ENDLICH! WBC macht Druck: Usyk muss gegen Kabayel antreten

Foto: Mark Robinson/Matchroom Boxing

Oleksandr Usyk steht vor einer richtungsweisenden Entscheidung. Nach seiner Titelverteidigung gegen Rico Verhoeven hat der WBC nun unmissverständlich klargestellt, dass als Nächstes Pflicht Herausforderer Agit Kabayel an der Reihe ist. Andernfalls droht dem Ukrainer der Verlust seines WBC-Gürtels.

WBC besteht auf Pflichtverteidigung gegen Kabayel

Die Diskussionen um einen möglichen Rückkampf zwischen Oleksandr Usyk und Rico Verhoeven haben von Seiten des World Boxing Council einen deutlichen Dämpfer erhalten. WBC-Präsident Mauricio Sulaiman stellte klar, dass der Schwergewichtsweltmeister seinen Titel als Nächstes gegen den offiziellen Pflichtherausforderer Agit Kabayel verteidigen muss.

Der deutsche Schwergewichtler hält seit Februar 2025 den Status des Interim-Weltmeisters und ist damit die Nummer eins der WBC-Rangliste. Bereits vor Usyks freiwilliger Titelverteidigung gegen den Kickbox-Star Rico Verhoeven hatte der Verband festgelegt, dass Kabayel anschließend seine Chance auf den WM-Titel erhalten soll.

Sulaiman bekräftigte nun gegenüber Sky Sports, dass an dieser Entscheidung nicht gerüttelt werde. Die freiwillige Titelverteidigung gegen Verhoeven sei genehmigt worden, nun müsse jedoch die angesetzte Pflichtverteidigung folgen.

Rückkampf gegen Verhoeven aktuell keine Option

Nach dem umstrittenen Ende des Kampfes zwischen Usyk und Verhoeven in Ägypten wurden Stimmen laut, die einen unmittelbaren Rückkampf fordern. Der WBC macht jedoch deutlich, dass ein weiteres Duell der beiden aktuell nicht zur Debatte steht.

Sollte Usyk dennoch einen anderen Weg einschlagen wollen, müsste er auf seinen WBC-Titel verzichten. Der Ukrainer hält derzeit die WBC-, WBA-Super- und IBF-Weltmeisterschaften im Schwergewicht. Bereits im November 2025 hatte er seinen WBO-Gürtel niedergelegt und damit den Weg für einen neuen Titelträger freigemacht.

Wie der Verband im Falle eines Titelverzichts verfahren würde, ließ Sulaiman offen. Ob Kabayel automatisch zum regulären Weltmeister ernannt oder um den vakanten Titel boxen müsste, sei derzeit nicht entschieden.

Für Agit Kabayel dürfte die aktuelle Entwicklung jedenfalls ein positives Signal sein. Der Weltverband WBC hat seine Position unmissverständlich klargemacht: Wenn Usyk seinen Titel behalten will, führt am deutschen Pflichtherausforderer kein Weg vorbei. Endlich!

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