Eddie Hearn: Deontay Wilder will nicht gegen Anthony Joshua kämpfen

Nach dem Abschluss des englischen Box-Promoters mit der Perform Group (DAZN), möchte Hearn nun als Premiere für den USA-Auftritt von DAZN am Liebsten den Big Fight Anthony Joshua vs Deontay Wilder promoten

Kampfvertrag Joshua vs Wilder nach über einer Woche immer noch nicht unterschrieben

Joshuas Promoter Eddie Hearn scheint es satt zu haben, dass Deontay Wilder den Vereinigungs-Kampfvertrag gegen Anthony Joshua nicht unterschreibt. Hearn beklagt sich, dass der WBC-Schwergewichts-Champion Wilder und dessen Management den Vertrag inzwischen schon über eine Woche vorliegen hat und er den Kampfvertrag bisher immer noch nicht unterzeichnet hat. Die einzige Reaktion die Hearn bisher darauf erfahren hat, ist ein Video das Wilder auf Instagram gepostet hat und das er für albern hält.

Deontay Wilder

Hearn glaubt inzwischen, dass Wilder total verblendet ist und gar nicht daran interessiert ist, den Kampf gegen Joshua zu realisieren. Es gibt Gerüchte, dass Hearn den Kampf Joshua vs Wilder unbedingt braucht um diesen als ersten Kampf auf dem Streaming-Portal DAZN, mit dem Hearn einen Milliardenvertrag über 8 Jahre geschlossen hat, in den USA zu präsentieren und dass der US TV-Sender Showtime an dieser Idee überhaupt nicht interessiert ist. Wenn die Gerüchte stimmen, möchte Showtime DAZN in den USA boykottieren und am Liebsten schon von Beginn an als Konkurrenz ausschalten.

Auf jeden Fall wird Hearn, wenn Wilder nicht bald unterschreibt, gezwungen sein, den Kampf zwischen Anthony Joshua und seinem WBA-Pflichtherausforderer Alexander Povetkin zu organisieren. Hearn sagt, dass er jeden Tag von der World Boxing Association angerufen und aufgefordert wird, den Kampf zwischen Joshua vs Povetkin zu promoten, wenn Wilder nicht bald für den Vereinigungskampf unterschreibt.

„Er hat jetzt den Vertrag schon über eine Woche vorliegen. Wir bekommen täglich Anrufe von der WBA die fragen, was los ist, es gibt absolut keine Reaktion von Deontay und seinem Team, außer dass sie dumme Instagram-Videos posten“, sagte Hearn zu skysports.com. „Ich glaube, Deontay und sein Team wollen diesen Kampf gar nicht.“

Wilders Team hat den Vertrag aus bisher nicht bekannten Gründen nicht unterschrieben. Es ist sehr wahrscheinlich, dass in diesem Vertrag etwas steht, mit dem sie nicht einverstanden sind. Wenn sie den Vertrag für gut hielten, hätten sie ihn längst  unterschrieben. Aber es ist nicht klar, was Hearn alles in den Vertrag gesteckt hat, der das Team Wilder dazu bringt, dem Vertrag nun nicht zuzustimmen. Wenn es darum geht, dass Hearn in den Vertrag geschrieben hat, dass der Kampf alleine via DAZN-Streaming live in den USA übertragen werden soll, dann ist es verständlich das, warum Wilders Management dem Deal bisher noch nicht zugestimmt hat.

Viele Boxfans glauben, dass Hearn den Joshua vs Wilder Fight im Jahr 2018 gar nicht mehr stattfinden lassen möchte, weil Joshua noch nicht bereit ist, einen so gefährlichen Gegner wie Wilder zu gegenüber zu treten. Wenn der Vertrag für Wilders Team nicht zu akzeptieren ist und man von deren Seite nur über diesen vorgelegten Vertrag schimpft, dann könnte das ein deutliches Zeichen dafür sein, dass Hearn nicht will, dass 2018 der Vereinigungskampf zwischen den beiden Schwergewichtsdivisionen stattfindet. Joshua kann auch gutes Geld mit einem Kampf gegen Povetkin und dann mit Dillian Whyte oder Jarrell ‚Big Baby‘ Miller machen. Das sind Kämpfe mit wenig Gefahr für Joshua, die er locker gewinnen könnte, verglichen mit dem 2,01 großen Wilder, dessen Beweglichkeit und dessen Handspeed, sowie dem Vorteil seiner größeren Reichweite und dessen fürchterlicher Schlagkraft.

Allerdings sollte nicht nur Wilder sich langsam entscheiden den Vertrag zu unterschreiben, sondern auch Hearn sollte sich ganz schnell entscheiden, wenn eben der Vertrag nicht unterschrieben aus den USA zurück kommt, dass er dann den Joshua vs Povetkin Fight bald realisiert.