Ehemaliger Schwergewichtler Jimmy Thunder nach Hirn-OP verstorben

Am gestrigen Donnerstag ist der ehemalige neuseeländische Schwergewichtler Jimmy Thunder nach einer Operation am Kopf verstorben.

Jimmy „The Thunder“ Peau stirbt mit 54 Jahren

Jimmy Thunder, der am 3. Februar 1966 als James Senio Peau in Neuseeland geboren wurde, ist am Donnerstag, den 13. Februar 2020 im Alter von nur 54 Jahren verstorben. Wie mehrere englischsprachige Medien übereinstimmend berichten, verstarb der einstige Schwergewichtler nach einer Operation am Kopf, der er sich aufgrund eines Hirn-Tumors unterzogen hatte.

Als Amateur gewann er bei den Commonwealth Games in Edinburgh 1986 die Goldmedaille im Superschwergewicht. Ein Jahr zuvor holte er Silber beim Worldcup in Seoul. Peau wechselte dann 1989 ins Profilager und änderte seinen Namen in „Jimmy Thunder“, später in Jimmy „The Thunder“ Peau. Er gewann eine Reihe kleinerer Titel, darunter den internationalen WBC-Schwergewichtstitel und später die die IBO- und WBF-Schwergewichts-WM-Titel. Außerdem war er australischer Meister im Schwergewicht, ehe er 1994 in die Vereinigten Staaten wechselte.

Als Profi stand „Jimmy Thunder“ 49 mal im Ring und konnte diesen dabei 35 mal als Sieger verlassen. In die Geschichte des Boxens geht „Thunder“ durch seinen Kampf gegen Crawford Grimsley im Jahre 1997 ein. Thunder knockte Grimsley in der ersten Runde nach gerade einmal 1,5 Sekunden mit einem rechten Haken zum Kopf schwer aus. Er zählt damit bis heute als Boxer mit einem der schnellsten KO-Erfolge der Geschichte des Sports (inklusive Auszählen 13 Sekunden). „Ich war hungrig“, sagte Peau damals. „Ich habe mein Mittagessen und das Abendessen verpasst und als ich mich auf den Kampf vorbereitete, lief ich am Buffet vorbei und sagte: ‚Verdammt man, ich will essen gehen‘.“ Vier Monate zuvor ging Crawford Grimsley noch mit George Foreman über die Runden.

In seinen insgesamt 49 Kämpfen stand er zudem mit bekannten Namen wie Johnny Nelson, Tony Tubbs, Trevor Berbick, John Ruiz, Chris Byrd und Tim Witherspoon im Ring. Seine Karriere fand schließlich 2002 ihr Ende, nachdem er gegen Colin Wilson nach Punkten verlor. Peau, der ein Cousin von Schauspieler und Wrestling-Ikone Dwayne „The Rock“ Johnson ist, blieb daraufhin in den Vereinigten Staaten, wurde aber von der Öffentlichkeit nicht mehr wahrgenommen. Ein neuseeländischer Reporter suchte ihn 2010 schließlich auf und stellte fest, dass er zeitweise auf der Straße in Las Vegas ein hartes Leben geführt haben soll, da es ihm nach seiner Karriere finanziell sehr schlecht ging.

Der ebenfalls aus Neuseeland stammende Schwergewichtler Joseph Park gehörte zu denjenigen, die Peau am Donnerstag Tribut zollten. „Danke für Ihren Dienst für unsere Länder, sowohl Samoa als auch Neuseeland“, sagte Parker in einem Beitrag in den sozialen Medien. „Sie haben zusammen mit vielen anderen Großen, von denen einige verstorben sind und einige noch heute unter uns weilen, den Weg für uns aufstrebende Kämpfer geebnet, damit sie auf internationaler Ebene Gehör finden.“

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