen“, erklärte Matchmaker Marlon Esteban, der zugleich eine Warnung an die Konkurrenz aussprach: „Deutschland kann sich warm anziehen. Wir haben hier einen Halbschwergewichtler, der sich traut, gegen jeden in den Ring zu steigen – das kann ich nicht von jedem behaupten. Deshalb werde ich mich bemühen, Aziz schnellstmöglich auf einer größeren Veranstaltung zu platzieren.“
Light heavyweight Azizullah Akbari (1-0) 🇦🇫 had a very successful pro debut, dropping Slavisa Simeunovic (42-93-1) 🇧🇦 three times before finishing him by first-round TKO in Hamburg, Germany. 🇩🇪
#UniversumBoxingNight19 pic.twitter.com/dLBuvRILKx
— Permante (@PermantexG) July 4, 2026
Erneuter Punktsieg für Kafali Umut

Umut Kafali (GER) – Robin Zamora (NIC)
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Auch das Supermittelgewicht Kafali Umut (2-0) stand im Ring. Nach seinem Punktsieg beim Profidebüt im Juni ließ er vier Wochen später den zweiten folgen. Dafür bezwang er den offensiv wenig ambitionierten Robin Zamora (22-54) einstimmig nach Punkten.
Sämtliche Kämpfe der Universum Boxing Night 19 wurden kostenlos auf YouTube übertragen und sind dort weiterhin abrufbar.















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