Egal wie der Fury-Kampf ausgeht – Wladimir macht weiter

Wladimir KlitschkoKlitschko schließt schon heute ein Karrierende aus

Wladimir Klitschko wird auf jeden Fall seine Box-Karriere fortsetzen, völlig unabhängig davon wie der für den 29. Oktober geplante WM-Kampf gegen Tyson Fury ausgehen wird. Das verkündete heute Klitschko-Manager Bernd Bönte.

„Wladimir wird definitiv weitermachen und auch nächstes Jahr kämpfen“, sagte Klitschko-Manager Bernd Bönte dem englischen Fachblatt ‚Boxing News‘. Allerdings gebe es noch keinerlei Pläne, was Gegner oder Schauplätze angehe. „Wir fokussieren uns jetzt zu 100 Prozent auf den Fury-Kampf, aber der wird ganz sicher nicht sein letzter sein“, so der 60-Jährige.

Klitschko habe im Vorjahr einen Vertrag mit RTL über insgesamt fünf Kämpfe abgeschlossen, betonte Bönte. „Er boxt einfach gerne und so lange er gute Leistungen bringt, kämpft er weiter. Er fühlt sich immer noch gut, sein Körper spielt mit, er ist gesund – alles passt.“

Bönte verriet zudem, dass der Vertrag für den Rückkampf mit Fury keine Klausel für ein drittes Duell der Intimfeinde vorsehe, das eine realistische Option wäre, sollte Klitschko seine Fury-Scharte in Manchester auswetzen.

Im vergangenen Jahr hatte der heute 40-Jährige in Düsseldorf seine WM-Gürtel nach neuneinhalb Jahren völlig überraschend an den 2,06-Meter-Riesen Fury verloren. Im Anschluss zog der Ex-Champion eine vertraglich vereinbarte Klausel, die ihm einen direkten Rückkampf gegen den frisch gekrönten Weltmeister garantierte.

Ursprünglich sollte das Gefecht unter dem Motto ‚Repeat or Revenge‘ (Wiederholung oder Revanache) schon am 9. Juli in der Machester-Arena über die Bühne gehen. Wegen einer Knöchelverletzung musste Fury den Fight aber absagen.

Wladimir: Am 29. Oktober tue ich es wieder

Zur obligatorischen Pressekonferenz in London war der exzentrische Fury wegen einer angeblichen Autopanne nicht erschienen. Klitschko betonte, ihn ließen die Psychospielchen seinen Kontrahenten völlig kalt. ‚Dr. Steelhammer‘ konzentriert sich vielmehr auf das Wesentliche. Seit einigen Tagen bereitet sich der Ukrainer auf die Mission Titel-Rückeroberung vor. „Ich habe gezeigt, dass meine Comebacks brutal sind. Am 29. Oktober werde ich es wieder tun“, twitterte Klitschko aus dem Trainingslager.

Der 1,98-Meter-Hüne hatte 2006 das alte Box-Gesetz ‚They never come back‘ (sie kommen niemals wieder) gebrochen und sich nach schweren K.o.-Niederlagen 2003 und 2004 den WM-Titel im Schwergewicht durch einen K.o.-Sieg gegen den damaligen IBF-Titelträger Chris Byrd zurückgeholt. Nach 18. Titelverteidigungen beendete Fury völlig unerwartet die Klitschko-Herrschaft und verhagelte dem Ukrainer die Chance, die Rekorde der Box-Legenden Joe Louis (25 Titelverteidigungen) und Larry Holmes (20) anzugreifen. Eine andere Bestmarke wird Klitschko in Manchester allerdings ausbauen: Zum bereits 29. Mal steigt er zu einem WM-Fight in den Ring.

RTL überträgt den WM-Kampf zwischen Tyson Fury und Wladimir Klitschko am 29. Oktober ab 22.15 Uhr live aus Manchester

(Quelle: www.rtl.de)

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