EM-Kampf mit Stieglitz – Zuschauermagnet im MDR Fernsehen

Foto: SES Boxing / P. Gercke
Foto: SES Boxing / P. Gercke

SES Boxing hat mit dem EM-Kampf von Robert Stieglitz am vergangenen Samstag Abend bewiesen, dass der Boxsport im Fernsehen immer noch Bedeutung hat und ausreichend Zuschauer vor das TV-Gerät locken kann – und das ganz ohne WM-Titelkampf.

Top-Quoten für EM-Kampf Stieglitz vs. Amar

SES konnte in Zusammenarbeit mit dem MDR FERNSEHEN, nach guten Quoten mit Lamm und Bösel, nun für Top-Quoten im Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) sorgen. Während des EM-Kampfes um den traditionsreichen EBU-Titel im Halbschwergewicht zwischen Robert Stieglitz und Mehdi Amar, schalteten in der Spitze 1,52 Millionen Zuschauer ein! Damit hatte die „Sport im Osten – Boxen Live“-Übertragung einen Marktanteil von 9,1 Prozent in der Spitze. Im Durchschnitt sahen sogar ganze 1,27 Millionen Zuschauer den Europameisterschaftskampf bei einem Marktanteil von 6,9 Prozent.

Im Sendegebiet des MDR lag der Marktanteil in der Spitze bei 29,2 Prozent, was ca. 680.000 Zuschauer entspricht. Den späteren Sieg des ehemaligen zweifachen WBO-Weltmeisters im Supermittelgewicht Robert Stieglitz, sahen im Schnitt 590.000 Zuschauer (entspricht 21,6 Prozent Marktanteil). Den gesamten Boxabend von 22:30 bis 1:00 Uhr sahen im Schnitt 410.000 Zuschauer, bei 17 Prozent Marktanteil.

Zum Vergleich: der WM-Kampf im Supermittelgewicht zwischen Tyron Zeuge und Giovanni De Carolis lockte in der Spitze 1,72 Millionen Menschen vor den Fernseher – 200.000 mehr also. Man darf an dieser Stelle aber nicht vergessen, dass Sat1 ein etablierter Privatsender ist und dementsprechend auch eine höhere Reichweite erzielt, unter anderem auch durch Portale wie ran.de. Der MDR hingegen ist als regionaler Nischensender zu betrachten und sollte außerhalb des mitteldeutschen Raumes eher „unbekannt“ sein.

MDR verlängert TV-Vertrag mit SES

Mit dem EM-Kampf von Robert Stieglitz, wurde nunmehr die insgesamt 11. Boxübertragung auf dem MDR seit 2015 gezeigt. Dass SES super Quoten nicht nur im Sendegebiet, sondern auch bundesweit erzielt, liegt aber nicht nur zuletzt daran, dass der MDR ein werbefreier Sender ist. Mit Kämpfen, wie beispielsweise der Deutschen Meisterschaft im Weltergewicht zwischen Felix Lamm und Philipp Schuster, sowie Kämpfen von Tom Schwarz und Dominic Bösel, wurden den Zuschauern zudem packende Duelle und ehrliches Boxen geboten.

Es braucht also keine WBA Interims-Weltmeisterschaften, WBC Silver Championships oder Interconti-Titelkämpfe, um Zuschauer zu ziehen. Der Trend, sich wieder auf traditionsreiche Profi-Titel, wie deutsche Meisterschaften (BDB) und Europameisterschaften (EBU) zu besinnen und vor allem die Ansetzungen in den Vordergund zu stellen, setzt sich durch. Kein Wunder also, dass der TV-Vertrag mit dem Magdeburger Boxstall SES und dem MDR um zwei Jahre verlängert wurde.

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